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Zweikampfstarke Vorstellung: Die Paunzhausener Kicker – hier mit Michael Geyer beim Kopfball – entführten die drei Punkte aus Zolling.

Kreisklassen 3 und 4 kompakt

FVgg Gammelsdorf verspielt Führung im Derby - Spitzenduo marschiert 

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Landkreis – Vötting und Nandlstadt setzen sich ab, Au lässt zu Hause gegen den SC Freising Federn. Mauern verlässt die Relegationsränge.

VON ANTON HIRSCHFELD

Kreisklasse 3 

FC Neufahrn – TSV Nandlstadt 0:2 (0:2)

„Eigentlich sind wir gut in die Partie reingekommen“, berichtet Neufahrns Trainer Willi Kalichman. In den ersten zehn Minuten war sein Team auf Augenhöhe mit dem Favoriten aus Nandlstadt. Doch binnen sieben Minuten zerstörte man sich sämtliche Pläne für das Spiel selbst: Zwei individuelle Fehler, so sagt Kalichman, führten zu zwei Treffern für die eiskalten Gäste. Erst erzielte Tobias Schulz die Führung (10.), dann legte Alexander Feichtmeier nach (17.). „Wir haben uns kurz geschüttelt und gut weitergemacht“, war Kalichman nicht unzufrieden mit dem weiteren Verlauf der Partie. Gute Möglichkeiten durch Yakhya Diop oder Maximilian Rudzki blieben aber ungenutzt. „Die Moral war da, im Endeffekt war der Sieg für Nandlstadt allerdings auch nicht unverdient. Hätten wir das 1:2 vor der Pause gemacht, wäre sicherlich mehr dringewesen“, bilanzierte der Neufahrner Coach.

SV Marzling – Vatanspor Freising 0:0

Keine Tore in Marzling! „Es war das erwartet schwere Spiel“, erklärte SVM-Coach Thomas Zellermeyr nach der Partie. „Vatanspor ist eine richtig gute Mannschaft.“ Das Match sei zu jeder Zeit offen gewesen – Torchancen gab es auf beiden Seiten allerdings kaum. Beide Abwehrreihen standen sehr sicher und ließen nur wenig zu. Selbst dann, als Vatanspor kurz nacheinander zwei Mal Gelb-Rot bekam, konnte Marzling aus der Überzahl keinen Profit schlagen. „Freising hat das dann gut verteidigt“, sagte Zellermeyr. „Vielleicht hätten wir es besser ausspielen und den Weg mehr über die Außenbahnen suchen müssen.“ Vatanspor brachte das Unentschieden dann jedoch über die Zeit. „Das muss man dann auch akzeptieren“, erklärte Zellermeyr.

TSV Au – SC Freising 1:1 (0:1)

Der TSV Au hat den Anschluss an die Spitzengruppe vorerst verloren. Gegen Kellerkind SC Freising gab es nur ein 1:1 – und das sei absolut gerechtfertigt gewesen, erklärte Sportclub-Coach Sezgin Gül. „Der Kampfgeist meiner Mannschaft war da“, sagte er. Man war in den Zweikämpfen präsent, stellte den TSV Au so vor Probleme. Ein optisches Übergewicht hatte aber keines der beiden Teams. Das 0:1 nach sechs Minuten durch Ruben Kollmannsberger spielte dem SCF zwar in die Karten – kurz nach Wiederanpfiff war es aber Alexander Schwarz (54.), der die Uhren auf Null stellte. Damit stand der Endstand fest – „daran hätte sich auch nichts geändert, wenn wir noch eine Stunde gespielt hätten“, sagte Gül. „Für uns war das ein Schritt nach vorne.“

SpVgg Mauern – SG Eichenfeld-Freising 7:1 (3:0)

„Ich sehe das ganz realistisch“, erklärte Mauerns Trainer Andi Maier nach der Partie. „Das war ein Pflichtsieg.“ Schon in Durchgang eins legten die Hausherren den Grundstein für den Erfolg: Dominik Hobmaier (14.) und zweimal Sascha Dörner (21./40.) sorgten früh für klare Verhältnisse. Lob hatte Maier indes für Eichenfeld übrig: „Wir waren zwar überlegen, aber aufgegeben haben die Freisinger nie.“ Selbst als Dörner das 4:0 nachlegte (52.), berappelte sich Eichenfeld und kam zum Ehrentreffer durch Tugay Öztürk (56.). In der Schlussphase war dann aber die Luft raus – und Mauern erzielte durch Doppelpacker Thomas Günther (80./83.) und David Schulze (90.) noch drei Tore.

