Flügellahme Offensive

- SEF würgt sich gegen Rosenheim zu einem 1:1-Unentschieden

Freising (ar) - Durch das erste Saisontor von Volker Lippcke kam der SE Freising zu Hause zu einem 1:1-Unentschieden gegen den TSV 1860 Rosenheim. Was beide Mannschaften dabei den Zu-schauern boten, war wahrlich kein Augenschmaus. Viel Mittelfeld- Getümmel, kaum Torszenen und wenig durchdachte Spielzüge.

Vier Punkte wollte SEF-Coach Sepp Summerer aus den Heimspielen Gegen Rosenheim und Gendorf holen. Die Möglichkeit besteht zwar weiterhin, doch dazu wird eine Steigerung seiner Truppe nötig sein. "Wir haben zu lange gebraucht, um die Bälle in die Spitze zu spielen," kritisierte Summerer. Zudem sei das eigene Spiel zu sehr durch die Mitte angelegt gewesen. Damit traf er den Nagel auf den Kopf, denn vor allem über die Außenpositionen kam gar nichts. Dabei hatte der Übungsleiter schon vor Wochen mehr Aktivität von seinen Flügelleuten, diesmal Sascha Böhm und Christian Rott, gefordert. Die erste verwertbare Flanke gab es erst in der 76. Minute, und die führte prompt zum Ausgleich. Der eingewechselte Andreas Apold erkämpfte sich auf links den Ball und fand in der Mitte Volker Lippcke. Der Angreifer, ebenfalls von der Bank gekommen, überwand aus zehn Metern seinen Ex-Teamkollegen aus Markt Schwaben Max Urwanschky, und durfte sich über sein erstes Erfolgserlebnis freuen. Mit den Einwechslungen von Lippcke zur Pause sowie Apold und Thomas Zellermeyr nach 66 Minuten kam etwas mehr frischer Wind ins Freisinger Team. Zellermeyr hatte nach 73 Minuten die erste Torgelegenheit nach der Pause. Nach Pass von Klaus Kapfenberger legte er das Leder am TSV-Keeper vorbei, strauchelte aber auf dem Weg zum Tor. "Die Auswechslungen haben uns gut getan, danach waren wir etwas druckvoller," so Summerer.

Von Druck war in der ersten Halbzeit keine Rede, zu zaghaft waren die Freisinger Angriffsbemühungen. Zweimal war Torwart Urwanschky schneller am Ball als Toni Kopp, zweimal verfehlte Rainer Hörmansperger per Kopf das Gehäuse der Gäste. Und was war mit den Gästen aus dem Voralpenland, die mit dem Ex-Freisinger Adamosky angetreten waren? Die näherten sich zum ersten Mal in der 44. Minute dem SEF-Tor. Ein Kopfball wurde zu hoch angesetzt, Absender war Gregor Jell. Der schien auf den Geschmack gekommen zu sein. Eine Minute später war er wieder mit dem Kopf zur Stelle und erzielte das überraschende 0:1. Eine kalte Dusche für die Schwarz-Gelben kurz vor dem Pausenpfiff, und es folgte ein Donnerwetter in der Kabine. "Ich habe versucht, die Mannschaft wachzurütteln," erklärte Summerer den Zweck seiner Pausenansprache. Diese zeigte dann allerdings erst verzögert Wirkung, denn bis zum Ausgleich dümpelte die Partie auf niederigstem Niveau dahin.

Auch interessant

Kommentare