Entwicklung schreitet voran

- Freising - "Unsere junge Mannschaft wird erwachsen," frohlockte Abteilungsleiter Hans Haas nach dem 2:0-Sieg des SE Freising beim BCF Wolfratshausen. Und es war in der Tat eine reife Leistung: nach der Führung durch Andreas Ertlmeier (29.) gab es zwar noch ein paar Schrecksekunden, richtig bange musste es den mitgereisten Anhängern aber nicht werden.

Das Spielgeschehen spiegelte sich auch im Verhalten der beiden Trainer. Auf der einen Seite Günther Leipold, stets beherrscht und ruhig - auf der anderen der notorische Grantler Tom Sitter, der von Minute zu Minute unleidiger wurde.

Die Anfangsphase überstanden die Freisinger schadlos, obwohl die Hausherren gleich zu Beginn gefährlich wurden. Nach Flanke von Werner Schuhmann verpassten drei Wolfratshausener Angreifer (9.), eine Minute später klärte Ilker Yildiz in letzter Sekunde gegen Andreas Staufner. Nach 16 Minuten traf Stefan Müller mit einem Drehschuss den Pfosten, es sollte für lange Zeit das letzte Ausrufezeichen der Platzherren sein.

Dass man dem Gegner zunächst Chancen gewährte, lag für SEF-Trainer Günther Leipold an Problemen beim eigenen Spielaufbau. "Wir haben frühzeitig mit langen Bällen agiert, die kamen oft postwendend zurück," analysierte er. Auch Wolfratshausen setzte dann auf lange Bälle, und dabei offenbarten seine Schützlinge Schwächen. Außerdem hatte Andreas Wiesheu Probleme auf seiner linken Abwehrseite. Doch mit zunehmender Spieldauer sortierten sich die Schwarz-Gelben. Und wie aus heiterem Himmel gingen sie in Führung. Dabei hatte Ertlmeier das Glück auf seiner Seite, sein abgefälschter Schuss senkte sich über Torwart Markus Kresta ins Netz. Danach kontrollierten die Gäste das Geschehen weitgehend, auch wenn sie sich selbst kaum Torchancen erspielten. Was aber nicht an Solo-Angreifer Michael Klier lag. Denn der verdiente sich ein Fleißkärtchen, arbeitete viel, erkämpfte und behauptete Bälle. Und er lieferte die Vorlage zum 0:2, dem ein Blackout von BCF-Verteidiger Ludwig Staufner vorausging. Der spielte Klier den Ball direkt in die Beine, der schickte Andreas Gerauer alleine Richtung Tor. Und der ansonsten unauffällige Ex-Landshuter überwand Kresta mit einem Zwitter aus Schuss und Heber (58.).

Das ganz große Anrennen der Wolfratshausener blieb aus, wenn es dennoch mal eng wurde, erwies sich SEF-Torhüter Andreas Sczudlek wieder einmal als souveräner Rückhalt. Mit guten Paraden hielt er zum ersten Mal in dieser Spielzeit seinen Kasten sauber.

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