Die Ismaninger durften einmal mehr jubeln
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Gleich zweimal Grund zu jubeln hatte der junge Ismaninger Maurice David (in Blau), der noch in der ersten Hälfte mit seinen beiden Treffern die 1:0- und die 2:1-Führung der Hallbergmooser egalisieren konnte.

Bayernliga: Lokalduell begann bereits um 11 Uhr

VfB meldet sich zurück, geht aber leer aus: bittere Niederlage in Ismaning

  • VonNico Bauer
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Eine Schlacht mit offenem Visier haben sich Ismaning und Hallbergmoos im Frühschoppen-Derby geliefert. Das Heimteam war am Ende beim 3:2-Sieg der Glücklichere.

Hallbergmoos/Ismaning - Offensiv waren die Hallbergmooser hellwach, brachten Ismaning immer wieder in Schwierigkeiten und hätten in der ersten Halbzeit auch vier Tore schießen können. Zweimal ging man in Führung – und dennoch hieß es zur Pause 2:3. Beim 1:0 der Hallbergmooser bediente Kaan Aygün Simon Werner, und der schloss rotzfrech durch die Beine des Torwarts ab. Auch Treffer Nummer zwei erarbeitete sich Werner, der in einem Sprintduell lange dagegenhielt und im Strafraum dann das Foul annahm. Andi Kostorz vollendete ganz cool rechts unten und ließ mit dem scharfen, platzierten Schuss dem die Ecke ahnenden Ismaninger Keeper keine Chance.

Zu billig gaben die Hallberger dafür fast in den jeweils direkten Gegenzügen die Führung her. Zwei und drei Minuten dauerte es bis zu den Ausgleichstreffern, bei denen der Ismaninger Nachwuchsstürmer Maurice David am eigenen Fünfmeterraum nicht konsequent genug verteidigt wurde. Die Strafe hätte noch schlimmer ausfallen können: In der 15. Minute vereierten die Hallberger ohne jegliche Not den Ball und hatten Dusel, dass Ismanings Dominik Hofmann am leeren Tor vorbeischoss. Dafür machten die Hausherren in der Nachspielzeit der ersten Hälfte so ziemlich aus dem Nichts das Führungstor – in Form eines Schusses von Markus Mittermaier aus 20 Metern. Da ahnte niemand, dass dieses 3:2 bereits der letzte und entscheidende Treffer der Begegnung sein sollte.

Wieder mal ließ der VfB beste Chancen liegen

Der VfB machte sich ein gutes Spiel wieder mal selbst kaputt – durch unfassbare Chancen, die man liegen ließ. In der 41. Minute war Fabi Diranko alleine auf dem Weg zum 3:2, wollte den Torwart ausspielen und so kam gerade noch ein Verteidiger hin. Er ließ sich viel zu viel Zeit und hätte mit Kaan Aygün noch eine Abspielstation an der Seite gehabt. Nach dem Seitenwechsel hätte Simon Werner das 3:3 machen müssen (50.), aber nach dem wunderbaren Zuspiel von Aygün zielte er aus kürzester Distanz über das völlig offene Tor. Eine bessere Chance kann es kaum geben – und das war dann auch wieder ein bisschen bezahltes Lehrgeld.

Ein halber Matchball für Ismaning war der Konter über den ehemaligen Freisinger Daniel Gaedke, den Torwart Ferdi Kozel mit einer grandiosen Fußabwehr parierte (71.). Der VfB setzte Ismaning in der Schlussphase schwer unter Druck, machte aber zu wenig aus mehreren Ecken und Freistößen – in teils recht aussichtsreichen Positionen. Bei einem der gefürchteten Freistoßgeschosse von Andreas Kostorz fehlte beispielsweise nicht viel.

Mit jedem Wechsel erhöhten die Gäste das Risiko

Mit jedem Wechsel erhöhte der Aufsteiger nun das Risiko. Der 3:3-Ausgleich wäre schon längst verdient gewesen für den Aufwand, die Spielanteile und die Chancen. Aber es sollte nicht sein. Fazit: Der VfB Hallbergmoos zeigte zwar die geforderte Reaktion nach dem 1:7-Debakel unter der Woche, steht nun aber trotzdem wieder mit leeren Händen da.

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