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Kammerberg desolat - Koston: „Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen“

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Die Jungs von Kammerberg bekommen in dieser Spielzeit einfach keine Konstanz in ihr Spiel.
Die Jungs von Kammerberg bekommen in dieser Spielzeit einfach keine Konstanz in ihr Spiel. © Johannes Traub

Nach dem Sieg in Manching erfolgt die Ernüchterung. Die SpVgg Kammerberg verliert gegen die SpVgg Feldmochingen deutlich mit 1:4.

Die SpVgg Kammerberg hängt im Keller der Bezirksliga Nord fest, weil sie ihr Potenzial nicht über einen längeren Zeitraum halten kann. Das jüngste Beispiel: Die 1:4- Heimniederlage gegen die SpVgg Feldmoching. „Immer, wenn wir uns mal von hinten lösen könnten, verlieren wir“, soKammerbergs gefrusteter Trainer Matthias Koston. Die Feldmochinger haben eine erfahrene Mannschaft. Die Spieler wissen, wie sie einen Gegner mürbe machen können. „Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen“, erkannte Koston nach wenige Minuten. Seine Mannschaft hatte keinen Sahnetag erwischt und war in den entscheidenden Situationen zu langsam – physisch wie psychisch.

„Nicht, weil sie es besonders gut gemacht haben, sondern, weil wir schlecht verteidigt haben“

Koston über das Abwehrverhalten seiner Jungs

Feldmoching bestrafte dies erstmals in der 18. Minute, als Cihan Öztürk nach einer Spielverlagerung völlig frei auf das Kammerberger Tor zusteuerte und Torhüter Stefan Fängewisch keine Chance ließ. Nach einer halben Stunde hatte Robert Villand den einzigen erwähnenswerten Abschluss des Heimteams, Feldmochings Torhüter Semih Cakmaci war zur Stelle. Sein Gegenüber Fängewisch zerrte sich wenig später und wurde durch Markus Eisgruber ersetzt. Der 35- Jährige musste bei seinem ersten Einsatz in dieser Saison noch vor der Halbzeitpause hinter sich greifen, denn Öztürk stellte nach einem Konter auf 0:2 (45.+3). Dieses Gegentor wurmte Koston maximal: „Die Rückwärtsbewegung grenzte an Arbeitsverweigerung. Wir wussten, wie die Feldmochinger spielen und haben dies ausführlich besprochen. Und dann bekommen wir genau auf diese Art und Weise ein Gegentor. Nicht, weil sie es besonders gut gemacht haben, sondern, weil wir schlecht verteidigt haben.“ Die Kammerberger steigerten sich nach dem Seitenwechsel und waren ab der 75. Minute wieder zurück im Spiel: Patrick Sturm drückte eine verlängerte Flanke zum 1:2 über die Linie. Wenig später war die Chance auf den Ausgleich da, den nächsten Treffer erzielte aber Feldmochings Adrian Simunovic (82.). Darauf hatten die Kammerberger keine Antwort. In der dritten Nachspielzeit markierte Öztürk mit seinem dritten Treffer des Tages den 1:4-Endstand.

„In den Spielen, in denen es um etwas geht, machen wir weniger als nötig. Zur fehlenden Leidenschaft kommen Fehler. Dann verlierst du gegen eine gute Mannschaft, die aber nicht unschlagbar ist“, so Matthias Koston. (stm)

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