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Florian Bittner (l., hier beim Hinrundenspiel in Unterföhring) gehört als spielender Co-Trainer zum festen Stamm der SEF-Mannschaft und kann fast überall eingesetzt werden.

SE Freising 

Bittner und SEF – das passt

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Freising – Danach gibt’s den Flickflack: Wann immer Florian Bittner, 28, Co-Trainer beim SE Freising, einen Treffer erzielt, begeistert der Torschütze mit einem feinen Salto das Publikum. Auch ansonsten hat sich der Neuzugang bei den Gelb-Schwarzen gut eingelebt.

Es wirkt so, als würde Bittner schon ewig zum Inventar am Roider-Jackl-Weg dazugehören. Erst vergangenes Wochenende war wieder einer jener Florian-Bittner-Momente. Zwar war es nur das Tor zum 3:0 gegen die SpVgg Landshut, doch es zeigte, wo Freisings spielender Co-Trainer auf dem Feld zu finden ist: nämlich überall. Mal hilft der 28-Jährige in der Verteidigung aus, mal dirigiert Bittner das Mittelfeld – und schießt eben auch mal ein Tor. Fünf Treffer hat Bittner, der in der offiziellen Team-Statistik als Verteidiger geführt ist, heuer schon markiert. Und damit einen wesentlichen Anteil daran, dass die Lerchenfelder – trotz zum Teil namhafter Ausfälle – doch recht gut vor dem letzten Spiel des Jahres dastehen.

Es passt einfach, so ließe sich das erste Fazit von Florian Bittner beim SE Freising vielleicht ganz gut betiteln. Im Frühjahr dieses Jahres gab der 28-Jährige dem Werben von Chef-Coach Alex Plabst nach. Der Bayernliga-Abstieg mit dem FC Unterföhring war da längst besiegelt, und auch privat hatte es den Lehrer längst in die Domstadt verschlagen. Ein Wechsel zum SEF war naheliegend und am Ende ein Gewinn für beide Seiten. Die Gelb-Schwarzen bekamen einen Routinier und spielenden Co-Trainer in Personalunion. Und Bittner ein funktionierendes Team, in das er längst integriert ist. „Auch bei meinen bisherigen Stationen hat das immer gut funktioniert“, erinnert sich der 28-Jährige. „Aber in Freising ging das besonders schnell.“ Die Arbeit mit der Mannschaft und Trainer Alex Plabst mache Spaß, man teile sich die Arbeit auf, berichtet der Co-Trainer. „Wir haben sehr schnell zusammen gefunden.“ So schnell, dass auch die momentane Verletztenmisere der Stimmung im Kader keinen Abbruch tut. Charakterlich rechne er das der Mannschaft hoch an, lobt Freisings neuer Co-Trainer. „Genau so hatte ich mir das aber auch vorgestellt.“

Bereut hat Bittner seinen Wechsel daher noch keine Sekunde. Auch wenn sich für ihn doch einiges verändert hat im Vergleich zu den Vorjahren, als er nur Spieler war. „In Unterföhring hatte ich als Führungsspieler mehr Verantwortung“, blickt der 28-Jährige zurück. „Auch an meinem Spiel hat sich an sich nichts verändert.“ Dennoch, die Verantwortung ist mehr geworden, die Herausforderungen größer.

Zunächst müsse er jetzt auf seine eigenen Leistung schauen, ehe „ich den anderen helfe.“ Zudem stehe er während der Partien in einem ständigen Austausch mit Trainer Plabst. „Das ist schon was anderes.“ Dass das in Summe bestens klappt, das haben zahlreiche Partien in diesem Jahr gezeigt. Deswegen geht Freisings neuer Co-Trainer – unabhängig davon, wie das letzte Match des Jahres gegen seinen ehemaligen Klub FC Unterföhring (Sa., 14 Uhr) ausgeht – selbstbewusst in die Rückrunde. Natürlich, will Bittner den Ball flach halten, gehe es erst einmal darum, die 40 Punkte für einen sicheren Klassenerhalt zu sammeln. „Darüber hinaus besteht aber unsere Saisonziel, unter den ersten Fünf zu landen.“ Wenn dann noch weitere Tore von Florian Bittner dazu beitragen, dürfte das klappen. Vor allem, wenn es hinterher wieder einen Flickflack mit anschließendem Salto gibt.

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