Spielszene mit Benedict Geuenich rechts.
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Nur in Hälfte eins mit Chancen: Benedict Geuenich (r.) und seine Freisinger Kollegen standen am Ende in Ampfing mit leeren Händen da.

Landesliga: SEF nach dem Seitenwechsel viel zu harmlos

Freisings Pleite in Ampfing: Die Hoffnung hielt nur 45 Minuten

  • VonMatthias Spanrad
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Seine fünfte Saison-Niederlage musste der SE Freising am Freitag hinnehmen. Beim 0:2 (0:0) in Ampfing hielten die Lerchenfelder nur in der ersten Hälfte mit.

Freising - Trainer Alex Plabst hatte im Vorfeld ja gewarnt: Ampfing sei viel besser, als es die momentane Tabellensituation vermuten lasse, viel werde seine Truppe im Inntal nicht zu melden haben. Schlussendlich blieb es auch bei dieser These. Und doch gaben die Gäste aus der Domstadt ihren mitgereisten Anhängern zumindest in den ersten 45 Minuten die Hoffnung, dass zumindest ein Pünktchen herausspringen könnte.

Ersatzgeschwächt – unter anderem fehlte Goalgetter Andi Hohlenburger wegen Urlaubs – waren die Eintracht-Mannen nach Ampfing gereist und boten dem Favoriten zunächst dennoch Paroli. Es war insgesamt kein berauschender Auftritt, den beide Teams aufs Geläuf brachten, viel spielte sich im Mittelfeld ab. Beide Teams, so nennt man es im Fußballjargon, neutralisierten sich weitestgehend. Zahlreiche Fehlpässe und ungenaue Aktionen prägten das Bild. Jedoch: Die Hoffnung auf zumindest ein Unentschieden blieb.

In Halbzeit eins ließ man den TSV selten hinter die Defensiv-Ketter kommen

„In der ersten Halbzeit haben wir das taktisch sehr gut gelöst, hier bin ich mit der Leistung zufrieden“, analysierte Plabst. Freising hatte Ampfing weitestgehend im Griff, stand defensiv sicher, man ließ den TSV selten hinter die Kette kommen. Und: Der SEF hatte sogar die Chance zur Führung – nach etwa zehn Minuten: Andi Manhart lief allein auf Ampfings Keeper Domen Bozjak zu, sein Schuss verfehlte das Ziel aber knapp. Insgesamt war dem Freisinger Spiel anzumerken, dass in der Offensive Akteure wie Hohlenburger und Domagoij Tiric, beide stetige Unruheherde, fehlten.

Kurz nach dem Seitenwechsel dann der Rückschlag: Einen strammen Ampfinger Schuss konnte SEF-Torsteher Patrick Negele gerade noch abwehren, die nachfolgende Ecke führte dann aber zum 0:1. Die Eintracht schaffte es im Kollektiv nicht, die Situation ausreichend zu klären, Birol Karatepe war zur Stelle und nickte zur Führung ein (48.).

Offensiv konnten die Plabst-Mannen nach dem Seitenwechsel keine Gefahr mehr versprühen

Das saß, und in der Folge kamen die Gäste überhaupt nicht mehr rein in die Partie. Spielten die Lerchenfelder während der ersten 45 Minuten noch anständig mit, fehlte nun vieles. Offensiv konnten die Plabst-Mannen keine Gefahr mehr versprühen. Darüber hinaus häuften sich in der Defensive die Fehler. Einer davon sorgte schließlich für die Vorentscheidung: Während mehrere SEF-Verteidiger patzten und das Leder nicht aus der Gefahrenzone brachten, stand Goran Divkovic goldrichtig und zog zum 2:0-Endstand ab (65.). In der Folge war Ampfing dem dritten Treffer näher.

Hinterher wollte Trainer Alex Plabst nichts schönreden. Fleißig sei seine Mannschaft gewesen und habe sich, gerade mit dem fast schon letzten Aufgebot, bemüht. „Wir konnten aber keine Torgefahr ausstrahlen und haben zu viel Fehler gemacht.“ Gute Nachricht: Zum Heimspiel am Freitag gegen Holzkirchen kehrt wenigstens Hohlenburger wieder zurück.

Matthias Spanrad

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