Kinder spielen mit Bauklötzen in einer Betreuungseinrichtung
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Mit derzeit 308 Plätzen im Krippen-, Kindergarten- und Hortbereich ist die Gemeinde Zolling derzeit laut externer Analyse ausreichend versorgt. (Symbolbild)

Analyse

Betreuung gut aufgestellt: Gemeinde Zolling verfügt über ausreichendes Angebot

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Laut einer Untersuchung reichen die vorhandenen Betreuungsangebote in Zolling derzeit aus. Die Analyse liefert einige interessante Zahlen aus der Gemeinde.

Zolling – Aufatmen in der Gemeinde Zolling und bei Bürgermeister Helmut Priller: Die im August 2020 in Auftrag gegebene Bevölkerungsprognose zur Bedarfsplanung im Bereich der Kindertagesbetreuung hat keinen akuten Handlungsbedarf ergeben. Mit den vorhandenen Plätzen im Kita-Bereich werde man auch in den kommenden Jahren auskommen, so das Fazit der Untersuchung durch die Firma SAGS, die am Dienstag im Gemeinderat präsentiert wurde.

Christian Rindsfüßer vom Institut für Sozialplanung, Jugend- und Altenhilfe, Gesundheitsforschung und Statistik (SAGS) fasste das zusammen, was die Auswertung von Zahlen, Statistiken und Prognosen ergeben hatte: Die Gemeinde Zolling sei zwischen 1970 und 2020 um 114 Prozent von 2276 auf jetzt 4875 Einwohner gewachsen, was vor allem an der Zuwanderung gelegen habe. Wichtig allerdings: In den Jahren 2017 bis 2019 sei das „Wanderungssaldo“ negativ gewesen. Im Klartext: Mehr Menschen seien aus Zolling weggezogen als sich in der Ampertalgemeinde niedergelassen hätten. Das betreffe auch die Altersgruppe der Unter-18-Jährigen. Berücksichtige man die Zahl der ausgewiesenen Bebauungspläne und -vorhaben, so sei laut SAGS-Erhebungen dennoch ein Anstieg der Einwohnerzahlen bis 2025 auf rund 5025, bis zum Jahr 2030 auf 5145 zu erwarten. Das liege auch daran, dass in den kommenden Jahren weiterhin konstant hohe Geburtenraten zu erwarten seien. In Zolling liegt die Zahl der Kinder je Frau mit 1,86 weit über dem bayernweiten und auch dem Landkreis-Durchschnitt von 1,57 beziehungsweise 1,55.

Kein großer Anstieg an Kindern erwartet

Die Folgerung daraus, die den Rathauschef beruhigte: Im Hinblick auf die zurückhaltende Wanderungsentwicklung der vergangenen Jahre, die sich – so die Vermutung – durch die Corona-Pandemie nicht verändern werde, „ist trotz der Neubauvorhaben in den kommenden Jahren nicht mit einem nachhaltigen Anstieg der Zahl der Kinder in Zolling zu rechnen“. Und das wiederum bedeute, dass die Gemeinde Zolling mit ihren derzeit 308 Plätzen im Krippen-, Kindergarten- und Hortbereich gut aufgestellt sei.

Im Jahr 2020 beispielsweise seien 241 Kinder betreut worden, so dass vor allem im Kindergarten- und Hortbereich noch Platzreserven vorhanden seien, mit denen die Gemeinde auch in den kommenden Jahren gut auskommen werde. Bürgermeister Helmut Priller zeigte sich erleichtert: „Das Fass ist ziemlich voll, aber es schwappt noch nicht über“, fasste er die Resultate zusammen. Und man werde auch in nächster Zukunft mit dieser Situation auskommen. Seine Angst, auf Grund der Studie schnell handeln und vielleicht sogar Container-Lösungen anbieten zu müssen, habe sich zum Glück nicht bewahrheitet.

Mehr Bewerber als Stellen

Christian Rindsfüßer bestätigte das: „Wir müssen keine Bauempfehlung aussprechen.“ Und noch ein anderes Problem gebe es in Zolling nicht, wie Priller betonte: Man habe keine Schwierigkeiten, Personal für die Kinderbetreuung zu finden. „Wir haben mehr Bewerber als Stellen.“ Glückliches Zolling.

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