Schweres Zugunglück in Baden-Württemberg: Bahn rast in Betonteil und entgleist

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Martin „James“ Neumayr setzt auf gute Trainer und die Jugend.

SV Kranzberg: Mit einer starken Mannschaft aus der eigenen Jugend zur Meisterschaft

Martin Neumayr: „Wenn du keine Kinder kriegst, stirbt die Familie irgendwann aus“

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Grund zu feiern hatte der Abteilungsleiter des SV Kranzberg, Martin „James“ Neumayr, in dieser Saison oft genug: Seine Kranzberger Kicker haben die Meisterschaft eingefahren.

Im Interview spricht er über die Saison, das Trainerduo Kopp/Peis und die kommende Spielzeit in der Kreisliga.

Zunächst: Herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft!

Neumayr: Vielen Dank! Das war eine heiße Saison, die uns viel Freude bereitet hat. Trotzdem waren wir natürlich sehr überrascht, wie sie ausgegangen ist.

Im Endeffekt war’s souverän – aber zwischendrin gab’s mal ein Tief.

Bis zur Winterpause war es wunderbar, dann hatten wir mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen. Dass wir wieder in die Spur gefunden haben, ist unseren Trainern Anton Kopp und Christian Peis zu verdanken. Mit denen haben wir richtig Glück gehabt. Der Toni ist der Taktiker und der Christian der Motivator. Mei, hoffentlich nimmt er mir das jetzt nicht böse… (lacht). Ich hab‘s dem Toni aber schon vor Jahren gesagt: „Wenn dein Bua rauskommt, machst an Trainer.“ Jetzt zeigt sich auch, dass wir in allen Mannschaften, ob Jugend oder Herren, immer gute Trainer hatten. So sind wir in die Kreisklasse aufgestiegen und jetzt auch in die Kreisliga.

Und das, obwohl das Team teilweise ein Durchschnittsalter von gerade mal 20 Jahren hatte.

Mei, ein paar Mal wurde schon gefragt, ob die nicht zu jung für die Kreisklasse sind. Aber wir haben dann nur gesagt: „Probier ma’s aus!“ Im Training hat dann jeder mitgezogen.

Ist das das Geheimnis des Erfolgs gewesen? Dass jeder Vollgas gegeben hat? Oder steckt mehr dahinter?

Die meisten spielen ja schon seit der Jugend zusammen. Das ist eine Rasselbande, im positiven Sinne (lacht). Selbst, wenn die Jungs mal fahrlässig geworden sind, haben die Trainer die Zügel wieder angezogen – und schon waren alle wieder fokussiert. Da ist einfach etwas zusammengewachsen. Das Allerwichtigste war aber, dass wir gesagt haben: Bevor wir einen Älteren spielen lassen, setzen wir auf die Jungen.

Wird sich am Kader in der neuen Saison dann etwas verändern?

Ich sag‘ mal so: Wir werden keine Angel auswerfen und im Landkreis fischen. Wenn jemand zu uns kommen möchte, hören wir uns das natürlich an. Wir haben jetzt auch das Glück, dass wir zwei, drei Jahre mit der Mannschaft spielen können. Man muss natürlich immer sehen, wie es funktioniert. Dafür brauche ich auch immer einen Plan B, sonst wird das nichts. Da ist die Jugendarbeit natürlich ein wichtiger Teil. Lass es mich so sagen: Wenn du heiratest und keine Kinder kriegst, stirbt die Familie irgendwann aus. Dasselbe ist es im Fußball: Wenn du keine ordentliche Jugendarbeit hast, stehst du irgendwann ohne Mannschaft da.

Wenn man mit einer so jungen Mannschaft aufsteigt, weckt das doch sicher Begehrlichkeiten bei anderen Teams.

Wenn wir den Aufstieg nicht geschafft hätten, würde ich mir Sorgen machen. Meistens werden die jungen Kerle ja mit Geld verrückt gemacht. Aber weil wir jetzt in der Kreisliga spielen, bin ich entspannter. Da wird das Fußballspielen interessanter, das ist attraktiv für Spieler.

Habt ihr euch schon ein Ziel gesetzt?

Die Kreisliga ist für uns Neuland. Natürlich wollen wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben. In meiner Erfahrung ist aber sowieso das zweite Jahr das „Varreckteste“ (lacht). Wichtig ist aber eigentlich nur, dass sich keiner verletzt. Den Rest werden unsere Trainer der Truppe schon mit auf den Weg geben. Da mach‘ ich mir keine Sorgen.

Interview: Anton Hirschfeld

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