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Der VfB Hallbergmoos feierte den vierten Sieg nach der Winterpause. 

Landesliga Südost

VfB Hallbergmoos: Die Joker von der Bank stechen

Fußball ist eine riesengroße Wundertüte, und die hatte zuletzt so einige Überraschungen für den VfB Hallbergmoos parat. Der feierte mit dem 4:2 (2:1) beim SB/DJK Rosenheim den vierten Sieg im vierten Spiel nach der Winterpause, dazu kamen die Ergebnisse der Konkurrenz. Mit nur noch sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz zwei haben die Hallbergmooser das Aufstiegsrennen wieder vor Augen.

Hallbergmoos – Trainer Gedi Sugzda sagt nicht mehr, wie vor ein paar Wochen, kategorisch nein zu den Spitzenplätzen, bleibt aber ruhig: „Wir schauen nur auf uns selber und machen uns nicht verrückt mit dem dauernden Blick auf die Tabelle.“ Seine Mannschaft wolle Spaß auf dem Platz haben und den hatte man in Rosenheim. Trotz der zwei Gegentore von offensiv gnadenlos effektiven Rosenheimern ließ der VfB defensiv nicht viel zu, spielerische Mängel allerdings waren auch unübersehbar. Der Ball wird zu oft weit nach vorne geschlagen und nicht kontrolliert in die Offensive befördert. Trotz vier Siegen in Serie gibt es noch genug zu verbessern.

In Rosenheim gingen die Hallberger gleich nach zehn Minuten durch Andreas Kostorz in Führung, der unter dem neuen Coach seine alte Torgefahr wiederentdeckt hat. In den vier Ligaspielen dieses Jahres machte der Mittelfeldmann drei seiner bislang vier Saisontore, in Rosenheim schlug einmal mehr eine Standardsituation ein. Kostorz haute vom rechten Flügel den Ball als Flanke oder Schuss scharf in den Strafraum, dieser schlug dann abgefälscht ein. In der Folgezeit hatten die Gastgeber mehr Spielkontrolle, aber nur zwei richtig gute Chancen. Die erste holte Max Nies mit einer Glanzparade aus dem Kreuzeck, die zweite war der Ausgleich (37.). Noch vor der Pause antwortete Hallbergmoos, weil man nach einem Rosenheimer Fehlpass am eigenen Strafraum schnell schaltete. Georg Ball köpfte direkt zu Tobi Krause und der traf volley.

Nach der Pause machten die Rosenheimer noch einmal den Ausgleich, bevor mit Ben Held (63.) und Egor Keller (90.) zwei Joker zuschlugen. Beide fanden gut rein, Held hatte nach dem von Fabi Diranko stark vorbereiteten 3:2 noch beste Chancen für ein bis drei weitere Treffer. Sugzda nahm das gelassen, „weil Ben sich die Tore für die nächsten Spiele aufgehoben hat“. Den Schlusspunkt setzte Keller mit einem Kopfball nach einer Ecke, bei der nur noch drei VfB-Kicker im Strafraum präsent waren.

Unter dem Strich stand ein verdienter Sieg. Nun warten zwei Heimspiele mit Töging (Mittwoch) und Simbach (Samstag), die personelle Situation entspannt sich zudem. In Rosenheim saßen nur drei Feldspieler auf der Bank, zwei machten die entscheidenden Tore.

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