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Die Spieler der SpVgg Mauern jubelten ausgelassen über den Klassenerhalt.

Relegation zur Kreisliga  

Momente des kollektiven Genießens in Mauern

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Jubel auf der einen, Hoffnung auf der anderen Seite: So lässt sich die Gemütslage bei den beiden Teams kurz nach dem Abpfiff zusammenfassen. Die SpVgg Mauern hatte gerade das zweite Relegationsspiel zur Kreisliga mit 2:1 gegen den SV Wörth gewonnen.

Mauern – Die Herausforderer aus der Kreisklasse schienen schnell einen Haken unter die Partie setzen zu wollen: Sie bildeten einen Kreis, analysierten kurz die Situation und richteten den Blick dann bereits in Richtung Wochenende, wo die Wörther mit dem Duell gegen Gammelsdorf eine weitere Chance auf den Aufstieg in die Kreisliga bekommen. Dagegen fiel den Mauernern eine regelrechte Last von den Schultern: Lautstark feierten sie ihren Sieg – und die Tatsache, dass sie das Ticket für ein weiteres Jahr in der Kreisliga gelöst hatten.

Einer, der es vorzog, den Erfolg mit etwas Abstand zu betrachten, war SpVgg-Spielertrainer Volker Lippcke. Rasch klatschte er mit allen Akteuren ab, nahm Glückwünsche entgegen – und musste sich dann erst einmal sammeln. Auch, weil Lippcke die letzten 25 Minuten selbst auf dem Platz gestanden hatte: „Mit 43 ist es nicht mehr so leicht, in so ein Relegationsspiel hineinzukommen“, sagte Lippcke. Mauerns nimmermüder Spielertrainer schien aber auch den Moment zu genießen – war es doch die erste Relegation seit gefühlten Jahrzehnten, die der Coach erfolgreich hatte gestalten können. „Relegation ist halt echt mein Ding“, schmunzelte Lippcke. Insgesamt sah der 43-Jährige einen letztlich verdienten Sieg. Bis zur Halbzeit sei man recht souverän aufgetreten, „danach laden wir den Gegner wieder ein – und es wird bis zum Schluss ein Kampf“.

Einer, auf den es die Wörther am Mittwoch ganz besonders abgesehen hatten, war Johannes Pollhammer. Immer wieder musste der Mauerner Offensivakteur behandelt werden – zahlreiche Fouls gingen gegen den Schützen des 2:0. Das sei aber in so einem Spiel normal, winkte der 25-Jährige hinterher ab. Dass ausgerechnet zwei frühe Freistöße die Entscheidung gebracht hatten, war für Pollhammer ebenfalls keine großartige Überraschung. „Schließlich“, so der Stürmer, „sind wir bei Standards immer gut.“ Ein Faktum, das sich vielleicht noch nicht bis Wörth herumgesprochen hatte. Sein Fazit: „Weil wir als Team im vergangenen halben Jahr zusammengewachsen sind, haben wir verdient gewonnen.“

Genau dieser Teamgedanke hat nun – nach einer Saison mit vielen Aufs und Abs – im zweiten Relegationsmatch womöglich den Ausschlag für die SpVgg Mauern gegeben. Das sah auch Kapitän Florian Steiner so: „Wir haben gewonnen, weil wir es uns erkämpft haben.“ Außerdem lobte Steiner seine Defensive, die, bis auf eine Ausnahme kurz nach dem Seitenwechsel, sicher gestanden und „wenig zugelassen“ hatte. „Und insgesamt waren wir vielleicht einfach auch etwas kaltschnäuziger.“ 

Auf nach Wartenberg!

Letzte Relegationsrunde:
SV Wörth – FVgg Gammelsdorf (Sa., 17 Uhr, in Wartenberg). Der Sieger steigt in die Kreisliga auf.

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