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Über 85 Minuten konnte der SV Pulling Michael Kopp (in Weiß) und seine Kranzberger ärgern – dann schlug der Tabellenführer aber eiskalt zu.

Kreisklasse Donau/Isar 3: Kompakt

Elf Tore und zweimal Gelb-Rot: Gammelsdorf gewinnt furiose Partie gegen SGE Freising

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Der SV Kranzberg tut sich in Pulling schwerer als erwartet – kann jetzt aber bald die Weißbierdusche rausholen. Allershausen lässt gegen den Sportclub Freising Punkte liegen, jetzt ist Hallbergmoos wieder in Schlagdistanz.

TSV Allershausen – SC Freising 2:2 (1:1). Der Sportclub hat sich in Allershausen teuer verkauft – „es war ein sehr kampfbetontes Spiel“, berichtete TSV-Abteilungsleiter Phil Jordan nach der Partie am Samstag. 35 Minuten lang bekämpften sich die beiden Teams auf dem Platz, ehe Maciej Machi (36.) das 1:0 für die Hausherren gelang. Freising schüttelte sich kurz und schlug mit dem Pausenpfiff zurück: Erik Hillenbrand war der Torschütze. Blitzstart dann in der zweiten Hälfte: Der SCF drängte auf das Tor der Allershausener und kam schließlich durch Florian Pinkert zum schnellen 1:2 (52.). Leider hielt die Führung aus Sicht der Domstädter nur einen Atemzug an – dann durfte TSV-Tormaschine Markus Lachner egalisieren (53.). Jordan zollte dem Sportclub Respekt: „Sie haben alles reingehauen und wir versäumt, unsere Tore zu machen.“ Dann müsse man mit einem 2:2 eben auch zufrieden sein.

SV Hörgertshausen – SV Marzling 0:5 (0:2). Hörgertshausens Coach Sebastian Liegert musste am Ende anerkennen, dass die Gäste „ganz klar besser“ waren. Nicht unbedingt in dieser Höhe zwar – aber doch überlegen. Die ersten drei Tore waren Standardsituationen, berichtete Liegert. Thomas Maeuer (31./37.) und Marius Schubert (50.) netzten für den SV Marzling ein. Spätestens nach dem 0:3 war die Luft bei Hörgertshausen ohnehin raus. Pablo Arevalo-Hölscher legte das 0:4 sogleich in der 54. Minute nach, ehe das Spiel größtenteils dahinplätscherte. Tobias Herrmann gelang noch das 0:5 (65.). „Die letzten drei Partien müssen wir anders gestalten“, gab Liegert zu. Obwohl es beim SVH um nichts mehr geht, will man sich noch teuer verkaufen.

SV Pulling – SV Kranzberg 0:1 (0:0). Der SV Pulling schnupperte lange an der Sensation – doch ein gutes Pferd springt eben nur so hoch, wie es muss. Der SV Kranzberg sei „spielerisch überlegen“ gewesen, berichtete Pullings Abteilungsleiter Dominik Grimm nach der Partie. Doch beim SVP war von Abstiegslethargie nichts zu spüren – im Gegenteil. Nach der „miserablen Leistung“ vom Donnerstag gegen Hallbergmoos habe man sich auf die klassischen Fußballtugenden besinnt und um jeden Zentimeter Rasen gekämpft. „Wir konnten Kranzberg ärgern“, sagte Grimm. Doch in der 85. Minute schlug der Spitzenreiter doch noch zu: Felix Hengge gelang das goldene Tor. Der Jubel beim SVK war entsprechend groß – schließlich ist man jetzt fünf Punkte vor Allershausen bei nur noch zwei ausstehenden Partien. Das Weißbier darf schon mal kaltgestellt werden.

