Das Aufbäumen bleibt aus

- SEF mit dem 1:2 gegen den SV Burgkirchen noch gut bedient

Freising (ar) - Es bleibt dabei: Der SVG Burgkirchen kommt gerne nach Freising. Zum dritten Mal in Folge holten sich die Gendorfer beim SEF die Punkte ab, und dieses Mal wurde ihnen das Siegen auch noch ziemlich einfach gemacht. Einige starke Paraden von Torwart Andreas Sczudlek und die Abschlussschwäche der Gäste sorgten dafür, dass es am Ende nur 1:2 stand.

Die Tore für den Gast fielen bereits im ersten Durchgang, beide Male war die SEF-Abwehr, in der Thomas Zellermeyr den grippekranken Klaus Kapfenberger als Libero vertrat, nicht im Bilde. In den letzten beiden Spielen hatten die Freisinger jeweils einen Rückstand wettmachen können. Auch diesmal schienen sie auf dem Weg dazu, als Volker Lippcke nach 55 Minuten den Anschlusstreffer erzielte. Doch was dann folgte war ein Armutszeugnis: Bis zum Ende der Partie gelang den Hausherren kein einziger Torschuss mehr. Statt dessen konterten die Burgkirchener gefährlich, vor allem ihr Sturmführer Christian Kagerer sorgte für Schweißausbrüche bei den Freisinger Defensivkräften.

"Mehr Leidenschaft" hatte Trainer Sepp Summerer bei seinen Spielern eingefordert, und in den ersten Minuten schien es, als sei die Botschaft angekommen. Es wurde flott nach vorne gespielt und zweimal Andi Schwarz in gute Position gebracht. In der vierten Minute wurde dessen Schuss noch abgefälscht und ging über den Kasten, nach neun Minuten blieb er an Gendorfs letztem Mann hängen. Nur Sekunden später war es dann passiert, allerdings auf der anderen Seite. Michael Fischer hatte auf links viel Platz zum Flanken, Manuel Kagerer in der Mitte viel Platz zum Köpfen und der Ball rutschte auch noch Keeper Sczudlek unglücklich durch die Beine zum 0:1. Von diesem Schock erholten sich die Freisinger nicht mehr. Im Mittelfeld wurden keine Zweikämpfe gewonnen, der Gegner kam zu oft zur Flanke oder zum Torabschluss. Viel zu selten gelang es den Platzherren, den Ball in der gegnerischen Hälfte zu erobern, um dort Angriffe zu starten. Die Gäste waren immer den entscheidenden Schritt schneller, ließen den Ball laufen und kontrollierten das Geschehen. Beim 0:2 (37.) legten die Schwarz-Gelben sogar selber auf. Thomas Zellermeyr köpfte aus kurzer Distanz Sascha Böhm an, und der beförderte das Leder quer durch den eigenen Fünfmeter-Raum. Eine Maßvorlage für SV-Kapitän Michael Fischer, die dieser gern annahm. Böhm war zwar in dieser Slapstick-Szene der Gelackmeierte, konnte aber gar nicht viel dafür. Mit dem Pausenpfiff musste Sczudlek gegen Thomas lange Kopf und Kragen riskieren, um das dritte Gegentor zu verhindern. In der 55. Minute durften die wenigen Zuschauer noch einmal hoffen: Die Ecke von Andi Schwarz verlängerte ein Burgkirchener, und am langen Pfosten mogelte Lippcke das Leder per Kopf in die Maschen. War das das Fanal? Der Startschuss für eine begeisternde Aufholjagd? Weit gefehlt. Die Platzherren blieben respektvoll dem Gästetor fern, ihre Angriffe versandeten wirkungslos. Auf der Gegenseite ließen sich dagegen die Manndecker Stefan Scheikl und Onur Misirlioglu ein ums andere Mal vom schnellen Christian Kagerer düpieren. Über ein 1:4 oder 1:5 hätten sich die Domstädter also auch nicht beklagen können.

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