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Florian Edlhuber vom SV Kranzberg: „Hinten taugt’s mir am meisten“

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Florian Edlhuber ist ein wichtiger Faktor in der Kranzberger Defensivabteilung.
Florian Edlhuber ist ein wichtiger Faktor in der Kranzberger Defensivabteilung. © Fupa

Florian Edlhuber gehört zum festen Defensiv-Inventar beim Kreisligisten SV Kranzberg. In seiner Kindheit hatte der 22-Jährige noch als Stürmer gespielt.

Kranzberg – Als erstes fällt einem bei Florian Edlhuber die dunkle Lockenpracht ins Auge. Auf den zweiten Blick bemerkt der geneigte Fußballfan bei Spielen des SV Kranzberg, dass da im Abwehrzentrum ein wieselflinker Innenverteidiger eine Chance nach der anderen zunichte macht. „Er ist ein extrem guter Zweikämpfer, der mit 1,80 Meter zwar nicht der Größte ist, aber trotzdem auch im defensiven Kopfball nahezu jedes Duell gewinnt“, sagt sein Trainer Anton Kopp. „Dazu ist er extrem schnell, ein guter Fußballer und besitzt eine überragende Spielintelligenz. Er sieht den Raum, wo der Fehler passiert, und bügelt diesen aus.“ Obwohl erst 22 Jahre alt, sei Florian Edlhuber extrem wichtig für das Kreisliga-Team des SCK. Vorteilhaft für das Spiel des Innenverteidigers ist auch, dass der US-Sport-Fan bereits seit der B-Jugend für Kranzberg spielt und den Großteil des Teams seit Jahren kennt.

Angefangen hatte Flo seine fußballerische Laufbahn als Sechsjähriger beim Heimatverein FCA Unterbruck in Fahrenzhausen. Dort hatten neben dem Vater auch schon der Onkel und der Opa gekickt. In den ersten Jahren war er als Stürmer unterwegs. Als er in der C-Jugend zum TSV Eching wechselte, rückte er auf die Sechserposition. In Eching sei es rückblickend eine turbulente Zeit mit hohem Trainerverschleiß gewesen, erinnert sich der 22-Jährige. Für die B-Jugend fanden sich dann zu wenige Spieler und so ging er nach Kranzberg, wo er ein gutes Team vorfand, in das er schnell integriert wurde.

Schon in der A-Jugend ein verlässlicher Verteidiger

In der A-Jugend gewann er mit dem SCK zweimal den Sparkassenpokal und stieg in die Kreisliga auf. In der Abwehr immer dabei: Florian Edlhuber, der mittlerweile sagt: „Hinten taugt’s mir schon am meisten!“ Denn auch in der Innenverteidigung könne man Akzente nach vorne setzen. „Ich mag es gern, dieses Tor verteidigen und Zweikämpfe führen oder Stürmer abzulaufen. Auch die Spieleröffnung von hinten raus macht mir Spaß, deshalb würde ich schon sagen, das ist meine Lieblingsposition“, macht der gelernte Betriebselektroniker Werbung für eine häufig unterschätzte Feldposition.

Beim Übergang in den Seniorenbereich hätte er sich erst an die härtere Spielweise und die höhere Geschwindigkeit gewöhnen müssen. Das gelang ihm ganz flott, denn in der Saison 18/19 feierte er mit der Kreisliga-Meisterschaft des SV Kranzberg sein bisheriges sportliches Highlight. Trainer Anton Kopp setzte den 18-jährigen in 23 Ligaspielen ein, weil er schon damals von dessen Qualität überzeugt war.

Trainingsfleißig und ruhig

Der Übungsleiter beschreibt seinen Schützling als trainingsfleißigen, ruhigen Typen, der sich auch im Training voll reinhaut. Sport ist die große Leidenschaft von Edlhuber, deshalb probiert er neben dem Fußball relativ viel aus. So zählen auch Basketball, Football und hin und wieder Tennis zu seinen Aktivitäten. Seine vegetarische Küche kocht sich der Single auch gerne selber und seit einigen Monaten tut er das in der eigenen Wohnung in Pfaffenhofen. In der Freizeit geht der Filmfan gerne ins Kino oder kuckt Filme und Serien im TV. Natürlich nur, wenn kein US Sport läuft. So steht beispielsweise der Sonntagabend des Packers-Fan ganz im Zeichen der NFL. Beim Fußball ist er 1860-Fan, weil in der Familie viele 60-er sind, und da ist er als Kind mit ins Stadion gegangen und dabeigeblieben.

Ein Relikt aus früheren Stürmertagen in der Kindheit sind seine fußballerischen Vorbilder Zidane und Messi. Über großartige Karrierewünsche im Fußball hat sich der 22-jährige noch gar keine Gedanken gemacht. Man müsse sehen, was die Zeit bringt. Viel wichtiger sei, dass es nach der Winterpause mit dem SVK wieder besser läuft. „Wir sind ja momentan auf dem Relegationsplatz und da wäre ein gesicherter Mittelfeldplatz schon ein Traum. Denn wenn es nach mir geht, müssten wir nicht unbedingt Relegation spielen.“ hofft Florian Edlhuber, der sich wünscht, auch noch ein Tor zum Klassenerhalt beitragen zu können. (Josef Fuchs)

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