Einen schweren Stand hatten die Landesliga-Teams, wenn Mario Simak (l.) und die Fußballer des VfB Hallbergmoos richtig ins Laufen kamen. Saisonübergreifend waren die Kicker aus der Flughafengemeinde 36 Spiele lang ungeschlagen. Foto: Gleixner

Ein Jahr wie aus einem Märchen

Hallbergmoos - 2014 war ein einziges Fußball-Märchen für den VfB Hallbergmoos. Der Landesliga-Aufsteiger begann als Abstiegskandidat, der langsam in der Liga ankommt, und hörte als Mitfavorit um die Meisterschaft auf. Ein Rückblick.

Januar und Februar

Im Oktober hat Hallbergmoos begonnen, die Landesliga-Staffel von hinten aufzurollen. Mit acht ungeschlagenen Spielen in Serie hat der Aufsteiger die Abstiegsplätze verlassen und startet nun mit einer Menge Selbstvertrauen in die Vorbereitung. Im Winter rockt der VfB den Transfermarkt - unter anderem mit den Verpflichtungen von Pascal Putta (Unterföhring), Jakob Taffertshofer (Landshut), Kevin Witzl (Eching) oder Mario Simak (Freising). Der Königstransfer ist jedoch der Nandlstädter Junge Sebastian Hofmaier (Unterhaching II), der sich im Lauf des Jahres als absolutes Juwel herausstellt.

März

Der Ball rollt wieder - und der VfB Hallbergmoos macht genau da weiter, wo er im Herbst aufgehört hat. Ein Sieg und drei Unentschieden schrauben die Serie auf zwölf Spiele ohne Niederlage.

April

Jetzt hat sich das Thema Abstieg für den VfB endgültig erledigt. Die Serie dauert an, in den Partien 13 bis 17 gibt es vier Dreier und ein Remis. Hallbergmoos hat sich längst einen Namen in der Landesliga gemacht und spielt den wohl schönsten Fußball weit und breit.

Mai

Zwei Dreier und zwei Remis - der VfB Hallbergmoos arbeitet sich auf den achten Tabellenplatz nach oben und geht mit 21 Spielen ohne Niederlage in die Sommerferien. Die VfB-Super-Serie sorgt bis zur letzten Partie, einem kernigen 7:1 gegen Deisenhofen, für Spannung im Mittelfeld des Klassements. Und eines ist klar: Würde die Saison fünf bis sechs Spiele länger gehen, könnte der VfB die Spitze angreifen.

Juni

In der Sommerpause ist die Serie allgegenwärtig. Die gesamte Landesliga hat den VfB auf den Zettel und nennt ihn als Titelkandidaten. Die Hallberger selbst träumen auch von der Bayernliga, formulieren das Ziel aber anders: Oben mitspielen und weiter schönen Fußball bieten!

Juli

Sieben Punkte in drei Spielen - das ist mal eine Ansage! Nach dem 1:1 in Freising gibt es 1:0-Erfolge gegen die Spitzenmannschaften aus Erlbach und Kirchanschöring. Und die Liga lernt von Coach und Altmeister Toni Plattner eine wichtige Fußballweisheit: „1:0- Siege sind das Geilste, was es im Fußball gibt.“

August

Vier Siege, ein Unentschieden, 16:4 Tore. Diesmal gibt es kein 1:0, sondern eine Menge Offensivspektakel. Einzige Ausnahme ist das triste 0:0 beim Stockletzten Ergolding. Die seit 29 Spielen ungeschlagenen Hallbergmooser zeigen zumindest einmal, dass auch sie nur Menschen sind.

September

Der Tabellenführer baut seine nun 32 Spiele umfassende Serie mit drei weiteren Siegen aus. Ein Stück Vereinsgeschichte wird geschrieben, als der VfB mit 1:0 gegen Nachbar FC Ismaning triumphiert: Beim VfB stehen nicht nur neun Ex-Ismaninger im Kader, Torschütze für Hallbergmoos ist ausgerechnet Anselm Küchle, der Geschäftsstellenleiter und Jugendtrainer des FCI. In den Ismaninger Ortsnachrichten lobt er das FCI-Team in seinem Bericht für eine couragierte Leistung. Den Namen des Siegtorschützen verschweigt er jedoch lieber. Der VfB hält es weiter mit Legende Toni Plattner: „1:0-Siege sind das Geilste, was es im Fußball gibt.“

Oktober

Mittlerweile wartet ganz Oberbayern darauf, dass die Hallbergmooser endlich mal wieder verlieren. Und der VfB wackelt! Die Serie und die Tabellenführung lähmen offenbar die Beine. Dank eines Sieges und drei Remis reicht es noch zu insgesamt 36 ungeschlagenen Spielen. Die Unentschieden waren aber schon gefühlte Niederlagen. Und so kommt es, wie es kommen musste: 1:2 gegen den SE Freising, nachdem der VfB insgesamt 49 Stunden lang (!) nicht zu schlagen war. Kirchanschöring löst den VfB als Erster ab.

November

Hallberg fightet mit einem 1:0 in Kirchanschöring zurück. Plattner: „1:0-Siege sind das Geilste, was es im Fußball gibt.“ Doch dann gibt es zweimal ein 0:0, und so überwintert man auf Rang zwei.

Dezember

Die Hallbergmooser atmen ganz tief durch, nachdem der Mannschaft am Ende eines unbeschreiblichen Jahres die Luft ausgegangen ist. Der VfB ist reif für die Bayernliga und hat in den ersten Rückrundenpartien auch schon gegen die komplette Riege der Top-Teams gespielt. Kirchanschöring darf sich warm anziehen. Ein Toni Plattner ist erst dann zufrieden, wenn es eine Bierdusche gibt. . .

Quelle: fussball-vorort.de

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