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Plabst: „Gegen diese Mannschaften reicht es für uns einfach noch nicht“

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Im Abwehrverhalten nicht konsequent genug: Osaro Aiteniora, Sebastian Thalhammer und Domagaj Tiric (v. l.). © Lehmann

Sieben Spiele lange überraschten die Fußballer des SE Freising nach einer langen und am Ende doch etwas enttäuschenden Vorsaison nicht nur die Liga, sondern am meisten auch sich selbst.

Ausgerechnet im Spitzen-Spiel gegen den hoch gehandelten Aufsteiger aus Wasserburg setzte es nun nicht nur die erste Niederlage (2:4), auch war es für die Lerchenfelder ein Fingerzeig, dass die aktuelle Runde schon noch holprig werden dürfte. Am deutlichen Ergebnis gab’s schlussendlich nicht viel zu rütteln. Entsprechend nüchtern analysierte Trainer Alex Plabst das Match gegen den alten und neuen Tabellenführer, der nun fünf Zähler vor dem SEF an der Spitze der Landesliga Südost thront.

Über die komplette Spieldistanz habe die bessere und reifere Mannschaft gewonnen, gab Plabst ohne viel Zedern zu, „Da brauchen wir auch nicht groß enttäuscht sein.“ In vielen Bereichen waren die Gäste, die vier Mal am Stück aufgestiegen waren und sich nun anschicken, ein weiteres Mal eine ganze Liga zu dominieren, einfach einen Schritt voraus. „Wir haben eben mehr Fehler als die anderen gemacht“, spielte Plabst darauf an, dass man den Gast auch gnädig zum Toreschießen eingeladen hatte. „So eine Mannschaft spielt über die vollen 90 Minuten konzentriert und nutzt das“. Vor dem 2:1 stimmte die Zuordnung auf Torschütze Albert Schaberl nicht, beim 2:2 schafften es die Gelb-Schwarzen nicht, einen eigentlich einfachen Ball mühelos aus der Gefahrenzone zu bringen.

Freisings Coach schloss seine Analyse mit einer Art Fazit aus mehreren Spielen gegen die Topteams der Liga. „Gegen diese Mannschaften reicht es für uns einfach noch nicht.“ Die Begegnungen gegen Deisenhofen und Türk Gücü im vergangen Jahr seien ähnlich verlaufen.

Freisings Kapitän Michael Schmid wirkte enttäuscht. Man habe sich recht blöd angestellt nach der eigenen 2:0-Führung, resümierte der 33-Jährige. „Die Gegentore haben wir viel zu einfach bekommen.“ Aber auch mit Schiedsrichter Thomas Berg aus Ergolding haderte Schmid. Der Freistoß vor dem 2:1 war sehr fragwürdig, eher keiner, der Elfer, der zum 2:3 geführt hatte, sei lächerlich gewesen, so Schmid. „Das zerstört natürlich so ein Spiel“. Insgesamt gab der Spielführer aber zu, dass es am Ende einfach nicht gereicht hatte. „Nach dem 2:0“, so Schmid, „sind wir nicht so ins Spiel gekommen wie erhofft“.

Wasserburgs Trainer Leonhard Haas war zufrieden mit der Leistung seiner Elf. „Selbst beim zwischenzeitlichen 0:2 hatten wir die Spielkontrolle.“ Insgesamt sei wichtig gewesen, dass sich seine Truppe trotz erster Fehler nicht aus der Ruhe bringen hat lassen und „gezeigt hat, dass wir auf einem guten Weg sind“. Wohin der Weg des SEF geht, ist eher unklar.

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