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Fortschritte: Nikolai Davydov (r.) hat mit dem Dreierpack in Erlbach den Durchbruch erzwungen.

SE Freising 

In Freising gut angekommen

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Freising – Vielleicht muss man sich das ein wenig vergegenwärtigen. Am vergangenen Wochenende spielten die Fußballer des SE Freising gegen den SV Erlbach, jenes Team aus dem Holzland, dem die meisten in diesem Jahr den Aufstieg in die Bayernliga zutrauen und siegten am Ende doch relativ locker mit 6:0. Matchwinner des Tages dabei: Nikolai Davydov mit drei eigenen Toren und einer Vorlage.

Ein junger Mann, der vor der Saison aus Buchbach nach Lerchenfeld gekommen war, von dem viele aber nicht so recht wussten, was ihm zuzutrauen ist. Zwar stand Davydov, 21, offiziell auch im Regionalliga-Kader des TSV, kam aber fast nur in der Bezirksliga-Reserve zum Einsatz. Der Traum von der Regionalliga blieb ihm verwehrt. Den jungen Offensiv-Mann sahen deswegen viele als Ergänzung für die Eintracht-Truppe, mit vier Treffern in sieben Spielen ist der 21-Jährige aber aktuell der treffsicherste Akteur im Kader von Trainer Alex Plabst. Auch gegen Dachau servierte der Youngster zwei von drei Buden. Das Erstaunliche dabei: Nicht immer gehörte Davydov bisher zur ersten Wahl, musste mal Robert Rohrhirsch, Domagoj Tiric oder Pascal Preller den Vortritt auf dem Flügel lassen, pendelte zwischen Bank und Startelf. „Wir müssen ihn einfach behutsam aufbauen“, begründet Sportchef Nils Haack die Entscheidung, den Neuzugang auch Mal draußen zu lassen. „Manchmal ist er noch zu unbekümmert, muss vom Kopf her mehr reifen.“ Davydov selbst sieht sich derweil voll im Soll bei einem neuen Arbeitgeber. Irgendwann war in Buchbach die Erkenntnis gereift, dass es für den Sprung in die Regionalliga aktuell nicht ganz reicht und Spielpraxis das Entscheidende ist. „Deswegen ist die Landesliga auch kein Rückschritt für mich“, versichert er, „und hier in Freising bin ich jetzt sehr gut angekommen.“ So gut, dass dem 21-Jährigen gegen Erlbach der famose Dreierpack gelang. Nicht der erste, auch für Buchbach traf er in der Kreisliga schon mal dreifach. „Das war schon ordentlich“, blickt Davydov auch eine knappe Woche später noch stolz drauf zurück, „die sind ja doch einer der Favoriten in dieser Liga.“ Ansonsten fühlt sich der Youngster wohl bei seinem neuen Klub, für den er in der U17-Landesliga schon einmal ein Jahr gekickt hatte. Dass es heuer nicht in jedem Spiel zur einem Startelf-Einsatz gereicht hat, das nimmt der 21-Jährige relativ gelassen. Natürlich, gesteht Davydov, würde er lieber immer von Anfang an spielen, das liege ihm mehr. „Aber teilweise hatte es auch taktische Gründe.“

Schwer vorstellbar dürfte aber sein, dass Freisings neues Offensiv-Talent im Heimspiel gegen den TSV Waldkirchen (Sa., 15 Uhr) nicht von Anfang spielen wird. Die Konkurrenz auf dem Flügel sei da, erläutert Davoydov, und natürlich komme es wieder darauf an, wie er Trainer gegen die Niederbayern spielen wolle, „aber ich hoffe jetzt schon, von Anfang dranzukommen.“ Ob ihm am Wochenende erneut eine Drei-Tore-Gala gelingen wird? Da bleibt der Stürmer ebenfalls diplomatisch, erklärt: „Ich mache einfach da weiter, wo ich aufgehört hab.“

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