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Nichts geschenkt haben sich der FC Bayern (ungewohnt in hellblau) und die SpVgg Unterhach ing im Halbfinale. Sieger wurde der Nachwuchs der Münchner Löwen.

1860-Nachwuchs mit Turniersieg beim 39.Internationalen U10-Turnier

Mini-Löwen schlagen Mini-Bayern 

Die Superstars von Morgen sehen, sich mit den Besten im Jugendbereich zu messen, das war der besondere Reiz beim „39. Internationalen U610-Hallenturnier“ des FC Moosburg.

Der eine oder andere spätere Bundesligaprofi oder Champions League-Teilnehmer könnte durchaus dabei gewesen sein. Das Niveau war beachtlich, die zehn Teams schenkten sich nichts.

Teilweise trauten die gut 100 Zuschauer auf den Rängen der Albinhalle ihren Augen nicht, was die Crème de la Crème der U10-Mannschaften so alles an technischen, spielerischen und kämpferischen Fähigkeiten an den Tag legten. Natürlich waren es die üblichen Verdächtigen (FC Bayern München, TSV 1860 München und der FC Red Bull Akademie oder auch die Gäste des AC Sparta Prag), die ihr großes Potenzial zeigten, es auf teilweise sensationelle Weise in Tore und Ergebnisse umzusetzen wussten.

Da setzte es für den Gastgeber FC Moosburg natürlich bittere Niederlagen. 0:12 gegen den FC Red Bull, 0:8 gegen Sparta Prag oder 0:10 gegen den FC Bayern lauteten die Ergebnisse der Schützlinge des Moosburger Jugendtrainer-Teams bestehend aus Martin Weikl, Jöran Gebauer und Christian Brunner. Die Stimmung im Team war entsprechend. Todtraurig war man aber dennoch nicht. Schließlich hatte man gegen die große Konkurrenz Willen und Einsatz gezeigt. Der Jubel, als man im Spiel um Platz neun gegen die SpVgg Deggendorf dann das erste Tor erzielte, war riesig. Jakob Stemmer (8) hieß der Torschütze, den man in der Halle feierte, als hätte er gerade das entscheidende Tor im Finale erzielt. „Für unsere Kinder ist das ein Erlebnis, das sie nie vergessen werden, gegen die besten ihrer Altersklasse gespielt zu haben“, urteilte FCM-Sportleiter Michael Huber. Dass man am Ende Letzter wurde und auch gegen Deggendorf eine 1:6-Niederlage einstecken musste, das war anschließend beim Erinnerungsfoto schon fast zweitrangig. Weikl stellte bei seinen Schützlingen jedenfalls große Euphorie fest. „Alle wollten dabei sein und sich diesen Traum erfüllen“, stellte Trainerkollege Gebauer zufrieden fest.

Dass man sich die Gummibärchen am Ende hart verdienen musste, das zeigte sich spätestens in den Finalbegegnungen. Der FC Bayern, traditionelle als klarer Favorit gehandelt, tat sich verdammt hart im Halbfinale gegen die Spielvereinigung Unterhaching. Die Außenseiter hielten trotz einer 1:0-Führung der kleinen Bayern gut mit. Die befreit und beherzt aufspielende Unterhachinger Mannschaft hatte den Ausgleich auf dem Fuß. Vor dem eigenen Tor bauten die Hachinger ein wahres Bollwerk auf, das die Spieler des FC Bayern bis auf das eine Mal nicht knacken konnten.

Der Weg für das Traumfinale 1860 gegen Bayern war damit frei. Denn der Löwen-Nachwuchs hatte sich klar mit 4:2 gegen den FC Red Bull, respektive gegen deren österreichische Fußball-Akademie durchgesetzt.

Dass die Bande aufseiten des FC Bayern das Finale unbeschadet überstanden hat, grenzt fast schon an ein Wunder. Einer der beiden FCB-Jugend-Trainer konnte die Führung des TSV 1860 kaum fassen. Immer wieder schlug er mit der Hand auf die Abgrenzung ein und brüllte seine Schützlinge förmlich nach vorne. Denen mangelte es nicht an Chancen. Gelegenheiten den frühen, schön herausgespielten 0:1-Rückstand auszugleichen waren da, wurden aber nicht genutzt. Stattdessen fiel auf der anderen Seite das viel umjubelte 2:0 für den TSV 1860, Sieg fürdie kleinen Löwen. 

Text:  Alexander Fischer

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