VfR Haag – VfB Hallbergmoos-Goldach II 2:3 (1:1). Ergebnismäßig sieht es zwar knapp aus, doch „spielerisch waren wir deutlich überlegen“, sagte VfB-Coach Erhan Masat. „Wir haben es nur versäumt, unsere Chancen zu machen.“ Dabei ging es rasant los: Fabio Lo Vullo brauchte die Gäste bereits in der siebten Minute in Führung. Wer jetzt aber dachte, dass der Favorit die Hausherren abschießen würde, sah sich getäuscht – trotz vieler Chancen war es der VfR Haag, der als nächstes ins Glück traf. Matthias Holzinger erzielte in der 21. Minute den Ausgleich. Danach zeigte sich dasselbe Bild: Haag beschränkte sich aufs Kontern, während Hallbergmoos das Spiel machte und immer wieder an sich selbst und Torwart Florian Haubner scheiterte. Marc Gundel erzielte zwar kurz nach der Pause das 1:2 (51.), doch wieder schlug Haag zurück: Erneut war es Holzinger (56.). Nur: Auf den letzten Nadelstich, einen Elfmeter von Lo Vullo (78.), hatten die Hausherren dann keine Antwort mehr. „Am Ende war der Sieg verdient“, bilanzierte Masat.

SG Eichenfeld Freising – FVgg Gammelsdorf 4:7 (3:2). Elf Tore in 90 Minuten sprechen meist für ein großes Fußballfest. Nicht für Eichenfelds Coach Dennis Magro: „So etwas wie heute habe ich noch nie gesehen“, sagte er und übte massive Kritik am Unparteiischen. Der hatte den Gammelsdorfern Magros Meinung nach vier Tore geschenkt und somit das Spiel „in eine eindeutige Bahn“ gelenkt. Er kündigte an, dass Eichenfeld dazu wohl einen Bericht schreiben wolle.

In der ersten Hälfte waren die Freisinger noch vorne: Nach Toren von Max Blomeyer (7.) und Tugay Öztürk (12.) lag Eichenfeld schnell in Front – Gammelsdorf antwortete mit Toren durch Tiago de Lima Gomes (14.) und Marco Bareither (24.). Öztürk sorgte noch vor der Pause für die verdiente Führung (34.). „In dieser Phase hätten wir auch noch mehr Tore schießen können“, sagte Magro. In der zweiten Hälfte überschlugen sich dann die Ereignisse: Tugay Öztürk musste mit Gelb-Rot Duschen gehen (47.), dann ging es toretechnisch hin und her. Michael Hösl (55.) glich erst aus, Ibrahim Gürpinar machte eine Minute später das 4:3, wieder eine Zeigerumdrehung danach stellte Stefan Pichlmeier die Uhren auf null. In den letzten zehn Minuten wurde es besonders wild: Pichlmeier (82.), Sebastian Fischer (85.) und Maxi Geier (92.) erhöhten auf 7:4 für Gammelsdorf, Thomas Ertl von Eichenfeld ging noch mit Gelb-Rot.

TSV Au – TSV Nandlstadt 3:3 (1:2). In der Hallertau wurde derweil ein Derby gespielt – und das lief im Vergleich zur Partie in Freising „sehr handzahm“ ab, berichtete Aus Coach Christian Hobmeier. In einem ausgeglichenen Spiel ging Nandlstadt durch Lukas Rieder (11.) und David Bley (41.) in Führung. Alexander Schwarz brachte seine Farben mit einem Sonntagsschuss (42.) aber noch vor dem Seitenwechsel in Schlagdistanz. Nach der Pause war es Ivan Andrik (53.), der für den schnellen Ausgleich sorgte. Zehn Minuten vor Ende der Partie gelang Johannes Gerlspeck aber wieder die Führung für Nandlstadt. „Und dann war es für uns natürlich auch ein bisschen glücklich, dass wir in der Nachspielzeit noch einen Elfmeter bekommen“, sagte Hobmeier. Der Strafstoß sei aber berechtigt gewesen. Dominic Schermbach trat an – und traf. Ein gerechtes Ende für ein faires Derby – was auch am Unparteiischen lag. Hobmeier: „Der Schiedsrichter hat die Partie super geleitet.“

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