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Zwei Mal in Halbzeit eins musste VfB-Torhüter Ferdi Kozel (l.) hinter sich den Ball aus dem Netz fischen. Sebastian Hofmeier (2. v. l.) und Florian Fink (r.) waren wie alle Hallberger bei den zwei Gegentreffern nicht im Bilde.

Hallbergmoos: Nur ein kleiner Schritt aus der Krise

VfB Hallbergmoos - Die Saison hat in der Landesliga noch nicht richtig begonnen, da spitzt sich die Situation des VfB Hallbergmoos immer weiter zu. Gestern Abend gab’s gegen den SB DJK Rosenheim ein etwas schmeichelhaftes 2:2 (0:2) in letzter Minute.

Die Frage des Abends war nach den jüngsten zwei Heimniederlagen mit 1:6 Toren, welche Spuren die Negativerlebnisse beim VfB hinterlassen haben. Die Antwort war nicht gerade erfreulich: Der VfB machte in der ersten Halbzeit gegen die kampfstarken und kompakt verteidigenden Gäste keinen Stich. Es gab lediglich kurz vor der Pause eine prickelnde Torszene, als der Keeper gerade noch an einen Schuss von Andi Kostorz kam.

Zu dem Zeitpunkt stand es aber schon 0:2, und das auch vollkommen verdient. Tabellenschlusslicht Rosenheim lauerte auf Konter und spielte die dann auch überzeugend aus. Schwalben und theatralische Schauspielereinlagen mit überschaubarem Talent hätte es eigentlich gar nicht gebraucht. Beim 0:1 (29.) durch Slaven Jokic gingen die Gastgeber allenfalls halbherzig hin und durften sich nicht über den Treffer beschweren.

Richtig bitter war dann der zweite Genickschlag durch Höhensteiger (37.), als zwei Rosenheimer nach einer Ecke sogar im Fünfmeterraum eine kleine Kopfballkombination zum Besten geben durften. Die Hallberger wirkten etwas bemühter als zuletzt bei dem blutleeren Kick gegen Freising. Dennoch war der Vorjahresdritte harmlos, ideenlos und ziemlich verunsichert. Das änderte sich auch nach der Pause nicht, als Bayernliga-Absteiger Rosenheim gefühlt dem dritten Treffer näher war als der kriselnde VfB seinem ersten. Rosenheim beschränkte sich mit zunehmender Spieldauer darauf, hinten dicht zu machen und den VfB weit genug weg vom eigenen Tor zu halten.

Das funktionierte erstaunlich gut, bis dann Hallbergmoos aus dem Nichts zu seiner ersten echten Möglichkeit kam und diese dann auch rein ging. Aus gefühlten 30 Zentimetern Entfernung köpfte Anselm Küchle das 1:2 (73.). Im direkten Gegenzug hätte der Gast fast das 3:1 gemacht. Der Anschlustreffer hatte sich nicht angekündigt, brachte dann aber doch noch Feuer in die Partie. Das ging auch von Stefan Huber aus, der nach seiner Verletzungspause beim ersten Kurzeinsatz in der Spitze ordentlich Betrieb machte.

Für ein richtiges Powerplay blieben die Aktionen der Hallberger aber weiter zu ungenau. Es war zwar etwas mehr Zug im Spiel, aber wirkliche Torchancen ergaben sich nicht. In der 89. Minute erzwang der VfB dann das Glück: Der längst mitstürmende Abwehrchef Dennis Hammerl traf mit seinem Flachschuss den Pfosten, und Stefan Huber staubte ab. Danach schwammen die Gäste und retteten mit einigem Glück das 2:2 ins Ziel. Hätte der VfB von Beginn an so gewaltig angeschoben, wäre der Befreiungsschlag im Kampf gegen die Krise auch geglückt.

Quelle: fussball-vorort.de

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