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Das erste Pflichtspiel-Tor 2020 für den SEF: Andi Manhart (l.) legt für Nikolai Davydov (r.) auf, der auch Treffer Nummer zwei markierte. Zum Auftakt gab es ein 3:1 gegen den TSV Kastl.

Eine starke Halbzeit reicht dem SE Freising

Davydov stellt mit Doppelpack Weichen auf Sieg gegen Kastl

  • vonMatthias Spanrad
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Der SE Freising ist gut gestartet: Die Domstädter schlugen in einem Nachholspiel der Landesliga den TSV Kastl mit 3:1.

Freising – Dem SE Freising ist der Start ins Restprogramm der Landesliga-Saison geglückt. Gegen den abstiegsbedrohten TSV Kastl gewannen die Lerchenfelder auf heimischem Kunstrasen 3:1, kletterten auf Rang vier vor und sind aktuell wieder in Schlagdistanz zum Relegationsrang zwei.

Im Dezember hatten sie beim SE Freising ja noch gehofft, in die Rückrunde mit frischem, vor allem gesunden Personal gehen zu können. Fakt ist, die Freisinger sind aktuell noch mehr zu Planspielen gezwungen. Sturmhoffnung Andi Hohlenburger fehlt weiterhin, am Samstag mussten weitere Akteure passen, unter anderem Michael Schmid. Und doch gelang es den Lerchenfeldern zumindest im ersten Durchgang ganz ordentlich, diesen personellen Engpass zu kompensieren und den Grundstein für den elften Saisonsieg zu legen.

Davydov und Bart sorgen für 3:0-Halbzeitstand

Die Partie war noch keine drei Minuten alt, als die Hausherren Fahrt aufnahmen. Co-Trainer Flo Bittner schnitt eine butterweiche Flanke in den Strafraum, Neuzugang Andi Manhart leitete weiter und Youngster Nikolai Davydov vollendete trocken zum 1:0. Das spornte die zusammen gewürfelte Truppe – insbesondere in der Offensive hatte der SEF alles verfügbare Personal zusammengekratzt – weiter an. Doch sowohl Manhart (15.) als auch Flo Schmuckermeier (21), der in der Vorbereitung lange Zeit verletzt hatte passen müssen, vergaben. Wenig später fiel die Vorentscheidung dann trotzdem. Vitus Kirchberger, der sein erstes Pflichtspiel seit fast einem Jahr bestritt, verlagerte mit einem weiten Pass auf Bittner und wieder war Davydov (33.) zur Stelle. Zwar kamen auch die Gäste zu einigen guten Offensivaktionen, zwingend waren sie im ersten Durchgang jedoch nicht. Kurz vor dem Pausenpfiff leisteten die Gäste aus Kastl dann sogar noch wertvolle Unterstützung. Erneut hatte sich Manhart in aussichtsreiche Schussposition gebracht, dessen Schuss konnte TSV-Keeper Jonas Rechl noch abwehren, den Abpraller fälschte Mitspieler Andreas Bart zum 3:0 für die Freisinger Farben ins eigene Tor ab (39.).

Co-Trainer Bittner kritisiert zweite Hälfte

Mit dem 3:0 im Rücken, ließen die Freisinger im zweiten Durchgang natürlich etwas nach, was Kastl mehr Raum bot. Das nutzten die Gäste auch: Nach gut einer Stunde konnte der TSV ungehindert flanken, im Zentrum vollendete Sebastian Peitsch trocken. Doch auch Freising blieb weiter dran. Davydov, Schmuckermeier und auch Daniel Zanker konnten es sich beim Stand von 3:1 leisten, recht unkonzentriert vor dem Tor die Chancen zu vergeben.

Co-Trainer Flo Bittner zeigte sich hinterher natürlich zufrieden. „Das war vielleicht die beste Halbzeit in dieser Saison“, so das Fazit nach dem Schlusspfiff, „und auch insgesamt war das ein ungefährdeter Sieg heute.“ Kritik gab es nur an den zweiten 45 Minuten, als die Freisinger sich auf dem komfortablen 3:0-Polster ausgeruht hatten und nicht mehr aggressiv genug und konzentriert genug agierten. Das werde man intern aber ansprechen, monierte Freisings Co-Trainer. „Ansonsten war das schon unser Ziel, dass wir mit einem Sieg in die letzten 13 Partien gehen.“

SE Freising  - TSV Kastl     3:1

Aufstellung: Negele – Aiteniora, Schredl, Kirchberger, Härtel – Mayr – Manhart, Bittner, Schmuckermeier (72. Zanker), Davydov (89. Müller) – Gädke (72. Tiric) Tore: 1:0/2:0 Davydov (2./33.), 3:0 Bart (39./ET), 3:1 Peitsch (65.).
Gelbe Karte: Manhart Schiedsrichter: Thomas Berg Zuschauer: 80.

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