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Völlig losgelöst: Gammelsdorfs Spielertrainer Ernst Krumpholz mit einer wuchtigen Kopfball-Einlage

Fußball – Relegation zur Kreisliga  

FVgg geht in der Verlängerung gegen Wörth die Luft aus

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Nach 120 Minuten war der Traum von der Kreisliga für die FVgg Gammelsdorf ausgeträumt: Im finalen Relegationsspiel in Wartenberg war der SV Wörth eine Nummer zu groß. So stand am Ende eine 2:4-Niederlage nach Verlängerung.

Gammelsdorf Die Gammelsdorfer wollten diese Chance, in 90 Minuten die Kreisliga zu erklimmen, unbedingt nutzen. Das war deutlich zu sehen, weil die Grün-Weißen von der ersten Minute an voll da waren, sich präsent in den Zweikämpfen zeigten und defensiv deutlich besser agierten als zuletzt gegen Mauern. Die FVgg hatte leichte Vorteile, bekam aber nicht die großen Chancen.

So mussten die rund 600 Zuschauer auf die ganz großen Torszenen in einem spannenden, aber nicht spektakulären Match, lange warten. Die Torszenen kamen dann wie aus dem Nichts für den Erdinger Kreisklassenvize: Lorenz Becker wurde mit zwei Szenen zum Mann der ersten Hälfte. In der 38. Minute konnte Torwart Dennis Müller seinen Schuss nur mit großer Mühe abwehren und das Abstaubertor fiel aus Abseitsposition. Eine Minute vor der Pause machte Becker im zweiten Anlauf das Tor. Mit einem Haken und einem unhaltbaren Schuss ins lange Eck brachte er Wörth nahe an die Kreisliga.

Nach der Pause dauerte es aber nur drei Minuten bis zum Ausgleich: Die FVgg spielte sich gut durch und vor dem einschussbereiten Alex Deptalla drückte Martin Ferlisch den Ball ins eigene Tor. Und das nun mutig gewordene Gammelsdorf wollte mehr. Der grün-weiße Druck wurde größer und auch der Fanclub hinter der Bank gab lautstark Gas. Wörth bekam dadurch auch mehr Konterräume – das Spektakel war eröffnet. Nach einer Stunde ging der SVW wieder in Führung – durch einen klassischen Konter. In den Minuten zuvor hat sich der Treffer angesichts mehrerer Gammelsdorfer Abwehrpatzer angedeutet. Viel schlimmer war, dass die FVgg – mit hängenden Köpfen – wieder drohte, den Faden zu verlieren. Wörth drehte auf und ließ sich nicht anmerken, dass die Mannschaft noch das erste Aufstiegsspiel gegen Mauern (1:2) in den Knochen hatte.

Doch dann schlug Alexander Deptalla zu, der einst in Bamberg reihenweise in der Regionalliga knippste. Er kam nun frei an den Ball und legte diesen ganz locker am Torwart vorbei. Dieser eiskalte Abschluss in so einer Drucksituation war schon fast unverschämt frech. Aber die Schlussphase eines völlig unberechenbaren Spiels gehörte dann wieder Wörth, so dass Gammelsdorf sich etwas glücklich in die Verlängerung rettete.

Die erste Hälfte der zweimal 15 Minuten Extra-Zeit gehörte weiter den Erdingern, die aber erst spät auch ihre Chance hatten. Das Solo von Florian Rupprecht war ein Sahnestück – und Gammelsdorf rannte nun zum dritten Mal einem Rückstand hinterher. Die FVgg warf in der zweiten Hälfte der Verlängerung alles nach vorne, aber Wörth brach nicht ein. Der Vizemeister der Erdinger Kreisklasse verteidigte weiter diszipliniert und war spielerisch die bessere Mannschaft. „Wörth hat verdient gewonnen“, sagte dann auch der Gammelsdorfer Fußball-Abteilungsleiter Jürgen Deptalla. Er merkte selbstkritisch an, dass seine Mannschaft in dem Meisterschaftsendspiel gegen Kirchdorf und dann in den beiden Spielen der Saisonverlängerung „nur nicht mehr die Leistung gebracht hat, zu der wir eigentlich fähig sind. In den letzten Spielen waren wir nicht einmal bei 80 Prozent unseres Potenzials.“

FVgg Gammelsdorf – SV Wörth 2:4 n.V. (2:3, 2:2, 0:1)

Aufstellung: Müller – Bareither (108. Bauer), Krumpholz, Kantin – Hölzl, Fischer (84. Neumaier), Prieler, Seifert (61. Huber), Geier – Deptalla, Pichlmeier.

Tore: 0:1 Becker (44.), 1:1 Ferlitsch (48., Eigentor), 1:2 Konrad (59.), 2:2 Deptalla (73.), 2:3 Rupprecht (105.), 2:4 Holley (120.).

Gelb: Geier, Krumpholz, Neumaier.

Schiedsrichter: Otman Rozh (Lippertshofen).

Zuschauer: 583 (zahlende).

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