SEF ergibt sich ohne Gegenwehr

- Als "Die Macht im Allgäu" bezeichnet sich der FC Memmingen selbst, und im Heimspiel gegen den SE Freising waren sie streckenweise auch eine. Zu mächtig in jedem Fall für die Freisinger, denn die sahen bei der 0:3-Niederlage wenig Land.Die Summerer-Schützlinge hatten sich noch nicht einmal dem gegnerischen Tor genähert, da stand es schon 2:0 für den Gastgeber.

Die Platzherren waren auch in allen Belangen überlegen: Bissiger, aggressiver, näher am Mann. Kaum einmal über mehr als drei Stationen konnten die Schwarz-Gelben das Spielgerät in den eigenen Reihen halten. Bei den Memmingern hingegen lief der Ball trotz schwieriger Platzverhältnisse höchst ansehnlich.


Yavuz Ak als einzige Spitze stand beim SE Freising auf verlorenem Posten, während die Allgäuer mit drei Spitzen wirbelten. Einen einzigen Torschuss hatten die Gäste in der ganzen Partie zu verzeichnen, und der datierte aus der 67. Spielminute. Nach Flanke von Sascha Böhm köpfte Ak im Flug knapp am gegnerischen Kasten vorbei.

Im Freisinger Gehäuse stand zum dritten Mal in dieser Spielzeit Mario Sinicki anstelle von Andi Sczudlek. Der junge Keeper hatte sich im Abschlusstraining einen Bluterguss geholt, somit ergab sich die Chance für den Routinier. Seinen letzten Einsatz hatte Sinicki beim 1:5 in Burghausen gehabt, und wie damals wurde er wieder kalt erwischt. Nach fünf Minuten war Goalgetter Gerd Hebel dann Klaus Kapfenberger entwischt und überwand auch Sinicki. Beim Versuch noch zu klären, beförderte Stefan Scheikl das Leder endgültig über die Linie.

Wenig später führten die Platzherren einen Eckball kurz aus, die Flanke-Schuss-Mixtur von Herbert Veit senkte sich hinter dem schlecht postierten Sinicki ins Netz. 2:0 nach neun Minuten, und es hätte bis zur Pause noch schlimmer kommen. Drei Mal tauchten FC-Angreifer alleine vor Freisings Keeper auf, doch der konnte sich nun auszeichnen. Bei einem Kopfball von Hebel wäre er allerdings chancenlos gewesen, der Pfosten rettete. "Ihr seid die schlechteste Mannschaft, die bisher hier war", das hatte ein Memminger Fan SEF-Coach Summerer mit auf den Weg in die Kabine gegeben.

Der Trainer gab das Anti-Kompliment gleich an seine Spieler weiter, wollte diese damit an der Ehre packen. Und tatsächlich, es wurde etwas besser. Die Freisinger störten nun früher, ließen den FCM nicht mehr ganz so zur Entfaltung kommen wie vor dem Pausentee. Die Gastgeber mussten wohl auch ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Torszenen waren Mangelware im zweiten Durchgang, bis die "Allgäuer Macht" in der 80. Minute wieder zum Toreschießen eingeladen wurde. Kerim Cetinkaya, diesmal für Andi Apold im Mittelfeld aufgeboten, überreichte den Ball an Robert Manz, der legte Christian Braun das 3:0 auf. Die Vorrunde ging für den SEF also so zu Ende wie sie begonnen hatte, mit einer Niederlage. Doch wenigstens gelang es in der zweiten Halbzeit, diese einigermaßen erträglich zu halten, wonach es nach den ersten 45 Minuten nicht ausgesehen hatte

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