Daniel Willberger (m.) sammelte in Traunstein jahrelang Landesliga-Erfahrung und kommt auch auf 15 Bayernliga-Einsätze.

Willberger, Aladdinoglu und Nies wechseln zum VfB

Drei Neue! Hallbergmoos mit namhaften Verstärkungen

  • VonNico Bauer
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Diesen Freitag ist Deadline Day für Spielertransfers, und der VfB Hallbergmoos hat in der vergangenen Woche noch dreimal zugeschlagen. Vor dem Gastspiel bei Bayernliga-Absteiger SB Chiemgau Traunstein (19.30 Uhr) erfolgten Transfers von Spielern, die den Minikader des VfB qualitativ wie quantitativ verstärken sollen. UPDATE: Das Spiel fällt aufgrund heftiger Regenfälle aus. (Anm. FuPa)

Mit Daniel Willberger (21) kommt ein offensiver Mittelfeldspieler, den Michael Schütz schon vergangene Saison in Traunstein als Spieler hatte. Der wohnhafte Moosburger war im Sommer bereits VfB-Kandidat, entschied sich dann aber für die SpVgg Landshut. Dort kam er bislang nicht zum Zug, daher wechselte er nun nach Hallbergmoos. Willberger ist schon gegen seinen ehemaligen Verein SB Chiemgau Traunstein ein Kandidat für die Startelf, wenn die Spielgenehmigung rechtzeitig eintrifft.

Ein Einsatz winkt, weil Florian Wolf im Urlaub weilt und Egor Keller seit Wochen aus beruflichen Gründen nicht trainieren kann. Der Mann spielte einst U19-Bundesliga bei Wacker Burghausen, bringt aus Traunstein jahrelange Landesliga-Erfahrung (67 Spiele, sechs Tore) und auch 15 Bayernliga-Einsätze mit. Der zweite Neuling Muhammed Aladdinoglu (23) kommt vom SV Heimstetten aus der Regionalliga. Er hatte bislang noch keinen Einsatz in dieser Saison und suchte deshalb einen neuen Club. Der defensive Mittelfeldspieler hat für den FC Ismaning und den SV Heimstetten bereits 30 Bayernligaspiele absolviert (zwei Tore).

Der dritte Neue ist Torwart Max Nies (24), mit dem der VfB nun auch breiter aufgestellt ist. Hier hat Schütz aktuell aber keine Änderungspläne: „Ferdi Kozel ist meine Nummer eins. Aus. Basta.“ Der ehemalige Feldmochinger Bezirksliga-Torwart hat nach einem USA-Aufenthalt noch Trainingsrückstand.

Die sportliche Gegenwart ist für Trainer Michael Schütz eine Reise in die Vergangenheit. Er trainierte die Traunsteiner in der Rückrunde zwölf Spiele lang und verpasste in der Bayernliga nach einer Aufholjagd (sechs Siege, sechs Niederlagen) den direkten Klassenerhalt. „In der Relegation sind uns dann durch Verletzungen die Spieler ausgegangen“, sagt Schütz, der mit guten Erinnerungen zu seinem Ex-Club zurückkehrt. Das halbe Jahr in Traunstein war für ihn sportlich wie menschlich wertvoll. Geschenke hat er aber diesmal nicht dabei: „Ich freue mich auf das Wiedersehen, aber den Dreier holen wir uns.“

Bei nur neun Zählern aus den bisherigen acht Spielen und zuletzt fünf sieglosen Partien am Stück haben die Hallbergmooser schon Druck, gegen ein Abrutschen in den Tabellenkeller punkten zu müssen. „Wir müssen diesmal 90 Minuten konzentriert spielen und dürfen nicht wie gegen Landshut einfach in der 80. Minute aufhören, mitzuspielen“, sagt Schütz mit Blick auf die schmerzhafte 2:3-Heimniederlage vom vergangenen Freitag mit zwei späten Gegentreffern. Traunstein steht nach dem Bayernliga-Abstieg und einem Neuaufbau bei derzeit acht Punkten aus acht Partien ähnlich unter Druck. Beide Vereine haben sich die Saison anders vorgestellt. Und einer von beiden rutscht heute Abend richtig in die Krise.   

nico bauer

Aufstellung

Kozel – Niederstrasser (Neudecker), Hammerl, Ball, Giglberger – Edlböck, Kostorz, Willberger – Diranko, Held, Neudecker (Krause).

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