Allershausen will kein Favorit sein

Allershausen – Egal, wohin man kommt, egal, mit wem man sich unterhält, ein Namen fällt eigentlich immer, wenn es um den glasklaren Favoriten für die diesjährige Kreisliga-Runde geht: der TSV Allershausen.

Der Herbstmeister des Vorjahres, der in der Rückrunde dann so famos einbrach, soll es heuer also richten mit dem Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Doch genau das stößt den Verantwortlichen am Amperknie sauer auf. „Ich weiß gar nicht, wie alle drauf kommen, dass wir der sichere Aufsteiger sind, in allen Zeitungen steht das“, murrt Co-Trainer und Pressesprecher Sören Otto.

Klar, er würde verstehen, dass die Vorrunde des letzten Jahres Begehrlichkeiten wecken würde, „aber bei uns spricht niemand davon, dass wir heuer den Aufstieg packen werden.“ Otto befürchtet sogar negative Auswirkungen auf seine Mannschaft, wenn jeder nur noch davon spreche, dass der Aufstieg quasi nur Formsache sei „Dadurch kann unnötiger Druck entstehen, das hat man ja in der letzten Rückrunde gesehen.“ Wohin soll die Reise also gehen für den Favoriten, der keiner sein will? Viel um Konstanz geht es beim TSV in diesen Tagen, darum, endlich eine Saison zu spielen, die ohne Berg- und Talfahrten zu Ende geht, selbst wenn am Ende nicht die Meisterschaft oder der Aufstieg zu Buche stehen.

„Wir wollen schon im oberen Feld der Tabelle mitspielen“, gesteht Otto ein, „das ist aber nicht alles.“ Auch im vorletzten Jahr erlebten die Ampertaler einen Einbruch nach der Winterpause, „das muss endlich ein Ende haben.“ Wer soll es dann richten, wenn nicht der TSV? Zwar sei es nach zwei absolvierten Partien grundsätzlich schwer, einen Favoriten zu benennen, beschwichtigt Otto, kommt aber dann doch auf drei, vier Teams, denen er den großen Wurf zutraut.

„Der FC Moosburg wird sicher eine gute Saison hinlegen“, ist sich Otto sicher, auch die ST Scheyern, die im Vorjahr nur knapp in der Relegation gescheitert war, und die SpVgg Altenerding müsse man auf dem Zettel haben. Die Semptstädter sind am Samstag (15 Uhr) zu Gast im Ampertal. Es wird der erste Gradmesser in der noch jungen Saison sein. „Ansonsten wird es auch in diesem Jahr noch das eine oder andere Überraschungsteam geben, das war schon immer so“, prophezeit Otto, der unter anderem die BSG Taufkirchen und auch Aufsteiger St. Wolfgang als stark einschätzt. Mit der Personalplanung für die Mannschaft von Coach Hubert Graziadei sind die Verantwortlichen grundsätzlich zufrieden. Namhafte Verstärkungen blieben auch in dieser Saison aus, jedoch entspreche das eh nicht der Klub-Philosophie, wie Otto aufzeigt. „Wir setzen nach wie vor auf unseren eigenen Nachwuchs, weil wir bisher sehr gut damit gefahren sind.“ Neben den zwei Abgängen Peter Hannich (Kirchdorf) und Christopher Gührs (Auslandsstudium) sind es vor allem vier U19-Nachrücker (Ettl, Paul, Holzmaier und Stenzenberger), die den Kader beleben. Darüber hinaus kehren mit Maxi Schnurrer und Viktor Siebert zwei ehemalige Allershauser vom SE Freising II zurück, überdies schloss sich Michael Puchinger vom SC Kirchdorf dem TSV an.

Quelle: fussball-vorort.de

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