Thomas Blomeyer (MSV Duisburg) und Maximilian Thalhammer (FC Ingolstadt 04, aktuell ausgeliehen an Jahn Regensburg)

SE Freising - Nachwuchsarbeit zahlt sich aus  

Dank Thalhammer und Blomeyer: 100.000 Euro für den Freisinger Nachwuchs

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Geldsegen für den SE Freising! Weil mit Maximilian Thalhammer (21) und Thomas Blomeyer (22) zwei ehemalige Lerchenfelder Kicker den Sprung in den Profifußball geschafft haben, flatterten dem Club nun 100 000 Euro ins Haus. 

Von Matthias Spanrad

Freising – Am Ende war es ein Hoffen und Bangen. Profiverträge hatten Thomas Blomeyer (MSV Duisburg) und Maximilian Thalhammer (FC Ingolstadt 04, aktuell ausgeliehen an Jahn Regensburg) längst unterschrieben. Nun ging’s noch darum, ob beide auch im Liga-Alltag eingesetzt würden. Erst dann honoriert die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Ausbildungsarbeit der Amateurvereine. Bei Thalhammer war es am 3. Februar soweit: Gegen Greuther Fürth stand der 21-Jährige am 21. Spieltag der Zweiten Liga sogar in der Startelf der Ingolstädter – und bescherte damit seinem Heimatverein SE Freising letztlich einen wahren Geldsegen. Und da auch Blomeyer beim Zweitligisten MSV Duisburg in der vergangenen Runde vier Einsätze verbucht hat, zahlte die DFL nun insgesamt knapp 100 000 Euro: als Entschädigung für die Ausbildung, aber auch als Wertschätzung für das Engagement um den deutschen Fußballnachwuchs. Mittelfeldspieler Thalhammer hat es inzwischen schon zum U 20-Nationalspieler gebracht.

„Für uns ist das eine immense Bestätigung unserer Arbeit“, schwärmt SEF-Fußballchef Georg Appel. „Die beiden waren schon unsere heißesten Eisen im Feuer – und natürlich haben wir gehofft, dass sie es packen.“ Beide, Thalhammer und Blomeyer, sind in Lerchenfeld aufgewachsen und hielten ihrem Heimatverein verhältnismäßig lange die Treue. Bis zur U 16 spielten sie für den SEF, ehe sie dem Ruf des FC Ingolstadt 04 folgten. Während Thalhammer beim FCI blieb, dort einen Profivertrag unterschrieb und zur Zeit an Jahn Regensburg ausgeliehen ist, schloss sich Abwehrmann Blomeyer im Jahr 2016 dem MSV Duisburg an.

Beim SEF ist man stolz auf den ehemaligen Nachwuchs und die eigene Jugendarbeit. Man müsse laut Appel „schon weit schauen, bis man einen Verein bis zur Landesliga findet, der solch eine Ausbeute hat“. Thalhammer und Blomeyer reihen sich ein in eine illustre Gruppe an Freisinger Fußballprofis: Die beiden Bönig-Brüder spielten einst für den SEF, auch Alex Kutschera, Maximilian Haas und Löwen-Neuzugang Stefan Lex. Eine derartige Summe an Ausbildungsentschädigung gab’s aber nie – doch jetzt hat die DFL die Ausbildungshonorierung insgesamt stark erhöht.

Die SEF-Verantwortlichen wollen das Geld nun keinesfalls verbraten „oder einen teuren Spieler kaufen“, sagt Appel. Vielmehr soll die Finanzspritze wieder bei der Jugendarbeit angesetzt werden, aufgeteilt auf fünf Jahre. Immerhin 60 000 Euro kostet den SEF eine Spielzeit im Nachwuchs, was grundsätzlich über Sponsoren gesichert ist. Fazit: Der SE Freising will seinen Weg der Nachwuchsförderung beständig weitergehen. 

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