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Vor einem Jahr war Anselm Küchle (r.) noch Co-Trainer unter Mario Mutzbauer (l.). Jetzt coacht er den VfB für drei Spiele.

Nach dem Rücktritt von Michael Schütz

„Es werden nur drei Spiele“ - Küchle  nur bis zum Winter VfB-Trainer

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Paukenschlag beim VfB Hallbergmoos. Trainer Michael Schütz tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Für die nächsten drei Spiele übernimmt Anselm Küchel. 

Am Dienstagabend gab der Verein bei Facebook bekannt, dass Trainer Michael Schütz mit sofortiger Wirkung beim Landesligisten zurückgetreten ist. Ab sofort übernimmt Anselm Küchle. Er war vergangene Saison unter Mario Mutzbauer Co-Trainer der Mannschaft. Da er aufgrund seines Berufes kaum Zeit für das Amt aufbringen konnte, trat Küchle zusammen mit Mario Mutzbauer Ende Mai zurück. 

Jetzt ist der Stürmer auf einmal wieder ein Thema in Hallbergmoos. Als Interimslösung hilft der momentan schwer am Knie verletzte Küchle seinem ehemaligen Verein bis zur Winterpause. „Ich werde die Mannschaft für die letzten drei Spiele in dieser Saison übernehmen“, so der 26-Jährige auf Rückfrage von Fussball Vorort, „aber es werden nur die drei Spiele, da sich an meiner beruflichen Situation nichts verändert hat.“ 

Küchle besitzt die Trainer-A-Lizenz und kennt größtenteils die Mannschaft aus der vergangenen Saison. Deshalb sei er der „logische Ansprechpartner in dieser Situation“ gewesen. Mit der Verpflichtung Küchles hat sich der VfB vorerst Zeit verschafft und kann jetzt in aller Ruhe einen neuen Trainer suchen, der die Mannschaft im neuen Jahr übernehmen wird.

Dem VfB fehlt die „Konstanz“

Der VfB trifft vor der Winterpause auf den TSV Bogen, den Spitzenreiter Wasserburg und die Eintracht aus Karlsfeld. „Wir wollen einen gelungenen Jahresabschluss feiern“, so Küchel, „wir wollen die Art und Weise unseres Spiels verbessern.“ Welche Hebel will der Interimstrainer ansetzten? Die Probleme des VfB Hallbergmoos in dieser Saison beschreibt der neue Coach so:„Wie in der vergangenen Saison ist es ein Wellenbad der Gefühle. Wir haben keine Konstanz in unseren Leistungen.“  

Viel Zeit, um gravierende Änderungen vorzunehmen, hat Küchle nicht. „Ich habe nur sechs Trainingseinheiten mit der Mannschaft“, sagt der 26-Jährige. Vor dem Spiel gegen Bogen geht es vor allem darum, die Mannschaft kennen zulernen, da auch seit seinem Abgang im Mai neue Spieler zum Team dazugestoßen sind. „Die Spieler sollen genau wissen, welche Aufgabe sie auf dem Feld haben“, verrät Küchle, „aber wir werden jetzt sicherlich nicht Tiki-Taka spielen“ Er will ein bis zwei Dinge verändern. Ins Detail wollte er vor seinem Debüt am Freitagabend aber nicht gehen. 

So geht es Küchle seit seiner Verletzung

Am liebsten würde er selbst auf dem Feld mit seinen alten Kollegen um Punkte kämpfen, aber Küchle hat sich in der Vorbereitung eine schwere Knieverletzung zugezogen. Die bittere Diagnose: Knorpelschaden und einen Riss des Innenmeniskus zu. 

„Es ist alles im Plan. Es ist halt ein langer Weg und im Moment absolviere ich viel Reha“, sagt der 26-Jährige. Ob Küchle wieder die Fußballschuhe anzieht oder sie an den Nagel hängt, ist nicht final entschieden: „Ich werde sicherlich zehn bis zwölf Monate pausieren müssen und dann schauen wir weiter, wenn es soweit ist.“  

Darum trat Schütz zurück

Inzwischen hat sich auch sein Vorgänger Michi Schütz zu Wort gemeldet und über den Abgang vom VfB Hallbergmoos gesprochen: „Es ist nicht so gelaufen, wie wir alle uns das vorgestellt haben“, sagt der 48-Jährige über seinen Rücktritt. 

Mit 28 Punkten steht der VfB auf dem achten Tabellenplatz in der Landesliga Südost. Als Zielsetzung gab der Verein aus, um den Aufstieg mitzuspielen. Diese hohen Erwartungen konnten nicht erfüllt werden. „Ich musste jeden einzelnen Spieler immer wieder neu motivieren“ so der ehemalige Trainer weiter, „das ist irgendwie nicht meine Welt. Daher bin ich zur Überzeugung gekommen, dass ich in Hallbergmoos fehl am Platz bin.“ 

Text: Markus Altmann

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