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Erst Riesenchance vergeben, dann das Siegtor aufgelegt: Fabian Diranko und der VfB mussten zittern, bis der Heimsieg über Schlusslicht Neuried feststand.

Fußball-Landesliga 

Glücklicher Dreier zum Einstand

In der Vergangenheit waren die Fußballer des VfB Hallbergmoos immer wieder für Blamagen gut gegen jene Teams, die in der Tabelle abgeschlagen hintendran standen. Am Freitag zum Punktspiel-Debüt des neuen Trainer Gediminas Sugzda stimmte zumindest der Ertrag mit drei Punkten, aber der 1:0 (1:0)-Sieg gegen den TSV Neuried war richtig zäh und am Ende sogar glücklich.

Hallbergmoos – Die Hallbergmooser begannen stürmisch und hatten bereits in der 2. Minute die Riesenchance zur frühen Führung, die vieles einfacher gemacht hätte. Fabian Diranko vergab jedoch die Riesenchance. Das war es dann aber auch mit der Anfangsoffensive. Neuried agierte stärker, als es die zwei Punkte des abgeschlagenen Letzten vermuten lassen. Die Gäste standen defensiv gut, die Hallbergmooser hatten zu viele Fehler im eigenen Spiel, und so ging es recht ereignislos dahin. „Wir hatten keinen geordneten Spielaufbau“, sagte Trainer Sugzda. Und so plätscherte das Null-Null dahin. Kurz vor der Pause spielte der VfB dann einen Angriff richtig schön aus und machte fast aus dem Nichts den Führungstreffer. Diranko tankte sich bis zur Grundlinie durch und fand mit seiner Hereingabe Andreas Kostorz. Der bekam an seinem 28. Geburtstag ein schönes Geschenk serviert, denn er musste den Ball aus einem Meter nur noch über die Linie drücken. Dieser Angriff sah gut aus und sorgte für die kurzzeitige Erwärmung an einem nicht sehr einladenden Abend im Hallbergmooser Stadion am Airport.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurden die Hallberger dann zwingender und es sah eine Viertelstunde aus, als wäre das zweite Tor nur eine Frage der Zeit. Da ahnte aber niemand, wie zäh dieses Spiel und wie wacklig der Sieg noch werden würde. Mitte der zweiten Hälfte gingen die Gäste volles Risiko, wechselten offensiv, machten viel Druck, die Hallberger schafften es nur selten, für Entlastung zu sorgen. Gediminas Sugzda war durchaus von beeindruckt vom Gegner, „denn die haben alles gegeben, so dass alle am Ende Krämpfe hatten“. Dieser Einsatz sei anerkennenswert, denn Neuried ist praktisch schon abgestiegen. In Hallbergmoos präsentierte man sich aber so gar nicht als Absteiger. Chancen waren lange Zeit zwar Mangelware, aber in den Schlussminuten wurden die Gäste noch einmal gefährlicher und erspielten sich in der Nachspielzeit die beste Möglichkeit für einen Punktgewinn. Völlig freistehend bugsierten die Gäste den Ball auf das Tordach, niemand beim VfB hätte sich über den Ausgleich beschweren dürfen. „Da haben wir Glück gehabt“, sagte Sugzda danach.

Der neue Coach sah, dass er sich auf seinen Torwart verlassen kann. Ferdi Kozel stand fehlerfrei seinen Mann und bügelte manche Fehler seiner Vorderleute aus.

Unter dem Strich stand ein hart erkämpfter Sieg des VfB, der über die 90 Minuten so in Ordnung ging. Bei allen Defiziten war es positiv, dass die Mannschaft trotz der langen Liste von neun Ausfällen in der ersten Halbzeit dem Gegner keine Torchance ermöglicht hatte. Sugzda betonte noch einmal seine Forderung einer realistischen Betrachtung: „Wir haben keine so starke Mannschaft und müssen froh sein über jeden Sieg und auch diese drei Punkte.“

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