1. Startseite
  2. Sport
  3. Amateurfußball
  4. Landkreis Freising

Josephs Tor reicht nicht: Freising ist wieder der Verfolger

Erstellt:

Kommentare

null
James Josephs Tor und das seines kongenialen Sturmpartners Andreas Hohlenburger reichten nicht – der SEF bleibt auf Rang zwei. © Foto: Gleixner.

Weiter Federn lassen die Fußballer des SE Freising. Auch beim Nachholspiel gegen den TSV Kastl kamen die Lerchenfelder am Mittwochabend nicht über ein 2:2-Remis hinaus – trotz eigener Zwei-Tore-Führung.

 Ein paar Weisheiten in der Fußballbranche holen einen manchmal recht hart ein. Eine davon: Wer selbst seine Tore nicht macht, steht am Ende (fast) mit leeren Händen da. So ging’s dem FC Bayern am Mittwoch gegen Madrid, so erlebten es die Fußballer des SE Freising aber auch nur wenige Stunden vorher beim Nachholspiel in Kastl. Schon auf dem Weg zum nächsten Saisonsieg waren die Mannen aus der Savoyer Au. Aber: „Mir ist es völlig rätselhaft, wie wir das noch aus der Hand geben konnten“, war Co-Trainer Fabian Herrmann auch einen Tag nach dem 2:2 in Kastl auf der Suche nach Erklärungen. Nach Erklärungen, warum die Domstädter die Tabellenführung nun endgültig an Türkgücü abgegeben haben und mit einem Zähler Rückstand Zweiter sind.

Denn nach den ersten 45 Minuten sah es so aus, als würden sich die Freisinger nach der Durststrecke zuletzt endgültig im Titelkampf zurückmelden. Vor allem offensiv hatten die Gäste vieles richtig gemacht, hatten ihren Traumsturm goldrichtig in Szene gesetzt. Und das bereits nach acht Minuten: Mesut Toprak konnte von der Seite flanken, ein TSV-Verteidiger fälschte das Leder noch ab zu Andreas Hohlenburger, der völlig frei die frühe Führung für den Favoriten erzielte. So lief es dann auch weiter für die Gäste. Freising bestimmte das Spielgeschehen, und nur zehn Minuten später schien bereits die Vorentscheidung gefallen zu sein. Jetzt hatte sich Sebastian Mihajlovic auf der Seite flink durchgesetzt und hatte ebenfalls ins Zentrum geflankt. Die Hereingabe fand dieses Mal in James Joseph einen dankbarbaren Abnehmer. Der Nigerianer narrte noch zwei Kastler Verteidiger und schloss sicher ab (18.).

Mit Beginn der zweiten Halbzeit begann dann das Freisinger Übel. Hatten die Eintracht-Kicker schon im ersten Durchgang beste Chancen liegen gelassen, wucherten die Gäste nun endgültig mit ihren Möglichkeiten. „Das ist dann natürlich fahrlässig, wenn man seine Chancen nicht nutzt“, blieb Co-Trainer Fabian Herrmann ehrlich. Denn nachdem Neuzugang Sebastian Thalhammer bald die große Gelegenheit zum 3:0 nicht nutzen konnte (49.), schlug Kastl zum ersten Mal zu. Nach einem Gestochere im Freisinger Strafraum schaltete Sebastian Spinner am schnellsten (52.). Davon ließen sich die Freisinger jedoch zunächst nicht irritieren – doch das Runde wollte nicht ins Eckige. Und das rächte sich dann: Einen Schuss von Timo Pagler konnte Freisings Keeper Stefan Wachenheim auf der Linie zwar parieren, Schiedsrichter Marco Öttl entschied trotz massiver Proteste aber, den Treffer zu geben (72.). In der Folge drängte Freising noch einmal, der Siegtreffer blieb jedoch verwehrt.

Die nächste Chance, ein anderes Gesicht zu zeigen, haben die Lerchenfelder bereits heute. Um 19:30 Uhr gastiert der ESV Freilassing, „und da wollen wir einiges wiedergutmachen“, versprach Herrmann.

Auch interessant

Kommentare