Aufschwung nimmt Konturen an

- SE Freising gewinnt relativ problemlos gegen Königsbrunn 3:1

Freising (ar) - Vor einer Minuskulisse konnte der SE Freising drei weitere Pluspunkte einfahren. Der 3:1-Erfolg gegen den FC Königsbrunn vor 70 Zuschauern war zu keiner Phase in Gefahr, dafür waren die Gäste einfach zu harmlos.

Zum zweiten Zu-Null-Spiel in Folge reichte es für Freisings Keeper Andreas Sczudlek jedoch nicht. Sein Gegenüber Roland Pankratz erzielte per Elfmeter in der 90. Minute den Ehrentreffer für die Schwaben. Ansonsten herrschte bei den rotgekleideten Königsbrunnern in der Offensive totale Windstille. Eine halbe Chance vor der Pause, eine halbe Chance danach, dazu der Elfmeter, mehr war nicht. Die Freisinger Defensive hatte die gegnerischen Stürmer immer unter Kontrolle, FC-Spielmacher Klaus Happacher erfreute sich meist der Fürsorge von Christian Reimer.

Die ersten Akzente in der Partie setzten nach abwartendem Beginn die Freisinger. Dabei war ein Mann fast immer beteiligt, der am Samstag seinen letzten Auftritt im gelb-schwarzen Dress vor der Winterpause hatte: Markus Köppl. In dieser Woche soll es nun endgültig nach Kanada gehen, zuvor wirbelte der Ex-Echinger schnell noch einmal die Reihen des FC Königsbrunn durcheinander. Erst legte er mustergültig auf Rainer Hörmansperger, der den Ball nicht richtig traf (10.), dann setzte er mit der Hacke Sascha Böhm ein, der an Pankratz scheiterte (14.). Eine Minute zuvor schlug der mutige Versuch von Andi Schwarz fehl, den Torwart zu überlupfen. Die fällige Führung besorgte dann Köppl selbst. Von Reimer präzise angespielt schoss er aus der Drehung zum 1:0 ein. Mit Tor Nummer vier hat der 23-jährige seine Marke aus der Vorsaison bereits jetzt eingestellt.

Ein 1:0 ist kein allzu beruhigendes Polster, das wird auch Freisings Trainer seinen Schützlingen in der Pause gesagt haben. Die hatten auch keine Lust auf ein Spiel zum Zittern und legten schnell nach. Binnen drei Minuten war die Sache entschieden. In der 50. Minute nutzte Max Lerchl eine kollektive Verwirrung in der gegnerischen Hintermannschaft und schob locker zum 2:0 ein. Für den Neuzugang aus Palzing war es die Tor-Premiere für den SEF. Drei Minuten später zeigten die Hausherren ihr spielerisches Glanzlicht. Schwarz auf Reimer, schulbuchmäßig von der Torauslinie zurückgelegt, Hörmansperger ohne Mühe. Ein blitzsauberer Treffer und zugleich die Gewähr für den zweiten Sieg in Folge. Für Torschütze Hörmansperger war weitere drei Minuten später der Arbeitstag bereits beendet. Nach der Frust-Grätsche von FC-Akteur Helge Biberger musste der Kapitän angeschlagen vom Feld. Die letzte halbe Stunde war für Freisings Trainer Sepp Summerer der Wehrmutstropfen der Partie, denn da habe seine Mannschaft aufgehört, Fußball zu spielen. Eine Chance gab es noch für Köppl, der Volley über das Tor zielte, ansonsten überlies man auch dem Gast mal den Ballbesitz. Der konnte nicht wirklich viel damit anfangen, bis Stefan Scheikl im Strafraum gegen Gernot Moessner hakelte und Schiedsrichter Sven Engl auf den Elfmeterpunkt zeigte. Im Vorjahr hatte FC-Torwart und Elferspezialist Pankratz in Freising noch verschossen, diesmal verdarb er dem Kollegen die weiße Weste.

Auch interessant

Kommentare