In diesem Spiel überschlugen sich die Ereignisse: Lukas Rieder (l.) vom TSV Nandlstadt und Jacob Thalhuber vom SV Vötting kämpften im Topspiel um die Tabellenspitze und schenken sich augenscheinlich nichts.
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In diesem Spiel überschlugen sich die Ereignisse: Lukas Rieder (l.) vom TSV Nandlstadt und Jacob Thalhuber vom SV Vötting kämpften im Topspiel um die Tabellenspitze und schenken sich augenscheinlich nichts.

Brisanz im Aufstiegskampf in der Kreisklasse 3

Landkreis Freising: Nandlstadt und Au holen Dreier im Meister-Rennen

  • vonRedaktion Freising
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TSV Nandlstadt und TSV Au konnten mit ihren Siegen am Wochenende an Vötting vorbeiziehen und somit die ersten beide Plätze belegen.

Landkreis – Lange mussten die Kreisklassisten auf Pflichtspiele warten. Wie sehr der Wettbewerb den Kickern abging, konnte man direkt am ersten Spieltag nach der Corona-Pause beobachten. So fielen in Paunzhausen neun Tore – und auch das Topspiel zwischen Vötting und Nandlstadt entpuppte sich als dramatische Angelegenheit.

Kreisklasse 3

TSV Nandlstadt gewinnt abwechslungsreiches Spitzenspiel gegen SV Vötting

SV Vötting – TSV Nandlstadt 2:3 (0:3). Als ein „Spiel der zwei Halbzeiten“ bezeichnete TSV-Coach Mario Tafelmaier die Partie der beiden ehemals punktgleichen Spitzenreiter aus Vötting und Nandlstadt. In der ersten Hälfte erarbeiteten sich die Nandlstädter einige Möglichkeiten und gingen durch Johannes Gerlspeck (21.) in Führung, die man bis zur Pause noch durch die Treffer von Tobias Betz (34.) sowie Alexander Feichtmeier (40.) zu einem komfortablen 3:0-Vorsprung ausbaute. „Das war sehr verdient“, sagt Tafelmaier. Schließlich seien seine Jungs agiler gewesen und besser in die Zweikämpfe gekommen. Die Vöttinger hingegen hätten aus dem Spiel heraus wenige Chancen kreiert. Gefahr für das Tor von TSV-Torhüter Lukas Schütt sei vor allem aus Vöttinger Standards entstanden.

Dies zeigte sich dann auch im Verlauf der zweiten Hälfte, als die Gastgeber gleich doppelt durch direkte Freistoßtreffer von Daniel Hesse (56.) und Christian Pflügler (70.) erfolgreich waren. Einer letzten Schlussoffensive Vöttings waren Tür und Tor geöffnet – auch, weil die Gäste aufgrund einer verletzungsbedingten Auswechslung des Abwehrchefs Lukas Lang geschwächt wurden. Trotzdem ist Nandlstadts Defensive stabil geblieben und hielt den letzten Bemühungen des SVV stand. Und das zahlte sich aus: Der TSV übernahm die Tabellenführung, während Vötting auf Platz drei abrutschte.

SG Eichenfeld-Freising: Aufopferung wurde nicht belohnt

SG Eichenfeld-Freising – SV Hörgertshausen 0:1 (0:0). „Einige Überraschungserfolge“ hatte Markus Ujwari, Spielertrainer des Schlusslichts aus Eichenfeld, vor der Partie versprochen – „und heute hätten wir es beinahe geschafft“. Trotz 72-minütiger Unterzahl – Phongphat Khlongkhlaew hatte Gelb-Rot gesehen – habe man gegen Hörgertshausen nur ein, zwei Chancen zugelassen, bis ein Sonntagsschuss von Sebastian Wild aus gut 25 Metern den SGE-Träumen ein jähes Ende bereitete (61.). In der Nachspielzeit vergab Ujwari selbst noch eine 100- prozentige Chance. „Die hätte ich nützen müssen, der Ball war auf Höhe Elfmeterpunkt.“ Trotzdem blickt er positiv auf die nächsten Wochen: „Die Jungs haben die taktischen Vorgaben sehr gut umgesetzt. Wir können auf jeden Fall noch den einen oder anderen ärgern.“

SC Freising – FC Neufahrn abgesagt. Freisings Trainer Sezgin Gül erklärt, sein Team habe die Partie absagen müssen, da ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. „Er war unter der Woche nicht im Training und hat auch keinen Kontakt zur Mannschaft gehabt.“

