Spieler des VfB Hallbergmoos laufen um Stangen und Hütchen.
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Endlich wieder Training: Die Kicker des VfB Hallbergmoos beginnen die Vorbereitung auf die Bayernliga-Saison.

FUSSBALL - Bayernliga-Aufsteiger VfB startet nach langer Pause seine Vorbereitung

Behutsam in die neue Epoche

  • VonNico Bauer
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28 Jahre nach dem TSV Eching spielt der VfB Hallbergmoos in der kommenden Saison erstmals in der Bayernliga.

Hallbergmoos - Zuletzt am 12. Mai 1993 bestritt eine Mannschaft aus dem Landkreis Freising ein Spiel in der Bayernliga. Seinerzeit verlor der TSV Eching 0:3 beim VfL Frohnlach, um wenig später in der Relegation abzusteigen. Gut 28 Jahre später tritt nun der VfB Hallbergmoos an, um den Landkreis wieder auf der Bayernliga-Landkarte zu vertreten.

Mit Stolz und Vorfreude begann das Team am Montagabend die Vorbereitung auf den zeitlich noch nicht definierten Ligastart. Selbst der Dauerregen konnte die Freude nicht im Geringsten trüben. Dieser Trainingsstart war gleich mehrfach Neuland. Der Verein fiebert dem ersten Bayernligaspiel seiner Historie entgegen, auch wenn der Fixtermin für das erste Punktspiel noch fehlt. Und: Trainer Gedi Sugzda muss seine Kicker nach mehr als sieben Monaten Coronapause behutsam aufbauen. „Es ist ein wunderschönes Gefühl, endlich wieder Rasen riechen zu können“, sagte Sugzda am Montagabend beim Betreten des Platzes.

Vor allem für seine Spieler, deren Leidenszeit zu Ende ist, freute sich der erfahrene Coach, der das Team nun mit Fingerspitzengefühl an das gehobene Level heranführen möchte, ohne Verletzungen zu riskieren. Dafür hat er einen besonderen Plan. „Wir machen jetzt zwei Wochen Eingewöhnungsphase“, sagt Sugzda. Danach wird es ein erstes internes Spiel geben, bevor es so mit Vorbereitung und Testspielen richtig losgeht. Für Mitte Juli erwartet Sugzda den Saisonstart.

Zwei Neue für VfB-Trainer Gedi Sugzda: Felix Bachmann (l.) und David Küttner.

Dem blicken die Hallberger durchaus zuversichtlich entgegen. Man möchte die Tabellenplätze nicht stur von hinten betrachten bis zu dem Rang, der den Klassenerhalt ohne Relegation bedeutet. „Wir wollen nicht bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg spielen“, sagt Sugzda, „wir wollen uns in der Liga etablieren.“ Er möchte erreichen, dass die Liga seine Mannschaft nicht als Außenseiter sieht, das Neuland nach der Coronapause kommt ihm da nicht ungelegen. Der Trainer verweist auf eine Zeit voller Überraschungen, weil derzeit eigentlich kein Verein so genau weiß, wo er steht.

Seinen Bald-Bayernligaspielern gab er beim ersten Training mit auf den Weg, „dass alle jetzt bewusster für den Fußball etwas tun müssen, denn die Bayernliga wird ihnen mehr abfordern.“

Zwei Neue sind da, ein dritter soll noch kommen

Auf der Tribüne saß ein entspannter Anselm Küchle und blickte zufrieden auf den Kader. Das Ziel, die Mannschaft nahezu komplett zu halten, wurde erreicht. Mit Felix Bachmann aus Allershausen und David Küttner vom FC Unterföhring standen zwei Neue auf dem Platz, ein Dritter soll bald kommen. Viel mehr hat der VfB dann auch nicht vor. „Als Aufsteiger ist man immer gut beraten, etwas demütig zu sein“, sagt Küchle über die Bayernliga, die der VfB in sieben Jahren Landesliga mit (unter anderem) drei dritten Plätzen mehrfach nur knapp verpasst hatte. Der lang ersehnte Aufstieg bedeutet, so Küchle, „dass wir zum ersten Mal nicht der Meisterfavorit für die anderen Vereine sind“. Man muss nicht mehr jedes Spiel gewinnen. Änderungen in der DNA des Teams erwartet Küchle aber nicht: „Wir werden immer hungrig blieben und sind geil auf Bayernliga. Es ist und bleibt der Charakter dieser Mannschaft, immer gewinnen zu wollen.“

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