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Hinten sicher, vorne zu unentschlossen: VfB Hallbergmoos kommt in Pullach nicht über ein 0:0 hinaus

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Von: Nico Bauer

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Portraitfoto von Simon Werner.
Simon Werner sorgte beim VfB für ein offensives Déjà-vu-Erlebnis. © Bauer

Die Fußballer des VfB Hallbergmoos treten in der Bayernliga Süd tabellarisch auf der Stelle. Die beeindruckende Defensivserie ging aber auch in Pullach weiter.

Hallbergmoos – Fußballspiele mit Beteiligung des VfB Hallbergmoos sind derzeit eher schwere Kost. Das 0:0 am Sonntag beim Tabellenvorletzten SV Pullach schloss ziemlich genau an die Nullnummer vom Gundelfingen-Heimspiel an. Abstiegsduelle in der Bayernliga stehen derzeit vor allem unter der Prämisse, nicht verlieren zu dürfen.

Der VfB hatte eine richtig große Chance, sich in der Relegationsplatzzone nach oben zu arbeiten und den Abstand zu den direkten Abstiegsrängen komfortabel zu gestalten. Allerdings wartete nach dem torlosen Remis am Wochenende davor gleich das nächste Kampfspiel – und das auf einem ziemlich schwer bespielbaren Platz. Die Hallberger machten beim Comeback von Spielertrainer Matthias Strohmaier hinten komplett dicht und sorgten in Hälfte eins dafür, dass Pullach offensiv nahezu nicht stattfand.

Kontrollierte Offensive mit kaum Großchancen

Auf der anderen Seite zeigte man die von Otto Rehhagel propagierte kontrollierte Offensive. Der VfB hatte oft den Ball, ging am Pullacher Strafraum jedoch zu wenig Risiko ein – und so fehlten die wirklichen Großchancen. Einmal hätte Mittelstürmer Kaan Aygün in aussichtsreicher Position direkt abziehen können, doch er ging ins Dribbling, alles verlief im Sande. Und auf einmal war der Spruch wieder präsent, der beim Gundelfingen-0:0 die ganzen 90 Minuten lang im Raum stand: Wer das erste Tor macht, der gewinnt das Spiel.

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Nach der Pause spielten die Hallbergmooser mehr auf dieses erste Tor. Einen Distanzschuss von Simon Werner konnte der SVP-Torwart gerade so parieren (59.) – und wenige Minuten später gab es eine Szene, die stark an die Vorwoche erinnerte: Werner überlief weit außerhalb des Strafraums den Torhüter. Gegen Gundelfingen rettete ein Verteidiger mit einer unfassbaren Aktion, diesmal legte sich der Offensivmann den Ball zu weit vor, sodass der Angriff verpuffte. Abstoß für Pullach. Kurz vor dem Schlusspfiff zielte Andreas Kostorz mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze noch einmal knapp neben das Tor – und dann war das ziemlich langweilige und auf mäßigem Niveau stehende Match zu Ende.

Strohmaier: „Es war deutlich mehr drin, wir hadern etwas mit dem Ergebnis.“

Fazit: Die Pullacher müssen sich massiv steigern, wenn sie dem direkten Abstieg entgehen wollen. Hallbergmoos dagegen hat seine Defensivserie mit nur einem Gegentor in sechs Rückrundenspielen auf nun 290 Bayernliga-Minuten ohne Gegentreffer ausgebaut. Auf der Basis kann die Mannschaft aufbauen – allerdings muss für einen spürbaren Aufschwung in der Tabelle die Offensive wieder anziehen.

VfB-Spielertrainer Matthias Strohmaier, der nach seinem Achillessehnenriss 74 Minuten auf dem Platz stand, war mit der Leistung der Seinen insgesamt zufrieden: „Es war deutlich mehr drin, wir hadern etwas mit dem Ergebnis. Wir waren meines Erachtens die eindeutig aktivere Mannschaft und hatten zahlreiche gute Einschussgelegenheiten. Hier fehlte uns etwas die letzte Entschlossenheit. Trotzdem haben wir ein gutes Spiel gemacht und hinten kaum etwas zugelassen.“

Spielstatistik:

SV Pullach – VfB Hallbergmoos 0:0
Aufstellung: Kozel – Petschner, Strohmaier (74. Opitz), Giglberger, Mömkes – Kostorz, Beetz, Schmit (87. Mühlrath), Krause (67. Sahin) – Werner, Aygün (59. Gasteiger).
Gelbe Karten: Mömkes, Schmit.
Schiedsrichter: Florian Islinger (SpVgg Hainsacker).
Zuschauer: 150.

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