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Das Schlusslicht und sein Superstürmer: Erkal Üsküplü ballert TSV Moosburg zum ersten Saisondreier

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Erkal Üsküplü vom TSV Moosburg läuft über den Fußballplatz.
Fünffacher Torschütze beim 6:4-Sieg in Wörth: Erkal Üsküplü vom TSV Moosburg schoss sich an die Spitze der Kreisliga-Torjägerliste. Freistöße sind die absolute Spezialdisziplin des 31-jährigen Goalgetters. © Josef Fuchs

Er weiß einfach, wo das Tor steht: Erkal Üsküplü hatte mit fünf Toren großen Anteil am ersten Saisonsieg des TSV Moosburg. Dabei ist er kein gelernter Stürmer.

Moosburg – Der TSV Moosburg feierte am 15. Kreisliga-Spieltag beim 6:4 in Wörth seinen ersten Saisonsieg. So weit, so gut, irgendwann war der mal fällig. Doch die Art und Weise, wie dieser Dreier zustande kam, war kurios und ist mit einem Namen verbunden: Erkal Üsküplü.

Der Moosburger Stürmer erzielte am Sonntagnachmittag in Wörth fünf Tore selbst und legte den sechsten Treffer per Eckball für Stefan Batinic auf. Schiedsrichter Muharrem Yildiz hatte Üsküplü im offiziellen BFV-Spielbericht sogar alle sechs Buden zugeschrieben – doch der 31-jährige Türke stellt klar: „Es waren fünf Tore und ein Assist.“ Und das war nicht einmal die höchste Trefferzahl für den Offensivfußballer in einer Ligapartie: Bei Vatanspor Freising hatte er in der A-Klasse einmal einen Siebener-Pack geschnürt.

Erkal Üsküplü: Der entscheidende Faktor in einem torreichen Spiel

Am Sonntag beim Spiel in Wörth, sagt Üsküplü, habe er vor der Partie ein mulmiges Gefühl gehabt. Als er aber quasi mit seiner ersten richtigen Aktion, einem Freistoß, das 1:0 erzielt hatte und nach der Pause gleich das 2:1 für den TSV Moosburg nachlegte, habe er gedacht, dass das Team auf einem guten Weg sei. Dass es dann trotz zweimaligen Führungswechsels zum ersten Saisonsieg gereicht hat, kommentiert der Mann mit der Rückennummer 7 folgendermaßen: „Heute mussten es halt sechs Tore sein.“

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Der endgültige Knackpunkt sei gewesen, als Benedikt Wagner beim Stand von 4:4 im Strafraum gefoult wurde und es Strafstoß für den TSV und die Rote Karte für den Übeltäter gab. Glücklicherweise habe er den Elfer zum 5:4 verwertet, meint Üsküplü. Und kurz darauf, als Wörth hinten aufmachte, „da kam ein langer Ball von Wagner, den ich gut verarbeitet habe und, glaube ich, aus 20 oder 23 Metern mit einem satten Schuss unten ins Eck abgeschlossen habe.“ So leicht hört sich das an, wenn man einen Lauf hat und gerade mit 16 Treffern die Führung in der Kreisliga-Torjägerliste übernommen hat.

Anschauungsunterricht bei Juninho und David Beckham

Dabei ist der 31-Jährige gar kein gelernter Stürmer: In der Jugend hat er als Sechser begonnen, wurde dann bei den Männern weiter vorne auf der Zehn, auf den Außen oder als hängende Spitze eingesetzt. Erst als vor vier Jahren bei seinem damaligen Club Vatanspor Freising alle Stürmer verletzt waren, wurde er in die Spitze beordert. Das klappte super, in der A-Klasse erzielte Üsküplü 33 Tore. Mehr als die Hälfte davon waren Freistöße – die absolute Spezialdisziplin des Torjägers. „Ich habe von klein auf versucht, mir bei den Freistößen der Profis wie Juninho oder David Beckham was abzuschauen und mir die Technik anzueignen“, erzählt der TSV-Stürmer. Für ihn sei es aber gar nicht so wichtig, wie oft er treffe: „Hauptsache, wir holen nächste Woche drei Punkte, um uns moralisch weiter aufzubauen. Dazu hoffen wir, dass die direkte Konkurrenz patzt und unser Rückstand kleiner wird.“ (Josef Fuchs)

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