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Ernüchterung pur: VfB Hallbergmoos verliert Toto-Pokal-Quali-Spiel gegen Ismaning

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Von: Nico Bauer

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Fabian Diranko (vorne) wird von einem Ismaninger gefoult. Die Hallbergmooser Spieler reklamieren.
Unsanft gestoppt: Die Fußballer des VfB Hallbergmoos – hier mit Fabian Diranko (vorne) – sind am Samstagnachmittag gegen den FC Ismaning in allen Belangen unter ihren Möglichkeiten geblieben. © Dieter Michalek

Die Fußballer des VfB Hallbergmoos zogen nach einer schwachen Leistung gegen den FC Ismaning mit 0:1 den Kürzeren. Ein Ex-Freisinger erzielte das Tor des Tages.

Hallbergmoos – Die Vorfreude war groß, die Ernüchterung am Ende riesig. Eine Woche vor dem Saisonauftakt in der Fußball-Bayernliga wollte sich der VfB Hallbergmoos für den bayerischen Toto-Pokal qualifizieren, doch das ging gründlich schief: Gegen den FC Ismaning gab es eine 0:1 (0:1)-Niederlage, die deutlicher hätte ausfallen müssen.

Wie erwartet, brachten beide Trainer nach zahlreichen Testspielen ihre Ernstfall-Aufstellungen auf den Platz und zeigten damit, dass ihnen der Wettbewerb viel wert ist. Der VfB hatte nach einer ordentlichen Vorbereitung reichlich PS in der Startelf, brachte die aber nicht auf den Platz. Gefühlt hatte das Team in den gesamten 90 Minuten keine Torchance aus dem Spiel heraus. Die Gastgeber waren nur bei zwei Freistößen in der ersten Hälfte und der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit einigermaßen gefährlich – und das war es dann schon. Dem VfB-Spiel fehlte es über weite Strecken an Präzision und Ideen, sodass Mittelstürmer Fabian Diranko in der Luft hing. Ismanings Abwehr stand solide und bot keine Fehler an – das reichte für den Sieg.

Daniel Gaedke wird zum Matchwinner für den FC Ismaning

Dabei war der etablierte Bayernligist Ismaning keineswegs die Übermannschaft, die für den Aufsteiger zwei Nummern zu groß war. Auch von den Gästen gab es nicht das große Offensivfeuerwerk, aber der FCI strahlte permanent Gefahr aus. Dies lag auch an der körperlichen Wucht des früheren Freisingers Daniel Gaedke, der als Mittelstürmer in der Startelf stand und jedem Ball nachsetzte. Der Offensivfußballer zeigte durchaus, warum ihn der Bayernligist für die neue Saison vom SE Freising geholt hat.

Gaedke steht für den klassischen Brecher im Sturm – doch er kann auch anders: In der 36. Minute packte er einen feinen Schlenzer von der Strafraumgrenze aus, der Ball landete butterweich im langen Eck. Allerdings hatten die Hallberger nicht wenig Mitschuld, weil Gaedke erschreckend viel Platz und Zeit hatte, um das Tor des Tages zu erzielen.

„Das war schwer anzuschauen, auch für den Trainer.“

Mit zunehmender Spieldauer erhöhten die Gastgeber das Risiko, wirklich besser wurde es aber nicht. In der Schlussphase bekamen die Ismaninger riesige Konterchancen, die sie leichtfertig liegen ließen, und sahen dann noch Rot für eine Notbremse. Das Spiel lebte aber auch bei VfB-Überzahl von der Spannung durch das enge Ergebnis und nicht von Hallbergmooser Torszenen.

„Das war schon sehr ernüchternd“, sagte VfB-Trainer Gedi Sugzda, „weil wir aus dem Spiel heraus keinen Torschuss hatten und ich Ismaning in der Bayernliga nicht zu den Favoriten zähle.“ Zudem habe er viele Fehler gesehen: „Das war schwer anzuschauen, auch für den Trainer. Wir sind in allen Belangen unter unseren Möglichkeiten geblieben. Wenn es spielerisch nicht läuft, muss man kämpfen. Und wenn das auch nicht da ist, braucht es Zusammenhalt.“

VfB Hallbergmoos – FC Ismaning 0:1 (0:1)

Aufstellung: Kozel (63. Dinkel) – Mömkes (73. F. Schrödl), Hammerl, Beierkuhnlein – Edlböck (66. Krause), Kostorz, Giglberger, Petschner, Mühlrath (66. Opitz) – Gasteiger (73. Zeisl), Diranko.
Tor: 0:1 Gaedke (36.).
Gelbe Karten: Kostorz, Beierkuhnlein, Edlböck, Petschner.
Rote Karte: Neuber (90+2./ Notbremse).
Schiedsrichter: Kevin Kassel.
Zuschauer: 200.

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