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Neuer Coach im neuen Jahr: Emrah Kirkulak wird Nachfolger von Albert Bauer, auf ihn wartet Abstiegskampf pur in der Kreisliga.

TSV mit Interimscoach gegen Primus

Neu-Trainer Emrah Kirkulah soll TSV Moosburg vor Abstieg retten

  • vonRedaktion Freising
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Momentan gibt es wenig Erfreuliches vom TSV Moosburg zu berichten. In den Partien seit dem Re-Start der Kreisliga 2 am 19. September sind die Kicker aus der Neustadt das schlechteste Team der Liga.

Moosburg – Drei Spiele, null Punkte und 0:11 Tore. Noch steht die Mannschaft von Interims-Trainer Albert Bauer auf Platz 10 der Tabelle und damit über dem Relegationsplatz. Das kann sich aber am Wochenende schon ändern, wenn Kirchasch oder Erding ihr letztes Spiel vor der Winterpause gewinnen sollten.

Dass der TSV am Sonntag Zählbares zustande bringt, scheint eher unwahrscheinlich. Mit dem FC Langengeisling kommt der frischgebackene Tabellenführer und das derzeit beste Team der Liga an die Buchenlandstraße. Im Gegensatz zu den Gastgebern haben die Erdinger seit dem Re-Start noch keinen Gegentreffer kassiert, aber sieben Tore geschossen. Es könnte also sogar mit dem ersten TSV-Liga-Treffer im Jahr 2020 schwierig werden.

TSV Moosburg im Abstiegskampf

Sollte die Partie gegen Langengeisling (So. 15 Uhr) verloren gehen, wäre die Mission von Interims-Trainer Albert Bauer gescheitert. Er sollte in den vier Spielen vor der Winterpause drei oder mehr Punkte holen, um seinem Nachfolger Emrah Kirkulak ab Januar eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt zu sichern. Die wird der neue Spielertrainer des TSV nun nicht mehr vorfinden. „Wir müssen mit der Lage realistisch und offen umgehen, wir befinden uns voll im Abstiegskampf.“ weiß Emrah Kirkulak. „Es ist so, dass wir uns im Frühjahr in jedem Spiel zerreißen und über hundert Prozent abliefern müssen, um die nötigen Punkte zu machen.“

Für den 31-jährigen wird es die zweite Station seiner noch jungen Trainer-Karriere sein. Von 2017 bis 2019 betreute Kirkulak als Spielertrainer den SG Istanbul Moosburg. In der aktuellen Saison war der beidfüßige Mittelfeldmann noch bei den Moosburger Türken als Spieler in der A-Klasse aktiv und steht kurz vor dem Erwerb der B-Trainerlizenz. Die beiden Jahre als Übungsleiter beim SGT bezeichnet Kirkulak als sehr intensiv, lehr- und erfolgreich. Schade sei nur gewesen, dass man zweimal knapp den Aufstieg in der Kreisklasse verpasst habe. Als Vorbilder für seine Trainertätigkeit nennt der zukünftige TSV-Coach seine Jugendtrainer beim SEF, Karl Pflügler und Hans Haas, sowie im Herrenbereich Mario Sinicki.

Neu-Trainer optimistisch

Im Umgang mit den Spielern legt Emrah Kirkulak großen Wert auf Disziplin und Kommunikation, Probleme spricht er gerne direkt an. Die sei auch enorm wichtig, gelte es doch, dem TSV Moosburg neues Selbstvertrauen zu geben. In den Spielen, die der 31-jährige zuletzt von seinem zukünftigen Verein gesehen hat, sei durchaus Qualität vorhanden gewesen. Doch mental sei das alles sehr fragil, sobald etwas auf dem Platz nicht so läuft, breche man zu schnell ein. „Deshalb tut uns jetzt die Winterpause gut und dann werden wir das alles in Ruhe, aber mit voller Kraft im Frühjahr angehen.“ blickt der neue TSV-Trainer optimistisch in die Zukunft. Auch TSV-Spielleiter Martin Braun hat mit dem neuen Coach ein gutes Gefühl. „Emrah bringt viele Eigenschaften mit, die ihn für uns perfekt machen. Er weiß, worauf er sich einlässt und hilft uns als Spielertrainer auch auf dem Platz.“ Natürlich wünscht sich Emrah Kirkulak noch drei vier Neuzugänge von seinem Spielleiter. Und Braun lässt durchblicken, dass die Gespräche dafür bereits laufen. Auch bei einigen vor dem Re-Start ausgeschiedenen, erfahrenen Spielern hat der neue Trainer die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Robin Czeloth und Stefan Batinic seien zwei Spieler im Kader des TSV, die hohe Qualität mitbringen und die Kirkulak im neuen Jahr gerne irgendwie wieder in sein Team integrieren möchte.

(Sepp Fuchs)

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