Bundesliga-Aufsteiger VfB Hallbergmoos: (hintere Reihe v.l.) Petra Gruber, Hildegard Holzmann, Angelika Neumair und Busfahrer Rudi Stephl; (knieend) Roswitha Frühbeis und Franziska Dücker.
+
Bundesliga-Aufsteiger VfB Hallbergmoos: (hintere Reihe v.l.) Petra Gruber, Hildegard Holzmann, Angelika Neumair und Busfahrer Rudi Stephl; (knieend) Roswitha Frühbeis und Franziska Dücker.

MANNSCHAFT DES JAHRES - Die Stockschützinnen des VfB Hallbergmoos stehen schon wieder in den Startlöchern

Die Aufsteiger sehnen sich nach gemeinsamen Unternehmungen

Die Stockschützen-Frauenmannschaft des VfB Hallbergmoos wurde bei der FT-Wahl Zweite.

Hallbergmoos – Über ihren zweiten Platz bei der FT-Mannschaftswahl 2020 freuen sich die Damen der Hallbergmooser Stockschützen-Abteilung sehr. „Ein Lichtblick in dieser sportlosen Zeit,“ so Mannschaftsführerin Hildegard Holzmann. „Wir haben uns alle sehr über diese Auszeichnung gefreut und dass so viele für uns gestimmt haben, aber schade, dass man diese Preisverleihung nicht richtig feiern kann.

Wie Hildegard Holzmann vermissen Angelika Neumair, Roswitha Frühbeis, Petra Gruber und Franziska Dücker das gemeinsame Stockschießen. „Wir waren wirklich gut aufgestellt und erfolgreich, 2019 hatten wir im Juni daheim den Aufstieg in die 1. Bundesliga auf Asphalt geschafft und im Januar 2020 in Sonthofen den Wiederaufstieg auf Eis. Zudem sollten wir noch bei den deutschen Ü50-Meisterschaften in Krefeld starten, doch das fiel wegen Corona flach,“ so Angelika Neumair. „Nur kurzfristig, nämlich in der kurzen Zeit zwischen Juni und Oktober, konnten wir unter Einhaltung strenger Hygiene-Auflagen mit maximal 16 Personen in unserer großen Stockhalle trainieren, aber die letzten Wettkämpfe liegen nun schon mehr als ein Jahr hinter uns,“ so Roswitha Frühbeis zerknirscht.

Ob sie überhaupt den Stock noch richtig schießen können und wie man in Form kommen wolle, diese Frage beschäftigt Petra Gruber. Spazierengehen, wandern oder radfahren helfen da nicht wirklich weiter, und auch die Hausarbeit ist nicht geeignet, um die Wurf-und Zieltechnik zu trainieren. „Einzig und allein das Schieben von Getränke- und Bierkästen könnte man entfernt als eine Art Vorbereitung ansehen,“ ergänzte Hildegard Holzmann schmunzelnd, die bei einem Getränkefachhandel arbeitet, „aber auch das ist kein Ersatz.“

Franziska Dücker, genießt derzeit, dass sie mehr Zeit für ihre Kinder und Familie hat, aber ihr fehlt der Sport auch sehr. „Stockschießen ist mehr als nur ein Sport, es bedeutet Geselligkeit, Freundschaft und auch Kameradschaft. Auch wenn man im Wettkampf konkurriert, so ist doch das Miteinander aller Teams untereinander etwas, was das Stockschießen besonders auszeichnet,“ so alle fünf Damen unisono. Gerne erinnert man sich an die gemeinsamen Auswärtsfahrten, die Übernachtungen, die gemeinsamen Mahlzeiten vor und nach den Wettkämpfen. „Das schweißt zusammen, wir hatten viel Spaß, das fehlt jetzt einfach,“ so Hildegard Holzmann.

Für die nahe Zukunft: „Wir wissen noch nicht genau, wie es weiter geht, aber wir haben die Corona-Fallzahlen fest im Blick. Bisher, so hat uns Christian Obermeier (sportlicher Leiter der VfB Stockschützen) berichtet, geht der Verband davon aus, dass der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, denn die Planungen sind schon intensiv im Gange. Wir hoffen einfach, dass es zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs kommen wird. Auch wenn das heißt, dass wir viel trainieren müssen, um wieder auf unserem Niveau zu starten zu können. Doch sind wir alle hoch motiviert und drücken die Daumen, dass es heuer noch was wird mit dem Stockschießen.“

Gut zu wissen

Die Stockschützen-Abteilung des VfB Hallbergmoos wurde vor 40 Jahren, am 13. Januar 1981, gegründet. Nach dem Bau und dem Einzug in die neue Stockschützenhalle 2007 wuchs die Abteilung stetig an, war und ist Gastgeber für zahlreiche Turniere und hochklassige Wettkämpfe.

Auch sportliche Erfolge konnte die Abteilung feiern. So stiegen die Damen des VfB Hallbergmoos 2012 erstmalig in die 1. Bundesliga auf Asphalt auf. Die Damen I sind derzeit sowohl auf Eis als auch auf Asphalt in der 1. Bundesliga vertreten.

Franziska Dücker, die Jüngste im Team, wurde 2017 Europameisterin in Pisek und 2018 Vizeweltmeisterin in Amstetten.

Christiane Oldenburg-Balden

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare