Für die neue Halle weichen müssten zwei Tennisplätze und ein Teil eines selten genutzten Parkplatzes.
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Für die neue Halle weichen müssten zwei Tennisplätze und ein Teil eines selten genutzten Parkplatzes.

FCA bekommt für die Pläne zahlreiche Unterstützungen

FC Ampertal Unterbruck: A-Klassist kommt neuer Halle immer näher

  • vonNico Bauer
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Die Pläne des FC Ampertal Unterbruck bezüglich der neuen Halle schreiten voran. Der A-Klassist bekommt Unterstützung vom Gemeinderat und vom Bürgermeister Heinrich Stadlbauer.

Fahrenzhausen – Der FCA Unterbruck holt aus zum ganz großen Wurf und bekommt breite Unterstützung vom Gemeinderat. Das kommunale Entscheidungsgremium stimmte den Plänen des Vereins zu, auf dem Sportgelände eine Halle zu bauen.

Der FCA Unterbruck macht sich schon seit längerem Gedanken über eine Halle auf dem Sportgelände, weil der Verein in den Wintermonaten in die Nachbargemeinden umziehen musste. Das reichte vom Hallentraining der Fußballer bis zu den Tennisstunden der verschiedenen Mannschaften. Außerdem machte die Vorstandschaft deutlich, dass der Verein mit einer eigenen Halle neue Abteilungen mit bisher noch nicht angebotenen Sportarten gründen könne.

Neue Halle: Eine ganze Liste an Vorteilen

Der FCA Unterbruck legte dem Gemeinderat eine Zeichnung vor, bei der vor dem Haupteingang des Sportheims zwei Tennisplätze und ein Teil eines selten genutzten Parkplatzes für die Halle weichen sollen. Als Vorteile werden in dem Antrag mehrere Argumente aufgeführt. Der Grund ist bereits in Gemeindebesitz und die Infrastruktur des Vereinsheims könne mitgenutzt werden. Der FCA Unterbruck argumentiert damit, dass der Verein als Bauherr auftreten könne und damit Zuschüsse des Bayerischen Landessport-Verbandes (BLSV) kommen könnten. Somit wäre der Bau für die Gemeinde günstiger und würde das mit dem Rathaus-Neubau beschäftigte Bauamt nicht binden.

Der FCA blickt auf den in den nächsten Jahren anstehenden Neubau der mehr als 40 Jahre alten Schulturnhalle. Während der Bauzeit könne der Schulsport dann in die FCA-Halle verlagert werden.

Erste Rechenspiele in der Sitzung

In der Sitzung wurde auch schon etwas gerechnet. Bürgermeister Heinrich Stadlbauer mahnte, dass die gemeindliche Beteiligung unter 50 Prozent der Kosten liegen müssen, damit der Verein nicht an das öffentliche Vergaberecht gebunden ist. „Das ist machbar“, sagte Gemeinderat Christian Kislinger (Schatzmeister des FCA). 20 Prozent Zuschuss und zehn Prozent zinsloses Darlehen winken beim BLSV. Er verweist auch darauf, dass der Verein die jüngsten Baumaßnahmen wie die neue Flutlichtanlage finanziell abgeschlossen habe: „Alles ist abbezahlt und wir können einen adäquaten Anteil der Halle selbst stemmen.“ Eine Halle soll mindestens zwei Millionen Euro kosten.

Bürgermeister sieht Bedarf als gegeben

Mit Spannung wurde die Reaktion von Bürgermeister Heinrich Stadlbauer erwartet, der in der Vergangenheit nicht sonderlich begeistert von dem Antrag gewesen sein soll. In der Sitzung unterstützte er den Verein: „Der Bedarf ist da. Wir begrüßen den Vorschlag.“ Stadlbauer bekam auch von der Schule die Rückmeldung, dass mit mehreren vierzügigen Jahrgangsstufen der Hallenbedarf für den Schulsport zunehmen werde.

Drei wollten AG durchsetzen

In der lebhaften Debatte des Gemeinderats gab es aber noch einen Gegenantrag von Evi Stocker und Renate Selmeier, die beide der Bürgerliste von Stadlbauer angehören. Sie wollten eine Hallenabstimmung verhindern und eine Arbeitsgruppe einsetzen, die den Bedarf von zwei Hallen eruiert. Die beiden Damen und der Bürgermeister verloren die Abstimmung aber klar mit 3:16 Stimmen. 2. Bürgermeister Andreas Karl sagte, man solle den FCA jetzt einmal machen lassen.

Genau so kam es dann auch. Der Gemeinderat gab für den Verein grünes Licht, nun ein konkretes Konzept mit dem bestehenden Bedarf, der Größe und einer Kostenschätzung erarbeiten zu dürfen. Bereits diese Woche will der Vereinsausschuss die Maschinerie anwerfen. Der FCA Unterbruck will auf dem Weg zu seinem vielleicht größten Traum nun keine Zeit mehr verlieren.

(Nico Bauer)

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