FVgg Gammelsdorf – SV Hörgertshausen 2:2 (2:0)

Da wäre für die Hausherren mehr drin gewesen. FVgg-Trainer Erwin Pichlmeier: „In der ersten Hälfte haben wir sehr gut gespielt.“ Die Belohnung: zwei Tore durch Maximilian Geier (10.) und Niklas Hölzl (43.). Zudem verabschiedete sich Kilian Oberprieler in der 22. Minute mit glatt Rot (grobes Foulspiel) unter die Dusche. Elf gegen zehn, 2:0 vorne –klingt nach einer beruhigenden Führung. Doch nach zwei Unachtsamkeiten stand es am Ende 2:2: Thomas Radlmaier war der Nutznießer zweier Standards und schnürte einen Doppelpack (67./79.). Nachdem Gammelsdorfs Michael Hösl danach noch mit Gelb-Rot ging (82.), stand das Unentschieden fest. Die FVgg wird nun mindestens bis zur Rückrunde, eventuell auch bis zum Saisonende, mit Erwin Pichlmeier auf der Trainerbank weitermachen. Man trennte sich „im Einvernehmen“ von Dragan Pesic.

SV Ilmmünster – SV Vötting 0:1 (0:0)

Für einen Tag war Nandlstadt Tabellenführer, Vötting erarbeitete sich in der Holledau aber einen verdienten Dreier. „Wir waren von Beginn an gut in der Partie“, berichtete Abteilungsleiter Maximilian Peschek nach der Begegnung. Blieb die erste Hälfte noch torlos, so war es kurz nach dem Pausentee Michael Eberl (52.), der den goldenen Treffer markierte. „Danach hat sich Ilmmünster auf andere Sachen konzentriert als auf Fußball“, sagte Peschek. Zwei Gelb-Rote wegen Meckerns standen für die Hausherren im Spielberichtsbogen, Vötting ließ den Ball danach laufen und brachte den Sieg nach Hause.

SpVgg Zolling – TSV Paunzhausen 0:2 (0:1)

„Ärgerlich, aber Paunzhausen war heute besser“, bilanzierte Zollings Trainer Markus Garcia. Kämpferisch haben seine Kicker nicht gut dagegengehalten – und Manuel Resch war zweimal vor dem Tor clever genug (19./47.), um seine Farben auf die Siegerstraße zu bringen. „Es war kein hochklassiges Spiel, aber Paunzhausen hat die Zweikämpfe deutlich besser geführt.“ Zolling ist nach einem starken Start in die Saison wieder auf den Boden der Tatsachen geholt worden. Sorgen macht sich Garcia allerdings nicht: „Die Jungs, die gerade da sind, sind gefestigt genug. Und wenn nach der Winterpause unsere Verletzten wiederkommen, sieht’s auch wieder besser aus.“

Kreisklasse 4

TSV Aspis Taufkirchen – VfB Hallbergmoos II 4:1 (2:1)

„Wir machen die Tore einfach nicht“, monierte VfB-Trainer Robert Kühnel nach der Partie. Den einzigen VfB-Treffer des Tages erzielte Christopher Pippard zum zwischenzeitlichen 1:2 (33.), aber mehr ging dann nicht mehr. „Wir kommen mittlerweile auf dem Zahnfleisch daher“, sagte Kühnel. Sowohl in der Zweiten als auch in der Dritten Mannschaft gehen dem VfB die Spieler aus. Entsprechend dünn sei der Kader derzeit besetzt. Aspis nutzte das aus – und erzielte noch zwei weitere Treffer zum 4:1-Endstand.

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