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Erster Punktspieleinsatz im neuen Jahr: Georg Ball (r.) wird wohl in Zukunft noch mehr Verantwortung auf dem Rasen tragen müssen. 

Fußball-Landesliga

Aktueller Kader taugt nicht für die Spitze

In den letzten Jahren wurde beim VfB Hallbergmoos viel von der Bayernliga und einem Kader geredet, der nach zwei dritten Plätzen den großen Wurf packen soll. Mit dem neuen Trainer Gediminas Sugzda ist das erst einmal vorbei. Vor dessen erstem Pflichtspiel als VfB-Trainer im heutigen Heimspiel (19.30 Uhr) gegen den TSV Neuried verweist er die Träume ins Reich des Unerreichbaren. „Wir haben nicht die Qualität wie Freising oder Deisenhofen“, sagt der neue Hallbergmooser Trainer. Und er wird deutlich: „Wer hier noch Zweiter werden will, der ist falsch gewickelt.“

Hallbergmoos– Nach der Wintervorbereitung mit seinem neuen Team stellt der Coach fest, dass der aktuelle Rang zehn ganz dem Niveau der Mannschaft entspreche. Gedi Sugzda weiß, von was er spricht. Schließlich hat der Trainer schon einen Bayernliga-Aufstieg mit dem TuS Holzkirchen in der Vita stehen.

In den vergangenen Wochen hat er beim Kennenlernen mit der neuen Mannschaft gesehen, dass es wohl auch künftig nicht langweilig wird. Beim Blick auf die Defizite sprudelt es nur so aus dem ehemaligen Profifußballer heraus: „Spielerisch ist die Qualität nicht so gut, und der Spielaufbau war in der Vorbereitung problematisch. Zudem waren wir defensiv nicht stabil und aggressiv genug.“ An diesen zentralen Punkten des Spiels gelte es zu arbeiten. Der Trainer gibt für die Rückrunde nur Basisziele aus: „Wir wollen unser Spiel verbessern und immer das nächste gewinnen.“ In der Betonung der Sätze wird deutlich, dass die Mannschaft auch ohne Möglichkeiten nach oben gefordert wird. Sugzda hat klare Vorstellungen und hätte kein Problem damit, den Kader im Sommer größer umzubauen.

Das erste Punktspiel 2019 ist das Heimspiel gegen den TSV Neuried, der noch immer kein Spiel gewonnen hat und sich realistisch gesehen bei 13 Punkten Rückstand zum Vorletzten und der Relegationauf einer Abschiedstournee Richtung Bezirksliga befindet. Neuried hat bislang dreimal Unentschieden gespielt und einen Punkt abgezogen bekommen. Eines der drei Remis in der Vorrunde war ein 1:1 gegen Hallbergmoos, der VfB schaffte in der Nachspielzeit noch den Ausgleich. Das sollte eine Warnung sein, die andere war letzte Woche das Neurieder 2:3 beim Aufstiegsfavoriten Deisenhofen: „Die haben in Unterzahl bei 0:3 noch zwei Tore geschossen. Die haben nichts mehr zu verlieren.“ Und das mache die Aufgabe auch etwas unberechenbar.

Auf der anderen Seite fehlen im Hallbergmooser Kader neun Spieler, unter anderem Ben Held, Andreas Giglberger, Tobias Krause, Egor Keller oder Nico Mangasaros. Die Ausfälle sind für den Trainer aber kein Grund zum Jammern. „Wir sind noch immer stark genug, um zu gewinnen.“ Jedoch dürfe der Fan aufgrund der personellen Engpässe und der Platzverhältnisse in dieser Jahreszeit nicht zu hohe Ansprüche haben: „Zauberfußball kann man von uns nicht erwarten.“ Fürs Erste wäre ein souveräner Sieg gegen den Tabellenletzten ein Fortschritt, denn in den vergangenen Jahren hat Hallbergmoos sich da regelmäßig blamiert.

Aufstellung

Kozel – Zeisl, Hammerl, Lex, Edlböck – Aladdinoglu, Ball, Kostorz – Willberger, Diranko, Neudecker.

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