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Erst siegen, dann spekulieren: VfB Hallbergmoos darf sich beim Letzten keinen Punktverlust erlauben

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Von: Nico Bauer

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Spielertrainer Matthias Strohmaier links im Kopfballduell.
Kämpfernatur: Auch wenn’s hier und da zwickt, wird Spielertrainer Matthias Strohmaier (l.) zusammen mit Christoph Mömkes das Abwehrzentrum bilden. © Christian Riedel

Ein Sieg ist Pflicht: Der VfB Hallbergmoos muss am Samstag beim TSV Schwabmünchen gewinnen und hofft zeitgleich auf möglichst viele Patzer der Konkurrenz.

Hallbergmoos – Die Zeit der Entscheidungen ist angebrochen für die Bayernliga-Fußballer des VfB Hallbergmoos. Am Samstag (14 Uhr) müssen sie zwingend bei Schlusslicht TSV Schwabmünchen gewinnen und könnten damit zumindest die Abstiegsrelegation fix machen. Ob sich im Saisonfinale noch eine Tür in Richtung direkter Klassenerhalt öffnet, hat der Aufsteiger nicht selbst in der Hand.

„Wir gehen einfach Schritt für Schritt“, sagt Trainer Matthias Strohmaier. Er betont, dass es sich die Mannschaft in den vergangenen Wochen erarbeitet hat, dass sie mit dem TSV Wasserburg und dem TSV 1865 Dachau aktuell zwei Konkurrenten um die Relegationsränge hinter sich hat. Wenn das Team beim längst abgestiegenen Letzten TSV Schwabmünchen gewinnt, dann stehen die Chancen gut, die direkte Abstiegsgefahr zu bannen. Dachau darf dafür in Deisenhofen nicht punkten und Wasserburg in Donaustauf nicht gewinnen. Einer dieser Fälle müsste eintreten, damit die Teilnahme an der Relegation gesichert ist. Speziell ein Sieg der Wasserburger wäre eine Sensation, weil Donaustauf für die Aufstiegsrelegation zur Regionalliga dreifach punkten muss. „Wir schauen weiter nur auf uns selbst“, sagt Strohmaier. Er weiß um den immensen Druck, gewinnen zu müssen.

Schlechte Erinnerungen ans Spiel in der Hinrunde

Schwabmünchen hat mittlerweile zehn Partien in Serie verloren und nach der Winterpause nur einen Zähler in zwölf Begegnungen geholt. Aber Achtung! Schwabmünchens letzter Sieg war am 15. Oktober ein 2:0 beim VfB Hallbergmoos. „Die sind nicht so schlecht wie zwei Punkte in der Rückrunde vermuten lassen“, betont VfB-Coach Strohmaier. Der Gegner habe etliche gute Einzelspieler und sei vor der Saison auch nicht ansatzweise ein Kandidat für den Abstieg gewesen.

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Trotzdem: Ein Dreier muss her – und der verletzungsbedingte Ausfall des zuletzt überragenden Andreas Giglberger darf auch nur eine Randnotiz sein. Spielertrainer Matthias Strohmaier zwickt es nach seiner langen Verletzungspause an der einen oder anderen Stelle, aber er ist ein Kämpfer und bildet nun mit Christoph Mömkes das Abwehrzentrum. Und dass man am Saisonende unter Druck stehe, sei ebenfalls nichts Neues: „Diesen Druck haben wir doch in jedem Spiel, seit ich hier nach der Winterpause angefangen habe. Der einzige Unterschied ist, dass wir jetzt richtig viel Selbstvertrauen haben.“ Mit zehn Punkten aus den jüngsten vier Begegnungen haben die Hallbergmooser Fußballer derzeit das Momentum auf ihrer Seite. Der einzige Schönheitsfehler ist, dass man sich angesichts von vergebenen Torchancen zu wenig für gute Spielphasen belohnt.

Klappt sogar noch der direkte Klassenerhalt?

Sofern die Relegation gesichert ist, würde der VfB bei Gelegenheit noch den direkten Klassenerhalt ins Auge fassen. Der TSV Kottern und Türkspor Augsburg auf den ersten Nichtabstiegsplätzen sind aktuell fünf Punkte entfernt. Türkspor hat am Wochenende spielfrei – und sollte Kottern in Ismaning verlieren, gäbe es einige richtig spannende Fernduelle ums rettende Ufer.

Mögliche Aufstellung:
VfB: Dinkel – Petschner, Strohmaier, Mömkes, Schmit (Mühlrath) – Kostorz, Beetz, Werner, Sahin – Aygün, Diranko.

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