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Ab 1. Januar wieder im SEF-Trikot: Andi Manhart.

Ausflug nach Buchbach beendet

Alle Ressentiments behoben: Andi Manhart kehrt zum SE Freising zurück

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Manchmal gibt es Dinge, die bereut man gerade als junger Menschen relativ bald.

VON MATTHIAS SPANRAD

Freising Was genau Andi Manhart von dem, was im Frühjahr dieses Jahres passiert ist, rückgängig machen würde, das bleibt in der Schwebe. Klar ist aber, dass doch vieles von dem schief gelaufen ist, was nur schief laufen kann in der Karriere eines jungen Fußballers. Etwa einige Aussagen, die der 20-Jährige getroffen hatte. Manch treffliche Pointe war dabei. Er könne sich, so prophezeite der Jungspund damals beispielsweise, recht gut vorstellen, „bald in der 2. oder 3. Liga zu spielen.“ Oder auch der Abschied vom SE Freising, der alles andere als geräuschlos vonstatten ging, ein Austritt durch die Hintertür werden sollte, aber einer durch den Hauptausgang war.

Alles auf Anfang: Zu Beginn des Jahres lobte Andi Manhart seinen Trainer Alex Plabst noch über den Schellen-Kini. Ein klasse Trainer sei er, Lerchenfeld und Plabst seien genau das Richtige, um sich für weitere Aufgaben zu entwickeln. Nur wenige Wochen später erlag Manhart dann doch dem Ruf der Ambitionen und verabschiedete sich still und heimlich zum TSV Buchbach in die Regionalliga. Obwohl er dem SEF für ein weiteres Jahr zugesagt, der Verein fest mit ihm geplant hatte und entgegen aller persönlicher Warnungen von Trainer Alex Plabst. Wenige Monate später wird sich Manhart (ab dem 1. Januar) wieder das gelb-schwarze Trikot überstreifen, vielleicht auch ein klein wenig zum Retter in der Not nach all den offensiven Ausfällen werden.

Ein Grund für die Rückkehr: Vieles entwickelte sich in Buchbach nicht so wie gewünscht. Manhart saß dort meist auf der Bank. „Natürlich bin ich ungeduldig geworden“, resümiert er nach seiner Rückkehr zum SEF. „Das war nicht das Nonplus- ultra.“

Der 20-Jährige will nicht konkreter werden und nach–treten, doch offensichtlich entsprach in Buchbach nicht alles der Realität, was dem Talent vorher schmackhaft gemacht worden war. Es habe, so erläutert der Stürmer, geheißen, dass es „riesen Möglichkeiten“ für Einsätze gäbe. „Das war aber noch mit dem alten Trainer Anton Bobenstetter so abgemacht“, relativiert der 20-Jährige. Unter dem neuen Trainergespann spielte Andi Manhart dann keine Rolle mehr. Und so wurde der Vertrag, auch das machte die Runde, in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst.

Dass sich die Rückkehr so schnell realisieren ließ, das hatten die wenigsten auf dem Schirm. Zu enttäuscht waren viele in der Savoyer Au vom Stil des Abgangs, eine Versöhnung schien abwegig. Und doch wird der 20-Jährige ab dem 1. Januar, wenn die Vertragssperre abgelaufen ist, wieder in der Landesliga Südost auflaufen.

Ein paar Anfragen gab es nach dem Buchbach-Ende, entschieden hat sich der Stürmer aber doch für seinen ehemaligen Klub. Zum einen, weil einige Spieler von sich aus den Kontakt gesucht und ihm die Rückkehr schmackhaft gemacht hatten. Zum anderen, weil Manhart immer noch viel hält von seinem Ex-Coach, der ihn gewarnt hatte vor dem Wechsel und am Ende Recht behalten hat.

„Im Hinterkopf“, gesteht Manhart, „hab ich immer spekuliert, dass er sich bei mir meldet.“ Und Andi Manhart hofft zumindest ein wenig auf Milde bei seiner Rückkehr in die Savoyer Au. Denn eigentlich, betreibt der 20-Jährige Werbung in eigener Sache, „bin ich ein echt netter Junge.“

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