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Der zweite Man of the Match: Torhüter Patrick Negele hielt seine Freisinger mit starken Aktionen im Spiel und machte damit den späten Heimsieg erst möglich.

Fußball - Landesliga

2:1 in der 95. Minute! Joker Daniel Gädke erlöst den SE Freising

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Die Fußballer des SE Freising sind zumindest ergebnistechnisch zurück in der Spur: Gegen den FC Sturm Hauzenberg gab’s am Freitagabend dank eines Last-Minute-Treffers einen 2:1 (0:1)-Sieg. Spielerisch hat der SEF aber weiterhin Luft nach oben.

Freising – Die zweite Volksfest-Heimpartie der Lerchenfelder war nichts für schwache Nerven. Es lief die fünfte Minute der Nachspielzeit. Die Platzherren hatten zu diesem Zeitpunkt zumindest einen Zähler im Sack, als die Sache noch einmal Fahrt aufnahm: Florian Schmuckermeier zirkelte von rechts eine Ecke in den Strafraum, die wohl letzte Aktion des Matches. Erst konnten die Gäste klären, doch dann köpfte Daniel Gädke das Leder auf Höhe des Elfmeterpunkts einfach mal aufs Tor – der Ball sprang an die Unterkante der Latte und von dort hinter die Linie. Keeper Christoph Obermüller war zwar mit den Fingerspitzen noch dran, konnte das 2:1 der Freisinger jedoch nicht verhindern. Der Jubel bei den Gastgebern war groß – und bei Gädke war es nicht das erste Joker-Kopfballtor in dieser Saison.

Davor hatte nicht viel darauf hingedeutet, dass die Lerchenfelder nach zwei Niederlagen und eher mäßigen Auftritten den Bock würden umstoßen können. Vor allem im ersten Durchgang war es erneut eine fahrige Angelegenheit – von der offensiven Power, die den SEF zu Saisonbeginn noch ausgezeichnet hatte, war kaum etwas zu sehen. Einzig Nikolai Davydov gab einen zaghaften Torschuss ab (6.) – mehr kam nicht. Bis Davydov die erste seiner beiden unglücklichen Szenen hatte: Nach einem Foul an Sebastian Raml im Strafraum konnte Schiedsrichter Marco Blösch gar nicht anders, als auf den Punkt zu zeigen. Fabian Hirz verwandelte sicher (41.).

Nach dem Seitenwechsel war mehr Pep in der Partie – was auch daran lag, dass SEF-Coach Alex Plabst in der Pause deutliche Worte gefunden hatte. „Das war heuer das erste Mal nötig“, sagte er hinterher. Freising riskierte endlich mehr – allein Davydov hatte drei gute Schusschancen (49./53./60.). Die größte Möglichkeit vergab allerdings Andreas Hohlenburger freistehend im Strafraum (71.). Bedanken konnten sich die Lerchenfelder insbesondere aber bei ihrem neuen Torhüter Patrick Negele, der seine Truppe mit drei phänomenalen Paraden im Spiel hielt (55./63./70.).

Gegen Ende der Partie wurden die Aktionen der Gastgeber klarer: Erst legte Osaro Aiteniora für Domagoj Tiric auf, der das Leder im Sechzehner im vollen Lauf mitnahm und es über FC-Keeper Obermüller hinweg ins Tor schlenzte (76.). Und dann kam eben die fünfte Minute der Nachspielzeit, die dem SEF – trotz Unterzahl nach der Gelb-Roten Karte für Davydov (88.) – die Erlösung brachte. Trotzdem gab Plabst zu, dass es ein glücklicher Sieg war. Einerseits habe Negele stark gehalten, doch andererseits „waren meine Einwechslungen nicht schlecht“. Solche späten Kopfballtreffer darf Joker Daniel Gädke gerne mehr liefern.

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