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Und der Ball tanzt in der Mitte: Spielerisch trainieren die Kinder die Koordination. 

Tursport

Zwölf Stempel für die Jungsportler

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Der „Tag des Kinderturnens“ des TSV Dorfen war ein voller Erfolg.

Dorfen– Rückwärtsgehen? „Das bringen die Kinder schon noch einigermaßen hin“, sagt Sigrid Wiedenhofer. „Aber wenn sie beidbeinig springen sollen, haben sie schon gewaltig Probleme. Oder auch nur, wenn sie dieSchulterpartie hochziehen sollen.“ Die Turn-Abteilungsleiterin des TSV Dorfen kennt das aus zahlreichen Stunden mit den Kleinen. Sie und ihre Übungsleiter kämpfen dagegen an. Zum Beispiel mit dem „Tag des Kinderturnens“, zu dem 50 Kinder in die Halle gekommen waren. Es ist der Beitrag des Vereins zur „Offensive Kinderturnen“, zu der der Deutsche Turnerbund für die kommenden vier Jahre aufgerufen hat.

„Wir haben das Kleinkinderturnen und das Turnen für Mädchen und Buben zusammengelegt und dazu genutzt, den Kindern die Möglichkeit zur Abnahme des Abzeichens zu geben“, erzählt Wiedenhofer. An zwölf Stationen waren Übungen aus sechs verschiedenen Kategorien, die, so Wiedenhofer, „die Vielfalt des Kinderturnens widerspiegeln: Rollen – gehen – rutschen, Sinne erfahren, werfen und fangen, Teamarbeit lernen, Rhythmus schulen, Bewegungslandschaften erleben“.

Die Drei- bis Elfjährigen hatten viel Spaß daran, auf einem Fallschirm einen Ball zum Springen und Tanzen zu bringen. Sie ließen sich mit einem Rollwagerl ziehen, krabbelten flink durch einen Tunnel oder ertasteten, was sich in einem Turnsackerl befindet. Letzteres sei zwar keine klassische Bewegungsübung, „aber es geht ja auch darum, das feine Gespür der Kinder zu schulen“, erklärt Wiedenhofer.

Nach jeder Station, die sie geschafft hatten, erhielten die Kleinen einen Stempel in ihre Laufkarte. „Zum Schluss wurden sie mit einer Urkunde belohnt, auf die sie richtig stolz waren“, sagt die Turnchefin. „Die Kinder haben die Turnstunde einmal anders erlebt und hatten sichtlich viel Freude an den Gerätekombinationen“.

Aber auch die Übungsleiterinnen – Gabriele Jung, Jutta Bauer, Marion Otter, Nicole Lerche sowie ein paar jungen Helferinnen – waren begeistert. Der „Tag des Kinderturnens“ wird auch nächstes Jahr durchgeführt, da sind sich Wiederhofer, die im Bayerischen Turnverband Fachbetreuerin Kinder und Jugend ist, und Jung (Gaufachwartin Kinderturnern) einig. Der TSV macht viel, aber es gebe noch einen viel größeren Bedarf, weiß Wiedenhofer, aber dafür fehlen aufgrund der Ganztagsschulen die nötigen Hallenzeiten. Allein für das Programm „Turnen und Spielen“ habe der TSV 20 Drei- und Vierjährige auf der Warteliste. „Wir sind in guten Gesprächen mit dem Bürgermeister“, sagt Wiedenhofer, „aber momentan können wir halt nicht vor 16 Uhr in die Halle, weil die Schulen natürlich Vorrang haben“.

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