Spielszene mit Domagoj Tiric am Ball.
+
Angespannte Personallage: Auch auf Domagoj Tiric (am Ball) müssen die Freisinger am Freitag verzichten.

SEF-Coach lässt kommende Gegner beobachten

„Die stärkste Truppe der Liga“: Freising-Coach Plabst adelt Gegner TSV Ampfing

  • VonMatthias Spanrad
    schließen

Trainer Alex Plabst vom SE Freising hat einen Heidenrespekt vor dem TSV Ampfing. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Personallage nicht entspannt.

Freising – Im Profifußball ist das eine übliche Sache: Gegner werden vorab analysiert, die Coaches ziehen ihre Lehren daraus. Auch Alex Plabst, Trainer des Landesligisten SE Freising, überlässt nichts dem Zufall: Im Vorfeld eines Spieltags lässt er den kommenden Kontrahenten von einem Vertrauten beobachten, um darauf eingestellt zu sein, was in der nächsten Partie auf sein Team zukommt.

Auch den TSV Ampfing, bei dem der SEF am Freitag um 19.30 Uhr gastiert, hat er scouten lassen. Sogar zweimal, in Brunnthal und gegen Grünwald. Und was dem SEF-Coach von den beiden Partien berichtet wurde, dürfte ihm nicht gefallen haben.

TSV Ampfing ließ zuletzt mit starken Ergebnissen aufhorchen

„Mein Mann vor Ort hat mir gesagt, dass das das Beste war, was er in dieser Saison gesehen hat“, so Plabst. Mehr Aufzeichnungen von den Spielen bekam er nicht, „mehr hat es aber auch nicht gebraucht“. Mit 3:0 gewannen die Ampfinger am Samstag beim TSV Brunnthal – gar mit 5:2 säbelten sie dann am Dienstag den TSV Grünwald ab. Ampfing habe überall die Hoheit gehabt – „egal, ob in der Luft nach Standards oder am Boden, das ist einfach die stärkste Truppe der Liga“. Und das, obwohl der TSV aktuell noch auf Platz 15 rangiert und nur zwei Zähler Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätzen hat.

Doch das sind Altlasten, als es bei den Ampfingern zu Saisonbeginn noch nicht lief. Die Team-Chemie stimmte nicht, am Ende trat Trainer Heiko Baumgärtner zurück. Es übernahm Rainer Elfinger – und seitdem ist die Handschrift des erfahrenen Coaches immer mehr zu erkennen. „Er hat Ampfing in eine physisch gute Lage gebracht“, lobt Plabst. „Zudem haben sie lauter gute Fußballer.“ Und vor allem Spieler, die nach und nach in den Kader zurückkehren.

Domagoj Tiric und Andreas Hohlenburger nicht im Kader

Anders als beim SEF, wo die Verantwortlichen auch weiterhin nicht auf die volle Kapelle zurückgreifen können. Niklas Tatzer und Osaro Aiteniora sind angeschlagen, zudem fehlen die Langzeitverletzten um Sebastian Thalhammer. Zu allem Überfluss verabschieden sich für das kommende Wochenende Domagoj Tiric und Andreas Hohlenburger in den einwöchigen Urlaub. „Wir sind der klare Außenseiter“, stellt Plabst klar, dennoch gehe es nicht nur um Schadensbegrenzung. „Wir wollen das Beste daraus machen.“

Problem: 45 Minuten halten die Lerchenfelder aktuell ganz gut mit, im zweiten Abschnitt geht dann so langsam der Dampf aus. „Die Körner werden weniger“, wie es Trainer Alex Plabst ausdrückt. Einige Akteure, die derzeit auch notgedrungen regelmäßig auflaufen, bemühten sich zwar redlich, auch die Einstellung stimme. „Doch sie tun sich dann schwer.“ So oder so: Mindestens einen Zähler peilen die Lerchenfelder auch dieses Mal wieder an. (Matthias Spanrad)

Mögliche Aufstellung:

SE Freising: Negele – Tatzer, Mayr, Schmid, Zanker – Fischer – Magat, Bittner, Geuenich, Davydov – Brudtloff.

Lesen Sie auch: 1:7-Debakel für Hallbergmoos: Löwen verspeisen VfB zum Abendessen

Freising-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Freising-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Freising – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Kommentare