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Nach 27 Jahren ist eine Kirchdorfer Fußballmannschaft wieder einmal Meister geworden. Der SC feiert den Titel in der Kreisklasse und ist ab dem Sommer Kreisligist. 

2:0 gegen Wolnzach

Schuhmann schießt Kirchdorf zur Meisterschaft

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Partystimmung in Kirchdorf: Dank eines nie gefährdeten 2:0-Erfolges über den TSV Wolnzach steigt der SCK in die Kreisliga auf!

 Aus Sicht der Kirchdorfer tickte die Uhr in den Schlussminuten nur quälend langsam runter. Dabei war die Party längst in vollem Gange: Nachwuchsspieler Felix hatte die 460 Zuschauer über Mikrophon zum Mitsingen aufgefordert, als die Jugendkicker „Kirchdorf ist der geilste Club der Welt“ anstimmten. Über die Lautsprecher erklang vielleicht etwas verfrüht das Liedgut „Wir holen die Meisterschaft“, ehe Schiedsrichter Alexander Stecher das Match beendete. Sein Schlusspfiff war gleichzeitig der Startschuss zu den Feierlichkeiten. Ob Bierduschen oder Meistershirts - die Party nahm Fahrt auf. 

„Endlich geschafft“, jubelte Kirchdorfs Kapitän Robert Kittl überglücklich, „ich bin froh, dass wir eine super Saison gespielt haben und trotz des kleinen Durchhängers jetzt Meister sind. Nun wird erst einmal zwei bis drei Tage gefeiert!“ Und wer würde es schon wagen, sich der Anweisung seines Kapitäns zu widersetzen? Trainer Andreas Apold gewiss nicht. Der Coach schien noch gar nicht ganz glauben zu können, den Titel nun tatsächlich gewonnen zu haben. „Ein unbeschreibliches Gefühl. Nach sieben Jahren haben wir es endlich geschafft“, so Apold. „Hut ab vor diesem Verein, Hut ab vor dieser Mannschaft – ich bin sprachlos.“ Sprach es und schnappte sich ein Megaphon, um einen der zahlreichen Gesänge anzustimmen.

Dass es auf dem Spielfeld ein eher ruhiger Nachmittag für die Kirchdorfer Kicker wurde, verdankte der SC einmal mehr Youngster Thomas Hadler, der in der zweiten Minute mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:0 ins kurze Eck traf. Noch vor dem Seitenwechsel vollendete Daniel Schuhmann ein Zuspiel von Denis Schlerf – 2:0 (38.). Die Gäste bescherten Kirchdorfs Keeper Hans Maier einen entspannten Arbeitstag – bis zu seiner mit viel Beifall begleiteten Auswechslung musste er sein Können nicht unter Beweis stellen. Für ihn kam Herbert Puchinger in der 90. Minute. 

Auffällig wurde der TSV eigentlich nur durch unfaire Aktionen und versteckte Fouls. Wolnzach beendete die Partie auch folgerichtig mit einem Mann weniger, weil Kevin Schmitt nach einer „Notbremse“ gegen Schuhmann vorzeitig vom Feld musste (66.). Den fälligen Freistoß von Mensur Hamzagic konnte TSV-Torwart Alexander Deuschle nur abklatschen, doch Stephan Fischer ballerte den Abpraller drüber. Zehn Minuten später probierte es Hamzagic mit einem Lupfer aus knapp 45 Metern – knapp vorbei. Dass Hadler nach einer Schuhmann-Ecke per Kopf (80.) und Hamzagic aus halbrechter Position (88.) das Tor verfehlten, war wenig später bestenfalls eine Randnotiz wert. „Nach 27 Jahren stellt Kirchdorf endlich wieder einen Meister - und das sind wir“, lautete das Schlusswort von Apold.

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