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Kreisklasse: Richtungsweisendes Kellerduell für den FC Neufahrn - Nandlstadt gegen Paunzhausen

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Von: Nico Bauer

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Überflieger: Der TSV Nandlstadt um Kapitän Lukas Rieder (l.) ist in der Liga das Nonplusultra. Am Sonntag wird Paunzhausen versuchen, dem Primus ein Bein zu stellen.
Überflieger: Der TSV Nandlstadt um Kapitän Lukas Rieder (l.) ist in der Liga das Nonplusultra. Am Sonntag wird Paunzhausen versuchen, dem Primus ein Bein zu stellen. © Lehmann

Der FC Neufahrn empfängt in der Kreisklasse den BC Attaching II zum Abstiegskrimi. Der Tabellenerste TSV Nandlstadt empfängt derweil den TSV Paunzhausen.

Freising  –  Wenn  man  die Tabelle umdreht, dann steht in der Kreisklasse ein absolutes Topspiel bevor: Der Letzte FC Neufahrn empfängt am Samstag (15 Uhr) den Vorletzten BC Attaching II zum Kellerkracher. Im Falle einer Niederlage droht vor allem Neufahrn, früh den Anschluss ans Mittelfeld zu verlieren.

Die Neufahrner Fußballer haben bisher in sechs Spielen lediglich zwei Unentschieden erreicht – und sind somit die einzige Mannschaft, die noch immer auf den ersten Saisonsieg wartet. Auf den beiden Relegationsplätzen davor sind der BC Attaching II mit vier und der SC Freising mit sechs Punkten noch in Sichtweite. Das große Aber: Wenn der FCN verliert, hätte das Team schon mindestens vier Zähler Rückstand. „Ja, das ist schon ein richtungsweisendes Spiel“, betont der Neufahrner Trainer Willi Kalichman.

Seine Mannschaft hatte am letzten Wochenende spielfrei – und beim FCN nahm man sich auch wirklich frei. Dafür wurde während der Woche dreimal trainiert. Kalichman hoffte auf einen größeren Kader mit zurückgekehrten Urlaubern und genesenen Verletzten. Allerdings hat er diese Illusion verloren, weil das Team Mitte der Woche wieder nur aus 13 Spielern bestand. Der FC Neufahrn kann also weiterhin nicht so aufstellen, wie man aufstellen möchte. Der Trainer sehnt vor allem die erfahrenen Leistungsträger zurück auf den Platz, die seine junge Mannschaft führen sollen. Gerade nach dem schwachen Start braucht es diese Struktur – und vor allem Erfolgserlebnisse.

Kalichman ist kein Schönredner, denn er könnte darauf verweisen, dass man bislang fast nur gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte gespielt hat. „Unser 2:2 gegen Marzling war ein Zufallsprodukt“, betont Kalichman. „Da hätten wir zur Halbzeit schon 0:4 hinten liegen müssen.“ Deshalb braucht es nun gegen den Vorletzten Attaching II eine Steigerung.

TSV Nandlstadt marschiert durch Kreisklasse

Beim TSV Nandlstadt hofft die Liga, dass es keine Steigerung mehr gibt. Der Tabellenerste schießt selbst die direkten Verfolger ab und hat nun auch schon drei Punkte Vorsprung auf den Rest. Das Torverhältnis von 22:3 spricht ebenfalls Bände: Offensiv ist das Team die Nummer zwei – und defensiv kommt aktuell niemand an den TSV heran.

„Wir wissen, was wir können, und sind wirklich sehr gefestigt“, erklärt Nandlstadt-Coach Mario Tafelmaier. Dem 45-Jährigen sind die Lobeshymnen der Gegner natürlich zu Ohren gekommen, er verneint aber, dass man in einer eigenen Liga spiele: „Unschlagbar sind wir sicherlich nicht“, betont Tafelmaier und macht deutlich, dass man nur auf sich selbst schaue.

Vor dem nächsten Gegner zeigt er viel Respekt: Der TSV Paunzhausen, der am Sonntag um 15 Uhr in Nandlstadt seine Visitenkarte abgibt, schoss zuletzt Hörgertshausen vom zweiten Platz und ist immer wegen seiner kämpferischen Qualitäten unangenehm zu spielen. Tafelmaier erinnert sich, dass man in der Vergangenheit für die Punkte hart arbeiten musste. Allerdings habe er ein Team, das taktisch flexibel sei. Denn mit jedem Nandlstädter Dreier ist davon auszugehen, dass die Gegner defensiver agieren. (Nico Bauer)

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