Fokus auf Gegner und Ball: VfB-Mann Carl Opitz (l.). F.: (Lehmann)
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Fokus auf Gegner und Ball: VfB-Mann Carl Opitz (l.). F.: (Lehmann)

Fünftes Unentschieden nacheinander

Remis Könige: VfB Hallbergmoos teilt sich gegen Schwaben Augsburg erneut die Punkte

  • VonNico Bauer
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Die Elf von Coach Sugzda kam gegen Schwaben Augsburg nicht über ein 2:2 hinaus. Der VfB konnte durch den Punkt einen Tabellenplatz gut machen.

Hallbergmoos – Gedi Sugzda hat in seinem Fußballerleben schon viel erlebt, aber Unentschieden prägten seine Karriere weniger. „Ich habe immer gewonnen oder verloren“, sagt der Ex-Profi. Nun lernt er etwas Neues kennen, denn nach dem 2:2 (1:1) gegen den TSV Schwaben Augsburg steht die Serie bei sechs Spielen ohne Niederlage –und fünf Remis hintereinander.

Mit acht Punkten aus sechs Spielen steht der VfB weiter vor den Abstiegsplätzen, kommt vom Tabellenende aber nicht wirklich weg.

Die auch im hinteren Tabellendrittel stehenden Augsburger sind schwer zu spielen, weil sie bieder wirken und sich gerne mit dem Gegner auf Augenhöhe begeben. Genau das war auch in Hallbergmoos der Fall. Aber in der nicht allzu turbulenten ersten Hälfte hatten die Gäste fast alle Torabschlüsse. Die waren nicht wirklich gefährlich, sorgten aber beim VfB für allgemeines Unbehagen.

Der VfB Hallbergmoos tat sich am Anfang des Spiels offensiv schwer

Die Hallbergmooser fanden offensiv lange nicht ins Spiel, bis dann das magische Dreieck explodierte: Simon Werner spielte steil, Fabi Diranko lief dem Verteidiger davon und legte vor dem Torwart mit viel Übersicht quer auf Kaan Aygün, der nur noch den Fuß hinhalten musste. Die Protagonisten des VfB-Aufschwungs der vergangenen Wochen spielten einen Konter, wie er perfekter nicht hätte sein können. Allerdings ließ man sich fünf Minuten später düpieren. Ein Angriff über die linke Abwehrseite wurde nicht konsequent genug verteidigt, und damit hatte sich die Pausenführung erledigt. Allerdings hätte es nach dem 1:1 noch einen Elfmeter geben müssen, als Diranko im TSV-Strafraum einen eigentlich nicht zu übersehenden Schlag ins Gesicht bekam.

Nach der Pause hatten die Hallbergmooser mehr vom Spiel und durch Simon Werner zwei gute Chancen zur neuerlichen Führung. Diesmal kam das Augsburger Tor relativ aus dem Nichts (61.). Doch fünf Minuten später antwortete die Heimmannschaft: Philipp Beetz egalisierte den Rückstand mit einem Flachschuss aus 20 Metern – sein erster Ballkontakt nach der Einwechslung. In der Folge war der VfB einem weiteren Tor näher, kam aber nur zu Halbchancen.

Trainer Sugzda von Hallbergmoos sah kein schönes Spiel

„Es war für die Zuschauer kein schönes Spiel“, fasste der Hallbergmooser Trainer Sugzda die 90 Minuten und eine letztlich leistungsgerechte Punkteteilung zusammen. Allerdings trauerte er schon dem eigentlich unstrittigen Elfmeter kurz vor der Pause nach, als ein Augsburger Diranko klar im Gesicht traf, der Stürmer das aber nicht theatralisch verstärkte. „Es ist schade, dass der Schiedsrichter da nicht den Mut hatte, das zu pfeifen, was wirklich alle gesehen haben“, sagt der VfB-Trainer.

Mit dem neuerlichen Unentschieden bleiben die Hallbergmooser Drittletzter, und Sugzda tut sich zunehmend schwer, mit der Remis-Serie umzugehen. „Für die Moral ist das natürlich gut“, sagt er zur aktuellen Entwicklung, „aber wir kommen so nicht voran“. Die nächsten Optionen für Tabellensprünge sind nun das Nachholspiel kommenden Mittwoch beim TSV 1860 München 2 und dann das Nachbarschaftsderby am Sonntag beim FC Ismaning. (NICO BAUER)

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