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Trainer Alex Plabst hat mit seiner Mannschaft zwei Punkte Rückstand auf Spiztenreiter Wasserburg. 

SEF geht als Zweiter in die Winterpause

Plabst: „Können in Unterzahl auch nicht immer gewinnen“

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Noch einmal einen kleinen Dämpfer gab’s für die Fußballer des SE Freising zum Abschluss vor der Winterpause. Nach der Nullnummer in Bogen geht die Plabst-Elf als erster Verfolger von Wasserburg in die Winterpause. 

Freising – Beim TSV Bogen kamen die Lerchenfelder über ein 0:0 nicht hinaus und müssen damit Tabellenführer Wasserburg wieder auf zwei Zähler Vorsprung ziehen lassen. Mehr als zufrieden können die Gelb-Schwarzen mit dem Spieljahr 2018 dennoch sein.

Gibt es einen Pechvogel des Nachmittags, Christoph Glas wäre wohl der heißeste Anwärter in den Reihen des SE Freising. Der 26-jährige Innenverteidiger hatte es beim letzten Match des Jahres nicht in die Startelf geschafft, doch schon bald durfte Glas mitmischen beim Gastspiel in Niederbayern. Kapitän Michael Schmid musste früh verletzt passen, Freisings Innenverteidiger kam zu seinem ersten Einsatz seit Anfang November. Doch allzu lange sollte der Nachmittag für Christoph Glas nicht dauern. Er leistete sich 25 Meter vor dem eigenen Tor ein Foul und sah – durchaus zur Überraschung der eigenen Anhänger – die Rote Karte. Ein Foul sei das gewesen, gab Pressesprecher Hans Kirchberger zu, „maximal aber eine Gelbe Karte.“ Alle Freisinger Proteste halfen nichts, der SEF musste das zweite Spiel in Folge – schon letzte Woche gegen Rosenheim hatte sich Sebastian Thalhammer noch vor dem Wechsel verabschiedet – mit einem Mann weniger auskommen.

Hätten sich die Lerchenfelder nach dem ersten Durchgang über einen Rückstand nicht beschweren brauchen, fanden die Gäste in Halbzeit zwei dann immer besser ins Spiel. Zwar hatte auch Bogen weiter Chancen, die Führung für den SEF wäre aber keine Überraschung gewesen, Andreas Hohlenburger etwa verpasste eine Manhart-Hereingabe knapp (50.).

Richtig spannend wurde es in der Schlussphase. Bogens Schlussmann David Meißner musste ausgetauscht werden, nachdem er sich bei einem Abwehrversuch verletzt hatte. Doch die Freisinger haderten doppelt mit Fortuna. Zunächst stand Hohlenburger mutterseelenallein vor Ersatzkeeper Lukas Krbecek, traf jedoch nur den Pfosten (88.). In der vierten Minuten der Nachspielzeit war Florian Schmuckermeier in aussichtsreicher Position, doch auch sein Schuss nach einem Domagoj-Zuspiel klatschte nur gegen das Aluminium.

Während der SEF doch etwas enttäuscht den Platz verließ, feierten die Hausherren das 0:0 gegen ein dezimiertes Team – vielleicht bezeichnend für den Spielverlauf. SEF-Coach Alex Plabst resümierte nüchtern. Im ersten Durchgang sei Bogen das bessere Team gewesen, „nach der Roten Karte ist es besser für uns gelaufen, nach klaren Chancen müssen wir 3:1 gewinnen.“ Insgesamt war Freisings Coach mit dem Jahresabschluss zufrieden, „schließlich können wir in Unterzahl auch nicht immer gewinnen.“  

TSV Bogen – SC Eintracht Freising

0:0

TSV Bogen: Meissner (86. Krbecek), Zeba, Sidibe, Zapotocny, Häns, Gruber, Krbecek, Fuchs, Sabadus, Ibel (90. Hentschel), Meindl - Trainer: Dykiert

SC Eintracht Freising: Wachenheim, Schredl, Schmid (20. Glas), Kirchberger, Schleicher, Schmuckermeier, Thalhammer, Tiric, Mayr, Manhart, Hohlenburger - Trainer: Plabst

Schiedsrichter: Scharf (Nabburg) - Zuschauer: 120

Tore: Fehlanzeige

Rot: Glas (39./SC Eintracht Freising/Notbremse)

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