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Live-Ticker: Legt Freisings Youngster Manhart nach?

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Am Freitag muss die Eintracht zu Hause gegen den SV Erlbach ran. © Leifer

Ein Tor vorbereitet, eines selbst geschossen: Andi Manhart (19) war beim jüngsten Auswärtssieg des SE Freising der Mann des Tages. Dass er im Heimspiel gegen den SV Erlbach (Freitag um 19.30 Uhr) nachlegen will, verwundert da natürlich nicht.

In der Halbzeitpause der Landesliga-Partie beim TuS Pfarrkirchen musste Manhart erst einmal kräftig schlucken. SEF-Trainer Alex Plabst hatte ihn gerade vor versammelter Mannschaft deutlich zurechtgewiesen, seine Leistung in der ersten Hälfte war nicht nach dem Geschmack des Coaches. „Da erschrickst du natürlich erst mal“, blickt der Youngster zurück.

 „Doch ich brauche sowas, ich gehe da noch stärker raus.“ Und Plabsts Worte haben ihre Wirkung nicht verfehlt: Im zweiten Durchgang bereitete Manhart das 1:0 perfekt vor und traf anschließend zum 2:0. „Er war“, das bestätigte auch der Trainer hinterher, „unser Mann des Spiels.“ Weil er an den entscheidenden Szenen beteiligt war. Weil er aber auch Größe gezeigt hatte und nach dem Anpfiff des Trainers nicht völlig verunsichert war. „Das war schon bemerkenswert“, lobte Plabst im Anschluss, „dass er sich das zu Herzen genommen hat.“

Manhart war dann natürlich mehr als zufrieden mit seinem Auftritt, der zuletzt gar nicht abzusehen war. Der 19-Jährige war Ende der Sommerferien in den Urlaub gefahren, ein Einsatz in der Startelf stand in weiter Ferne. Da sich die Personalmisere zuletzt jedoch arg zugespitzt hatte, kam Plabst am letztjährigen U 19-Stürmer (35 Tore in zwei Spielzeiten) nicht mehr vorbei. Und Manhart bewies, dass er sogar den Kaltstart draufhat, und war spätestens nach dem Pausen-Anpfiff auf Betriebstemperatur.

Dem Nachwuchsakteur gefällt es im Herrenbereich bereits recht gut, wenngleich die Umstellung von den A-Junioren hin zu Plabsts Landesliga-Team groß gewesen sei, wie Manhart erzählt. Viel körperbetonter und schneller werde hier gespielt. „Bei den Junioren hatte ich auch mal die Zeit, ein, zwei Gegenspieler stehen zu lassen“, sagt der 19-Jährige. „Das geht jetzt nicht mehr.“ Seine neuen Mitspieler hätten ihm die Umstellung aber leicht gemacht. Er sei in der Mannschaft bestens aufgenommen worden, schwärmt Manhart. „Alle helfen mir, unterstützen und motivieren mich.“

Wie es weitergehen soll, mit 19 steht Manhart schließlich noch am Anfang seiner Karriere, weiß der Stürmer auch schon: Ganz aufgegeben hat er den Traum, mit dem Fußball Geld zu verdienen, noch nicht. Mindestens in der Regionalliga wolle er schon mal kicken, träumt der angehende Abiturient. „Und ich denke, bis zur Dritten oder vielleicht sogar Zweiten Liga könnte ich es schon schaffen.“ Bis es soweit ist, möchte Manhart aber seinem aktuellen Klub helfen und in der Landesliga viel erreichen. Aufs Saisonende blicke er aber noch gar nicht – das sei viel zu weit weg, sagt Manhart. „Ich schaue immer von Spiel zu Spiel.“ Am Freitag geht es nun gegen Erlbach, das zuletzt mit fünf Spielen ohne Niederlage richtig in Fahrt gekommen ist und unter anderem Spitzenreiter TSV Wasserburg mit 4:1 besiegt hat.

Manhart ist jedenfalls bereit. Ob er, wenn dann wieder zwei Torbeteiligungen gelingen, nicht einfach vor jedem Spiel in den Urlaub gehen soll? Da lacht der 19-Jährige. „Oder ich muss einfach in der Startelf stehen.“ 

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