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Sie würden spielen, wenn sie dürfen: Fabian Diranko (r.) und die Hallbergmooser Fußballer bitten am Freitag den SE Freising zum Ligapokal-Derby.

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Landkreis-Fußball: Bange Blicke auf die Corona-Ampel

  • vonNico Bauer
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Bei einer Inzidenz über 100 – die hat der Kreis Freising am Dienstag übertroffen – sind nur noch 50 Zuschauer erlaubt. Das Pokalderby soll trotzdem stattfinden.

Hallbergmoos/Freising – Die Spiele sollen weitergehen. Die Fußballmannschaften des VfB Hallbergmoos und des SE Freising haben sich darauf verständigt, das Duell der Landkreis-Landesligisten im Ligapokal-Wettbewerb austragen zu wollen. Losgehen soll es am Freitag (19.30 Uhr) in Hallbergmoos – auch wenn nur 50 Zuschauer ins Stadion dürfen. Ob diese und andere Partien am kommenden Wochenende stattfinden, hängt allerdings noch von möglichen Verordnungen seitens der bayerischen Landespolitik ab.

Anselm Küchle: „Wir Novizen der Virologie können nichts anderes tun, als alle Regeln maximal umzusetzen und einzuhalten.“

Zuletzt lag die Zahl der Corona-Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage im Landkreis bei knapp unter 100 Personen auf 100 000 Einwohner. Am Dienstag wurde diese Inzidenz-Marke allerdings gerissen – 108,1. Das bedeutet für die Fußballvereine, dass sich die Zahl der zugelassenen Zuschauer von 200 auf 50 verringern würde. Nicht mit inbegriffen sind Spieler, Trainer und Funktionspersonal.

Anselm Küchle rechnet ohnehin nicht mit vielen Zuschauern

Der Sportliche Leiter des VfB Hallbergmoos, Anselm Küchle, bestätigte dem Freisinger Tagblatt am Dienstag, dass man auch vor maximal 50 Besuchern antreten würde. Bei der Partie im weniger bedeutsamen Ligapokal erwartet er angesichts der nicht gerade einladenden Wetterprognosen sowie der Corona-Ängste in der Bevölkerung ohnehin nicht viele Leute im Stadion. Sollte man aufgrund der Beschränkung Stammgäste nicht ins Stadion lassen dürfen, sieht Küchle keine Probleme: „Die Leute haben in dieser Situation Verständnis – und wir Novizen der Virologie können nichts anderes tun, als alle Regeln maximal umzusetzen und einzuhalten.“

„Wir würden spielen, wenn wir am Freitag dürfen“, sagt Küchle. Er ist sich dessen bewusst, dass sich in Corona-Zeiten die Rahmenbedingungen täglich ändern können. Sollte es neue Verordnungen von der Bundesrepublik Deutschland, dem Freistaat Bayern, dem Landkreis Freising oder der Gemeinde Hallbergmoos geben, könnte das Derby von außen noch abgesagt werden. Es könne jederzeit etwas dazwischenkommen.

VfB-Funktionär hegt düstere Befürchtungen

Mittelfristig befürchtet der Funktionär des VfB Hallbergmoos weiter steigende Corona-Zahlen und Folgen für den Fußball, der nach dem Ligapokalspiel gegen Freising womöglich in die Winterpause gehen könnte. „In der Landesliga Südost haben alle Mannschaften schon viele Spiele absolviert“, sagt Küchle, für den eine Fortsetzung der Liga im Frühling kein Problem wäre. Außerdem habe der Ligapokal eine eher nachrangige Bedeutung.

„Ich beneide den Verband nicht um die Entscheidungen, die man treffen muss“, meint der Sportliche Leiter des VfB Hallbergmoos. Für ihn sei es die richtige Entscheidung gewesen, nach dem Lockdown die Saison fortzusetzen: „Andere Landesverbände haben ihre Runde abgebrochen – und nun haben sie zwei kaputte Spielzeiten.“

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