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Mit neuem Führungsspieler ins Kellerduell

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Von: Nico Bauer

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Vielleicht die erhoffte Lösung: Stephan Thee wechselte vom VfR Garching zum VfB.
Vielleicht die erhoffte Lösung: Stephan Thee wechselte diese Woche von Garching zum VfB. © Bauer

Bayernliga: Der Garchinger Stephan Thee wechselt in das Lager des Mitkonkurrenten VfB Hallbergmoos.

Hallbergmoos – Mit drei mageren Punkten aus den ersten sechs Spielen ist der VfB Hallbergmoos wieder im Abstiegskampf der Bayernliga angekommen. Und vor dem richtungweisenden Kellerduell beim TSV Dachau 65 (Freitag, 18.30 Uhr) braucht es voran gehende Führungsspieler. Einer könnte Stephan Thee sein, der diese Woche vom Ligakonkurrenten VfR Garching nach Hallbergmoos wechselte. Er soll schon in Dachau in der Startelf stehen.

Viel Erfahrung in höheren Ligen gesammelt

Bei der 1:5-Niederlage gegen den alles andere als überragenden Regionalliga-Absteiger Schalding-Heining zeigte sich wieder einmal deutlich, dass Anführer im Team des VfB rar gesät sind, die vorhandenen sind entweder verletzt oder im mentalen Loch. Man würde gerne wollen, aber es geht halt nicht. Die jüngeren Spieler brauchen aber genau diese Führungsspieler, um in der Bayernliga ankommen zu können. Diese Lücke kann Stephan Thee als potenzieller Superstar füllen. Der 34--Jährige absolvierte für Unterhaching, Burghausen und Osnabrück 135 Spiele (15 Tore) in der 3. Liga. Danach kickte der Ex-Profi für Buchbach, Türkgücü München und den FC Pipinsried, bevor ihn 2021 der VfR Garching holte.

Trainer Matthias Strohmaier sieht in dem Sechser den neuen Führungsspieler: „Er ist ein Glücksfall für den VfB Hallbergmoos.“ Thee hat Mentalität, unfassbar viel Erfahrung und in Garching von Innenverteidiger bis Mittelstürmer so gut wie alles gespielt. Weil seine Spielgenehmigung rechtzeitig eingetroffen ist, wird Thee schon am Freitag in Dachau mitwirken.

Strohmaier redet vor dem Gastspiel nicht um den heißen Brei herum und spricht von „einem richtungweisenden Spiel“. Die Dachauer haben wie Hallbergmoos die Klasse nur über die knüppelharte Relegation geschafft und zahlen nun ein Stück weit den Preis für die fast nicht vorhandene Sommerpause. Mit fünf Punkten ist Dachau nur unwesentlich besser gestartet. Beide Mannschaften weisen im Anfangsstadium der Saison Parallelen wie viele Gegentore (Dachau 13, Hallbergmoos 15) und viele Verletzte auf.

Raus aus der Abstiegszone

Strohmaier sieht bei einer Niederlage gegen den Konkurrenten die Gefahr, dass man auf längere Zeit in der Abstiegszone festsitzt. „Wir wollten diese Saison nicht wieder als Jäger von unten aufholen“, sagt der Trainer.

Das Wiedersehen mit einem ehemaligen Hallbergmooser dürfte auch ausfallen. Sebastiano Nappo schaffte beim VfB den Durchbruch, war dann Stammspieler beim Regionalligisten SV Heimstetten und ist in diesem Sommer der Königstransfer des TSV Dachau. Mit drei Toren in vier Spielen sowie mehreren Aluminiumtreffern setzte er auch schon Ausrufezeichen. Auf der Hallbergmooser Seite ändert sich gegenüber dem Schalding-Spiel nicht viel. Johannes Petsch–ner ist nach seiner roten Karte erst einmal gesperrt, dafür kann Osaro Aiteniora wieder mitwirken. Und der neue Anführer Stephan Thee sollte sein Debüt geben.

Aufstellung

Dinkel – Monthe, Strohmaier, Mömkes – Thee, Kostorz (Beetz), Aiteniora, Kersting, Czech (Lucksch) – Werner, David.

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