SpVgg Zolling: Neu-Coach Grüll und sein Team ohne Chance gegen SV Ilmmünster

SpVgg Zolling – SV Ilmmünster 0:3 (0:1). Der neue SpVgg-Trainer Christian Grüll erlebte einen ernüchternden Einstand. Gegen die „über 90 Minuten dominante“ Mannschaft aus Ilmmünster sei man nahezu chancenlos gewesen. Zwar habe man sich die erste Möglichkeit des Spiels herausgearbeitet, jedoch blieb es die einzige auf Zollinger Seite. Stattdessen ging der SV Ilmmünster mit einem 1:0 in die Kabine, ehe er in den zweiten 45 Minuten noch auf 3:0 erhöhte. „Wir waren einfach schlecht“, meinte Grüll konsterniert. Zu hektisch und unstrukturiert sei man gewesen. Auch stört den Trainer, dass man zu oft den langen Ball einer kürzeren Variante vorgezogen habe. Durch die Niederlage droht Zolling nun, gefährlich nahe an den Relegationsplatz zu rutschen.

Vatanspor Freising – FVgg Gammelsdorf 4:1 (2:0). Von einem „Spiel auf ein Tor“ berichtet Tamer Bulkurcu. „Wir haben 90 Minuten dominiert, auch wenn es uns Gammelsdorf schwer gemacht hat.“ Das führt Bulkurcu vor allem auf die Reifung seiner Kicker zurück. „Wir haben jetzt die Souveränität, auch mal Tempo rauszunehmen und den Gegner laufen zu lassen.“ Nachdem man zur Pause durch die Treffer von Haydar Kaya (3.) und Erkal Üsküplü (41.) geführt hatte, brauchte es das Anschlusstor durch Markus Prieler (48.), damit Vatanspor wieder aufwachte. Erneut Üsküplü mit seinem 24. Saisontreffer (72.) und Nick Günaydin (90.) machten den Sack endgültig zu.

TSV Au: Hobmeier nicht gänzlich zufrieden nach Sieg über Mauern

TSV Au – SpVgg Mauern 4:1 (1:0). „Es war bestimmt nicht unser bestes Spiel“, sagte Trainer Christian Hobmeier nach dem Erfolg seiner Auer. Nach der frühen Führung durch Johannes Bauer (6.) habe man es verpasst nachzulegen, bevor Dominik Hobmaier (61.) den Ausgleich besorgte. „Gott sei Dank haben wir danach schnell reagiert.“ Innerhalb der nächsten zehn Minuten gelang es, durch Tim Bausch (63.), Marcus Weigerding (72.) sowie Dominic Schermbach (74.) die Führung auf 4:1 auszubauen. Darüber zeigte sich Hobmeier am Ende sehr erleichtert: „Mauern ist tief gestanden und hat uns das Leben schwergemacht, aber nun haben wir die drei Punkte zum Wiederauftakt – was will man mehr?“

TSV Paunzhausen – SV Marzling 4:5 (2:1). – Das wildeste Spiel des Tages erlebten die Zuschauer in Paunzhausen. „Es gab auch mal einen Elfmeter gegen uns. Ich habe schon wieder vergessen, wie es da stand“, sagt TSV-Trainer Bastian Schweiger, der eine gute erste Halbzeit seiner Mannschaft sah. Auch Gäste-Coach Thomas Zellermeyr lobte die zweikampfstarken Paunzhausener, „die uns den Schneid abgekauft haben“. Der TSV lag bereits mit 3:1 und 4:2 in Führung, konnte den Vorsprung aber nicht über die Zeit bringen. Schweiger führt das auf einen verletzungsbedingten Dreifachwechsel zurück. „Das hat uns ein wenig die Stabilität geraubt.“ Danach machte Marzling immer mehr Druck und glich aus, bevor Florian Wolf in der siebten Minute der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer erzielte. Zellermeyr: „Vielleicht wäre ein Unentschieden angebracht gewesen. Aber wir haben uns reingekämpft und es uns so verdient.“ Die Tore erzielten Thomas Mäuer (21./ 65.), Wolf (69./90.+7) und Thomas Soller (87.) für Marzling sowie Thomas Popp (29.), Dominik Reitmeier (34./67.) und Matthias Drexler (51.) für die Gastgeber.

Kreisklasse 4

VfB Hallbergmoos II: Klarer und verdienter Sieg gegen SV Buch

SV Buch – VfB Hallbergmoos II 0:3 (0:2). Im ersten Spiel unter Trainer Gencer Ugurlu sicherte sich Hallbergmoos II drei wichtige Punkte. Nach einem nervösen Beginn habe das Führungstor durch Maximilian Zeisl (31.) den nötigen Rückenwind gegeben. Dann habe man sich, so Ugurlu, die klareren Chancen herausgespielt und den Sieg nach Hause gebracht. Die weiteren Tore erzielten Markus Kratzer (35.) und Luca Nikas (61.). Der Coach hob vor allem den Teamgeist hervor. „Alle wollten das Gleiche und haben auch auf der Bank mitgefiebert.“

(SEBASTIAN BERGSTEINER)

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